David William Miller

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David W. Miller (* 19. August 1942 in Watford) ist ein englischer Philosoph und prominenter Vertreter des kritischen Rationalismus. Er lehrt am Fachbereich für Philosophie an der Universität Warwick in Coventry, Vereinigtes Königreich.

1964 absolvierte er an der London School of Economics ein Studium der Logik und Wissenschaftstheorie. Kurze Zeit später wurde er Assistent von Karl Popper. In einer Reihe von Artikeln in den 1970er Jahren entdeckten Miller und andere Mängel in Poppers formaler Definition der Wahrheitsnähe, ein Aspekt von Poppers Philosophie, der zuvor wenig Beachtung gefunden hatte. Eine große Zahl von Veröffentlichungen, auch von Miller, die versuchten, Poppers Ansatz zu retten, erschien in der Folge der nächsten beiden Jahrzehnte zu diesem Thema.

Millers Buch Critical Rationalism (1994) ist ein Versuch, Poppers philosophischen Ansatz zu erläutern, zu erweitern und Kritik zu verarbeiten. Eine zentrale, „nicht ganz neue“ Aussage darin ist, dass die Rationalität bzw. Bewährtheit einer Hypothese nicht von guten Gründen abhängen kann, weil sich eine solche induktive Argumentation unauflösbar in das Münchhausen Trilemma verstrickt.[1] Während Verifikationen daher unmöglich sind, folgert Miller wie bereits Popper, dass sich wissenschaftlicher Fortschritt allein durch die Falsifikation von Hypothesen erreichen lässt.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Miller: Critical Rationalism: A Restatement and Defence, 1994, ISBN 0-8126-9198-9
  • David Miller: Out Of Error: Further Essays On Critical Rationalism, 2006 ISBN 0-7546-5068-5

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. David Miller: Critical Rationalism: A Restatement and Defense. 1994, ISBN 0-8126-9198-9, S. 56 f.
  2. David Miller: Critical Rationalism: A Restatement and Defense. 1994, ISBN 0-8126-9198-9, S. 9 (u.a.).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]