Dehn + Söhne

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DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG.

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Rechtsform GmbH + Co.KG.
Gründung 1910
Sitz Nürnberg (Sitz der KG)
Leitung

Philipp Dehn, Helmut Pusch, Christian Köstler, Thomas Schöpf

Mitarbeiterzahl

ca. 1.800 weltweit

Umsatz ca. 250 Mio. EUR weltweit (2018)
Branche Elektrotechnik
Website www.dehn.de

Haupteingang DEHN + SÖHNE, Deutschland

Die DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG. ist ein Unternehmen der Elektrotechnik mit Sitz in Nürnberg und Zweigniederlassung in Neumarkt in der Oberpfalz. In Neumarkt befinden sich die Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Verwaltung. Ein weiterer Standort für Lager, Logistik und Fertigung in Mühlhausen (Region Neumarkt) wurde im Januar 2014 eröffnet.[1]

Das international tätige Unternehmen entwickelt und produziert Produkte in den drei Bereichen Überspannungsschutz, Blitzschutz/Erdung sowie Arbeitsschutz für Kunden in Industrie, Handwerk und Großhandel. Ergänzt wird das Portfolio durch Schutzlösungen und Dienstleistungen. Das Unternehmen ist in Deutschland mit 20 Vertriebsstützpunkten vertreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Januar 1910 meldete Hans Dehn, gelernter Feinmechaniker und Elektroinstallateur, beim Magistrat der Stadt Nürnberg ein „Gewerbe zur Installation elektrischer Anlagen“ an. Seit der Gründung befasst sich das Unternehmen neben der Installation elektrischer Anlagen auch mit der Montage von Blitzschutzanlagen. Nachdem Hans Dehn 1918 sein erstes Patent im Bereich Blitzschutz erhält und drei Jahre später eine Zweigniederlassung in Neumarkt in der Oberpfalz eröffnet, beginnt das Unternehmen Anfang der 1920er Jahre mit der Herstellung eigener Blitzschutz- und Erdungsbauteile.

1933 überträgt Hans Dehn einen Teil der Verantwortung auf seine Söhne Walter und Willy. Beide werden beteiligt und das Familienunternehmen firmiert als DEHN & SÖHNE. 1941 wird auch der jüngste Sohn Richard Mitinhaber. Im Zweiten Weltkrieg werden die Betriebsgebäude in Nürnberg und Neumarkt stark beschädigt. 1945 beginnt die Familie mit dem Wiederaufbau des Unternehmens und beschließt 1948 den Produktionsstandort von Nürnberg nach Neumarkt zu verlegen.

Auf der Hannover Messe stellt DEHN + SÖHNE 1952 erstmals sein Produktprogramm für Blitzschutz und Erdung aus. Man beginnt mit ersten Entwicklungstätigkeiten zum Thema "Erden und Kurzschließen" und legt den Grundstein für den heutigen Produktbereich Arbeitsschutz. Ende des Jahres verstirbt Hans Dehn und seine Söhne Walter, Willy und Richard Dehn setzen sein Erbe fort.

Als weltweit erster Hersteller bringt die Firma im Jahre 1954 einen Überspannungsableiter für Niederspannung – bekannt als J250 – auf den Markt.[2] Richard Dehn legt damit das Fundament für die heute größte Produktgruppe Überspannungsschutz. Im selben Jahr beginnt das Unternehmen seine Exportgeschäfte mit einer Auslandsvertretung in Österreich.

Im Jahre 1981 ziehen sich Walter, Willy und Richard Dehn aus der Geschäftsführung zurück. Sie übergeben die Verantwortung an die dritte Generation: Hans-Joachim Dehn und Thomas Dehn sowie Peter Hasse.

2004 treten Hans-Joachim Dehn und Peter Hasse in den Ruhestand und Peter Zahlmann übernimmt die Verantwortung für den technischen Bereich.

Mit Philipp Dehn tritt im Jahre 2011 ein Mitglied der vierten Familiengeneration als geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen ein. Zwei Jahre später scheidet sein Vater, Thomas Dehn, aus dem operativen Geschäft aus. Helmut Pusch verstärkt neben Philipp Dehn und Peter Zahlmann die Geschäftsführung.

Anfang 2016 wird Christian Köstler viertes Mitglied der Geschäftsführung.

Im Juli 2018 tritt Thomas Schöpf die Nachfolge von Peter Zahlmann an, der sich nach 26 Jahren bei DEHN in den Ruhestand verabschiedet.

DEHNgroup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen DEHN INSTATEC GmbH für Elektroinstallationen aller Art ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG. Es entstand als Ausgründung am 1. Juli 1999 und beschäftigt an den Standorten Nürnberg, Neumarkt, Hamburg und Hermsdorf-Reichenbach über 300 Mitarbeiter.[3]

Weltweit ist die Gruppe mit 20 weiteren, eigenen Auslandsgesellschaften und Büros sowie zahlreichen Handelspartnern vertreten und in über 70 Ländern aktiv. Gesellschaften und Repräsentanzen außerhalb Deutschlands befinden sich in China, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.[4]

Produktbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überspannungsschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Portfolio für den Überspannungsschutz bietet mit der „Red/Line“-Produktlinie Schutzgeräte für die Energietechnik und mit der „Yellow/Line“-Produktlinie Schutz für die Signal- und Datenübertragung sowie MSR- und Informationstechnik. Überspannungsschutzgeräte zur Gebäudeinstallation unterteilt man in:

  • Typ-1-Ableiter, die Blitz-Teilströme der Wellenform 10/350 μs zerstörungsfrei ableiten können und daher Blitzstrom-Ableiter genannt werden.
  • Typ-2- und Typ-3-Ableiter, die zum Schutz vor Überspannungen eingesetzt werden (Überspannungs-Ableiter).

Blitzschutz/Erdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die äußere Blitzschutzanlage (Fangeinrichtung, Ableitung und Erdungsanlage) dient dem Schutz von Personen und schützt Gebäude und Anlagen vor Brand und Zerstörung. Darüber hinaus reduziert sie den Einfluss von elektromagnetischen Blitzfeldern.

Arbeitsschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Produktbereich Arbeitsschutz bietet im Rahmen der 5 Sicherheitsregeln ein umfassendes Angebot von Erdungs- und Kurzschließvorrichtungen über Spannungsprüfer und Sicherungszangen für das Arbeiten im freigeschalteten Zustand einer Anlage oder für das Arbeiten unter Spannung (AuS). Produkte für die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Einsatz bei Arbeiten an elektrischen Anlagen runden das Angebot ab.

Branchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kunden stammen vor allem aus folgenden Branchen: Wohn- und Zweckbau, Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Telekommunikation und Mobilfunk, Transport und Verkehr, Fertigungs- und Prozessindustrie sowie die Sicherheitstechnik.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist seit 2011 Stifter der Professur „Blitz- und Überspannungsschutz“ an der TU Ilmenau.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. etz: Dehn eröffnet Standort in Mühlhausen. etz, 27. Januar 2014, abgerufen am 12. August 2014.
  2. M.Heberer: Welt der Blitze. In: ep lernen und können. Nr. 4, 2014, S. 1–2.
  3. DEHN INSTATEC: DEHN INSTATEC. DEHN INSTATEC, abgerufen am 9. Dezember 2015.
  4. DEHN gründet Tochtergesellschaft in den Arabischen Emiraten. DEHN Deutschland, abgerufen am 23. März 2016.
  5. TU Ilmenau: FG Blitz- und Überspannungsschutz. TU Ilmenau, abgerufen am 12. August 2014.

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dehn und Söhne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 16′ 5″ N, 11° 27′ 42″ O