Demephion

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Strukturformel
Strukturformel von Demephion-S Strukturformel von Demephion-O
Gemisch von zwei Strukturisomeren
Allgemeines
Name Demephion
Andere Namen
  • Tinox
  • Cymetox
  • Methyldemetonmethyl
  • O,O-Dimethyl-S-(2-methylthioethyl)thiophosphat
  • O,O-Dimethyl-O-2-ethylmercaptomethylthionophosphat
Summenformel C5H13O3PS2
CAS-Nummer
  • 682-80-4 (Racemate)
  • 8065-62-1 (Demephion-O)
  • 2587-90-8 (Demephion-S)
PubChem 2570
Kurzbeschreibung

Flüssigkeit[1][2]

Eigenschaften
Molare Masse 216,27 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,218 g·cm−3 (Demephion-S)[3]

Brechungsindex

1,508 (25 °C, Demephion-S)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[4], ggf. erweitert[1]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​311
P: ?
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Demephion ist ein Gemisch zweier chemischer Verbindungen (Demephion-S und Demephion-O) aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester. Bei der Herstellung entstehen beide Isomere (das Thion- und Thiolisomer) gleichzeitig.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demephion wurde seit 1955[5] als Insektizid verwendet und bis 1979 in der DDR zugelassen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Demephion-S in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. Oktober 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Eintrag zu Demephion-O in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 16. September 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. a b R. Edmundson: Dictionary of Organophosphorus Compounds. CRC Press, 1987, ISBN 978-0-412-25790-2, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Eintrag zu Demephion-S im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. herts.ac.uk: demephion, abgerufen am 16. September 2016.
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands; abgerufen am 18. Februar 2016.