Transdermal

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Dieser Artikel behandelt das Adjektiv. Zur auch als Microdermal bezeichneten Körpermodifikation siehe transdermales Implantat.
Dieser Artikel betrifft die Fähigkeit von Arzneistoffen, bei entsprechender Anwendung über die Haut aufgenommen zu werden. Für die allgemeine Eigenschaft von Stoffen u.ä., die Haut durchdringen zu können, siehe perkutan.
schematischer Querschnitt menschlicher Haut

Der Begriff transdermal (von lat. trans „durch, hindurch“ und griech. derma „Haut“) wird meist zur Beschreibung der Verabreichung von Arzneistoffen zur Resorption (Aufnahme) über die Haut benutzt.

Als Darreichungsformen stehen vor allem transdermale Pflaster zur Verfügung. Voraussetzung für die transdermale Resorption ist ein gewisses Maß an lipophilen Eigenschaften und eine relativ geringe Größe des Wirkstoffmoleküls.[1] Beispiele für Arzneistoffe sind das Opioid Fentanyl in der Schmerztherapie, Nikotinpflaster zur Raucherentwöhnung, Östrogene zur Hormonersatztherapie (HET) und NO-freisetzende Nitroverbindungen zur Behandlung ischämischer Krankheiten wie Angina pectoris, Scopolamin zur Behandlung einer Kinetose (Reisekrankheit) und Östrogen/Gestagen-Wirkstoffkombinationen zur hormonellen Empfängnisverhütung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie, Thieme Verl. 2003, 15. Aufl.


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