Der Aktionär

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Dieser Artikel behandelt das Börsenmagazin Der Aktionär; für den Fernsehsender gleichen Namens (ehemals: DAF - Deutsches Anleger Fernsehen) siehe Der Aktionär TV.
Der Aktionär
Fachgebiet Anlegermagazin
Sprache deutsch
Verlag Börsenmedien AG (Deutschland)
Erstausgabe 1996
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2017)
38.021 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 2/2017) 38.388 Exemplare
Reichweite (AWA 2015) 0,15[1] Mio. Leser
Chefredakteur Markus Horntrich
Herausgeber Bernd Förtsch
Weblink www.deraktionaer.de
ISSN 1432-4911

Der Aktionär ist ein Börsenmagazin, das von der Börsenmedien AG aus Kulmbach herausgegeben wird. Im Jahre 1994 unter dem Namen Bulle und Bär gegründet, erschien das Magazin 1996 erstmals unter dem Namen Der Aktionär. Damals noch monatlich veröffentlicht, wird der Aktionär seit dem Jahr 2000 wöchentlich publiziert und berichtet über Aktien, Derivate, Fonds sowie das Geschehen an den internationalen Börsen. Der Aktionär ist Pflichtblatt an allen deutschen Börsen.

Herausgeber des Aktionärs ist der Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch.

Der Aktionär hat eine wöchentliche verbreitete Auflage von 38.388 Exemplaren[2] und ist laut der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) das am Kiosk umsatzstärkste Magazin in diesem Segment.[3] Von 2005 bis 2007 war der Aktionär mit Der Aktionär TV auf N24 vertreten.[4] Nach zwei Jahren Pause wurde dieses Sendeformat beim Deutschen Anleger Fernsehen wieder aufgegriffen.[5]

Mit Der Aktionär-Online setzt der Aktionär das Konzept des Print-Magazins im Internet fort. Den Schwerpunkt bilden konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sowie die Einschätzung aktueller Nachrichten. Der Aktionär Online wird von der AGOF gemessen und zählt 230.000 Unique User (Stand: November 2011).[6] Die Internet-Seite ist Bestandteil des Business&More-Vermarktungsnetzwerks, einem Produkt der netzathleten.net GmbH, einer hundertprozentigen Tochter von IP Deutschland.[7]

Im Jahre 2002 geriet das Magazin in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Gegen den ehemaligen Chefredakteur Sascha Opel (1999–2000) wurde wegen Insiderhandel ermittelt.[8] Der Herausgeber Bernd Förtsch, gegen den ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet wurde, konnte sämtliche Verdachtsmomente gegen sich ausräumen.[9] Opel wurde von Olaf Hordenbach abgelöst, der das Amt des Chefredakteurs bis 2007 bekleidete. Von 2007 bis 2010 wurde die Redaktion von Michael Lang geleitet. Im Anschluss übernahm ab dem 1. August 2010 Frank Phillipps die Rolle des Chefredakteurs des Aktionärs. Zum Jahreswechsel 2011/12 verließ Frank Phillipps das Magazin, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Neuer Chefredakteur ist seitdem Markus Horntrich, bis dahin Leiter des Ressorts Aktien. Sein Stellvertreter ist Martin Weiß.[10] Im Jahre 2010 geriet das Magazin erneut in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Alfred Maydorn, ehemaliger DAC-Fondsberater und ebenfalls einst Vize-Chef des „Aktionärs“, wurde 2010 wegen Marktmanipulation und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Er hatte im Blatt und im eigenen Börsenbrief Aktien empfohlen und danach teuer abgestoßen. Auch nach dem Urteil durfte er 2011 im „Aktionär“ noch seine Lieblingsaktie empfehlen.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse – Printmedien, abgerufen am 13. Januar 2016.
  2. laut IVW, zweites Quartal 2017 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. media4markets.de
  4. Der Aktionär TV - Fernsehsendung auf N24 zum Thema Aktien / Börse aus Kulmbach. In: livinglogic.de. 15. Februar 2005. Abgerufen am 2. März 2009.
  5. daf.de, Abgerufen am 31. Oktober 2011
  6. agof.de
  7. internetworld.de
  8. Insiderhandel Anklage gegen Börsenredakteur, manager-magazin.de vom 17. April 2002. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  9. focus.de
  10. quadriga-communication.de
  11. Bernd Förtsch - Investor mit mysteriösem Geldkreislauf, in Wirtschaftswoche, 28. August 2014