Kulmbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kulmbach
Kulmbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kulmbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 6′ N, 11° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 92,79 km2
Einwohner: 25.781 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95326
Vorwahl: 09221
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 128
Stadtgliederung: 76 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
95326 Kulmbach
Website: www.kulmbach.de
Oberbürgermeister: Ingo Lehmann (SPD)
Lage der Stadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach
BayreuthLandkreis KronachLandkreis HofLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsMainleusWonseesWirsbergUntersteinachTrebgastThurnauRugendorfNeuenmarktNeudrossenfeldKulmbachKödnitzKasendorfHimmelkronHarsdorfGuttenberg (Oberfranken)GrafengehaigPresseckStadtsteinachMarktschorgastMarktleugastLudwigschorgastKupferbergThüringenKarte
Über dieses Bild

Kulmbach ist eine Große Kreisstadt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach und der Sitz des Landratsamtes. Sie liegt am Main, etwa 20 km nördlich von Bayreuth.

Die Stadt ist bekannt wegen der dort ansässigen Brauerei, der Plassenburg, die unter anderem das Deutsche Zinnfigurenmuseum beherbergt, die größte Zinnfigurensammlung der Welt, und wegen der in Kulmbach produzierten Bratwurst.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrskarte aus dem Jahr 1912 mit Frankenwald am oberen rechten Rand
Plassenburg

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulmbach liegt in der Mitte des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken, etwa 20 km nordwestlich von Bayreuth. Hof, Bamberg und Coburg liegen ungefähr gleich weit weg. Am westlichen Stadtrand entsteht aus den beiden Quellflüssen, dem Roten und dem Weißen Main, der Main.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 76 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Besiedlung und Grafen von Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Zeit um 900 n. Chr. ist eine Kleinsiedlung im heutigen Stadtteil Spiegel bekannt, die aus einem Forsthof und einem bewehrten Fronhof zum Schutz des Mainübergangs am Grünwehr bestand. Das Gebiet ging später an die Grafen von Schweinfurt über, die sich in der Herrschaftsausübung meist von den Walpoten vertreten ließen.

Zum ersten Mal wurde der Name Kulmbach als kulma in einer Schenkungsurkunde in der Alkuinbibel zwischen 1028 und 1040 erwähnt. Der Name stammt von einem Bach, der vom Berg herunterkommt (Culmin-aha, Culmna). Dieser Bach wurde später aus einem Missverständnis heraus in Kohlenbach umbenannt.

Grafen von Dießen-Andechs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Karte mit dem Gebiet Bamberg (unten) bis Kulmbach (oben) aus dem 16. Jahrhundert. Nach Osten (oben) ist die Karte stark verzerrt

Als die Schweinfurter Grafen im Mannesstamme ausstarben, kam Kulmbach durch die Heirat der Erbtochter Gisela mit Graf Arnold von Dießen an das Geschlecht der Dießen-Andechser.

Die Grafen erwarben weitere Gebiete rund um Kulmbach, erbauten im ersten Drittel des zwölften Jahrhunderts die erste Veste Plassenburg und gründeten in der heutigen Oberen Stadt eine Marktsiedlung und eine Kirche. Die Andechser erhielten im Jahre 1180 von Kaiser Barbarossa die Reichsfürstenwürde und den Herzogstitel von Meranien nach dem Ort Marano zwischen Venedig und Triest (heute Marano Lagunare). Um 1231 erhielt Kulmbach Stadtrechte. Anstelle der alten Plassenburg, über deren Standort man sich nicht sicher ist, erbauten die Herzöge auf einem Bergsporn oberhalb Kulmbachs eine neue Burg. Mit dem letzten Herzog von Meranien, Otto II., der 1248 kinderlos starb, endete die Herrschaft der Meranier.

Die Plassenburg von oben

Orlamünder und Hohenzollern (bis 1553)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach jahrelangen Erbstreitigkeiten fiel die Herrschaft Plassenburg und damit Kulmbach 1260 an das thüringische Grafengeschlecht Orlamünde. Die Orlamünder vollendeten die neue Plassenburg und gründeten das Kloster Himmelkron. Schließlich verpfändeten sie Burg und Stadt. 1340 übernahmen nach dem Tode des letzten Orlamünde auf Grund eines Vertrages die Burggrafen von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern Kulmbach und die Plassenburg.

Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Plassenburg Residenz des Burggrafenamtes, später des hohenzollernschen Fürstentums Kulmbach (auch: Brandenburg-Kulmbach, bzw. nach 1604 Brandenburg-Bayreuth). Durch die günstige Lage an den Alt- und Geleitstraßen nach Bamberg, Nürnberg, Eger, Hof und Leipzig blühte der Handel in der Stadt – es bildeten sich Zünfte der Tuchmacher, Barchentweber, Färber und Seidensticker. Im Jahre 1398 lebten in Kulmbach 1500 bis 2000 Einwohner, dies lässt sich aus einem burggräflichen Bestandsverzeichnis über Grundstücke, Häuser und Steuern entnehmen. Die Stadt wurde regiert von einem herrschaftlichen Vogt, dem Bürgermeister und einem Rat angesehener Bürger.

Durch die Übertragung des Fürstenprivilegs 1363, der Kurwürde und des Besitzes der Mark Brandenburg 1415 nannten sich danach alle fränkischen Hohenzollern Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach. Von 1411 bis 1529 standen Kulmbacher als Kanzler an der Spitze der Verwaltung der Mark Brandenburg (Friedrich Sesselmann, Sigismund Zehrer und Sebastian Stublinger).

Am 31. Januar 1430 brandschatzten die Hussiten die Stadt.

Im Zuge des Wiederaufbaus der weitgehend zerstörten Stadt wurde auch die Petrikirche in spätgotischem Stil wiedererrichtet, in der unter Markgraf Georg dem Frommen 1528 der erste evangelische Gottesdienst gefeiert wurde.

In Kulmbach bestand vor 1573 ein mittelalterliches Leprosorium; später existierte davon noch die Nikolaus-Kapelle, die 1666 vergrößert wurde.[3]

Der Konraditag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markgraf Albrecht Alcibiades wollte ganz Franken unter seine Herrschaft bringen und ein fränkisches Herzogtum gründen. Damit zog er sich die Gegnerschaft der Bistümer Bamberg und Würzburg zu, die sich mit der Freien Reichsstadt Nürnberg verbündeten. Im Bundesständischen Krieg, auch (2.) Markgräflerkrieg genannt, nahm diese Allianz am Konraditag (benannt nach dem heiligen Konrad von Konstanz), dem 26. November 1553 Kulmbach ein und plünderte die Stadt (→ Belagerung von Kulmbach und der Plassenburg). Am 21. Oktober 1554 wurde auch die Plassenburg, deren Besatzung den Feinden bis dahin standgehalten hatte, in Brand gesteckt und zerstört. Die Schlacht ist im Deutschen Zinnfigurenmuseum in Kulmbach nachgestellt.[4]

Blick über Kulmbach, Plassenburg und Innenstadt

Hohenzollern (nach 1553) und Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1557 wurde die Stadt unter dem neuen Markgrafen Georg Friedrich wieder aufgebaut, 1559 begann auch der Wiederaufbau der Plassenburg zu einem der bedeutendsten Renaissancebauwerke in Deutschland. Allerdings verlegte der Nachfolger Georg Friedrichs, Markgraf Christian, den Sitz der Residenz 1604 in das benachbarte Bayreuth, da die Plassenburg nicht mehr den Vorstellungen des höfischen Absolutismus genügte, führte den Aufbau der Festung jedoch auch zu Ende. Die Residenz wurde später allerdings mehrmals nach Kulmbach zurückverlegt, einmal 1605 wegen eines Stadtbrandes in Bayreuth und dann im Dreißigjährigen Krieg aus Sicherheitsgründen. Auch Kulmbach wurde als protestantische Stadt von den kaiserlichen Truppen gebrandschatzt, die Plassenburg erwies sich jedoch als uneinnehmbar.

Nachdem die Residenz 1642 endgültig nach Bayreuth verlegt worden war, verlor Kulmbach seine politische Bedeutung. Somit lassen sich über die folgenden Jahre keine bedeutenden Fakten finden. Als Markgraf Carl Friedrich Alexander das Markgraftum Brandenburg-Bayreuth wegen seiner Geliebten Lady Elizabeth Craven an seinen Vetter, den König von Preußen verkaufte, wurde am 16. Januar 1791 auch Kulmbach preußisch. Die Plassenburg nutzte man in den folgenden Jahren als Lager für französische Kriegsgefangene.

Franzosen und Bayern (1806–1933)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Plassenburg ein strategisches Hindernis für die im Jahre 1806 in den Krieg gegen Preußen ziehenden französischen und bayerischen Truppen darstellte, wurde die Stadt Kulmbach im Oktober und November 1806 besetzt. Nach der Kapitulation ihrer preußischen Besatzung wurden die Wehrmauern der Plassenburg geschleift, um sie als Festung militärisch wertlos zu machen. Schließlich wurde Kulmbach im Jahr 1810 Bayern zugesprochen.

Im Jahre 1846 bekam die Stadt einen Anschluss an die König-Ludwig-Süd-Nord-Bahn. Das hatte ein enormes Wirtschaftswachstum zur Folge, weil damit der Export von Gütern entschieden erleichtert wurde. 1863 wurde mit der "Mechanischen Baumwollenspinnerei Kulmbach" der erste große Industriebetrieb in Form einer Aktiengesellschaft in Kulmbach gegründet. Das Unternehmen firmierte ab 1870 als Kulmbacher Spinnerei.[5] Die Anzahl von Brauereien wuchs auf 26 bis zum Jahr 1882.

1890 wurde Kulmbach kreisfreie Stadt.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in Kulmbach übernahm die NSDAP 1933 die Macht, auf der Plassenburg wurde die Reichsschule der deutschen Technik eingerichtet. Dafür bekam Kulmbach einen Autobahnanschluss, der Beginn der heutigen Bundesautobahn 70. Anfang 1945 wurde Kulmbach kampflos von den amerikanischen Truppen eingenommen.

Nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kreisgebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die Landkreise Kulmbach und Stadtsteinach zusammengelegt. Kulmbach wurde zum Sitz des Landkreises bestimmt.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 fand in Kulmbach der 5. Tag der Franken statt, der unter dem Motto Franken genießen stand.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1902 wurde die Gemeinde Blaich eingegliedert. Am 1. April 1946 kamen Kauernburg, Mangersreuth und Metzdorf hinzu. Am 1. Juli 1972 folgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinde Burghaig.[6] Höferänger, das bis 1955 Unterdornlach hieß, kam am 1. Januar 1974 hinzu. Kirchleus, Lehenthal, Lösau und Oberdornlach folgten am 1. Januar 1976. Katschenreuth, Leuchau (ohne das 1. Januar 1972 eingegliederte Langenstadt) und Melkendorf schlossen am 1. Juli 1976 die Reihe der Eingemeindungen ab.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 27.116 auf 25.915 bzw. um 4,4 %. Am 31. Dezember 1996 hatte die Stadt 28.488 Einwohner. Beim Zensus am 9. Mai 2011 betrug die Einwohnerzahl der Großen Kreisstadt Kulmbach 26.678.

Gemeinde Kulmbach

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939
Einwohner 3.651 3.966 3.749 3.771 4.743 4.939 5.216 5.815 6.303 6.999 8.112 9.428 10.543 10.731 10.406 11.874 12.089 12.641
Häuser[8] 482 532 571 748 1.041
Quelle [9] [10] [10] [11] [10] [12] [10] [10] [13] [14] [14] [15] [14] [14] [14] [16] [14] [14]
Jahr 1946 1950 1961 1970 1987 1996 2008 2017
Einwohner 21.812 24.193 23.467 24.418 27.241 28.488 27.099 26.002
Häuser[8] 2.234 2.952 5.938 7.027
Quelle [14] [17] [18] [19] [20] [21] [21]

Ort Kulmbach

Jahr 001809 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 3.573 3.651 3.771 4.948 6.303 9.428 11.349* 18.677* 18.635* 21.792 24.247
Häuser[8] 482 571 748 1.038* 1.665* 2.225* 5.183
Quelle [22] [9] [11] [12] [13] [15] [16] [17] [18] [19] [20]
inklusive 29 Gemeindeteile der ehemaligen Gemeinden Burghaig, Kauernburg, Lehenthal, Mangersreuth, Melkendorf und Metzdorf
Historische Ansicht von Kulmbach

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen seit 2002 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Parlament:

Partei / Liste 2002 2008
CSU 11 10
SPD 12 9
GRÜNE/Offene Liste 1 3
Wählergemeinschaft Kulmbach 6 7
FDP 1
Gesamt 30 30
Sitzverteilung
    
Insgesamt 30 Sitze
     
Insgesamt 30 Sitze
Partei / Liste 2014[23] 2020[24]
CSU 11 9
SPD 9 8
GRÜNE/Offene Liste 2 4
Wählergemeinschaft Kulmbach 7 6
FDP 1 1
AfD 2
Gesamt 30 30
Sitzverteilung
     
Insgesamt 30 Sitze
      
Insgesamt 30 Sitze
Oberbürgermeister Lehmann (2020)

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Stadt Kulmbach
Blasonierung:Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz; hinten in Blau oben ein herschauender, rot bewehrter silberner Löwe, unten ein rot bewehrter silberner Adler.“[26]

Ministerialentschließung vom 3. Juni 1922.

Wappenbegründung: Die Grafen von Andechs-Plassenberg gründeten Kulmbach. Über die Grafen von Orlamünde kam Kulmbach 1340 an die Burggrafen von Nürnberg. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts sind Abdrucke eines Siegels überliefert, das nicht vor 1420 geschnitten worden ist. Im gespaltenen Schild steht vorne die Zollernvierung, hinten der Löwe aus dem Wappen der Grafen von Orlamünde und der Adler aus dem Wappen der Grafen von Andechs-Meranien. Eine farbige Wappenzeichnung ist im Stadtbuch von 1530 überliefert. Abbildungen sind auch auf zwei Wappensteinen aus dem frühen 16. Jahrhundert und von 1592 überliefert. In einer Abbildung von 1597 ist die hintere Schildhälfte geteilt. Oben steht ein hundeähnlicher Löwe mit einem Ring um den Leib; daraus wurde im Lauf der Zeit eine Meerkatze. In einem Wappenbuch von 1605/09 stehen ein schwarzer Löwe in goldenem Feld und ein silberner Adler in rotem Feld. Offenbar hielt man die beiden für die Wappenfiguren der Burggrafen von Nürnberg und der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth. Bei der Wappenrevision von 1819 zeigte die Zollernvierung die bayerischen Landesfarben Silber und Blau, der Löwe stand rot in schwarzem Feld, der Adler silbern in Rot. 1834 bekam die Vierung wieder die Farben Silber und Schwarz, der Löwe stand schwarz in goldenem Feld. Erst 1922 wurde das Wappen in seiner alten Form und in seinen alten Farben wieder angenommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DeutschlandDeutschland Mit Lüneburg (Niedersachsen) besteht seit 1967 eine Städtefreundschaft.[27]

Freizeit, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Verein ATS Kulmbach 1861 ist einer der ältesten und größten Sportvereine in Bayern.
  • Kulmbacher Flugplatz EDQK

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beflaggung der Kulmbacher Altstadt (hier in der Spitalgasse) anlässlich des Bierfestes
  • Deutsches Zinnfigurenmuseum Plassenburg
  • Staatliche Museen Plassenburg mit
    • Armeemuseum Friedrich der Große
    • Landschaftsmuseum Obermain in der Plassenburg mit einer Replik der Ebstorfer Weltkarte und den Abteilungen Reformation, Zerstörung Kulmbachs 1553 und Wiederaufbau der alten Residenzstadt. Bei dem Pörbitscher Schatz, der 1912 bei Bauarbeiten wieder aufgefunden wurde, handelt es sich um Gold- und Silbergeschirr der reichen Kaufmannsfamilie Gutteter, die ihn im Dreißigjährigen Krieg in ihrem Garten vergraben ließ.
  • Das Badhaus ist eine von acht wissenschaftlich erforschten Badstuben in Deutschland. Die Bereiche Badstube, Umkleide- und Ruheraum, Vorbad und Heizraum wurden restauriert und geben einen Eindruck von den Badegewohnheiten des Mittelalters. Auf einer offenen Galerie im Obergeschoss werden Werke junger Künstler aus der Region ausgestellt.[28]
  • Bayerisches Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof
  • Bayerisches Bäckereimuseum im Kulmbacher Mönchshof
  • Deutsche Gewürzmuseum im Kulmbacher Mönchshof
  • Freilichtmuseum „Alter Friedhof“

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Industrialisierung hatten Stadtumbauten mehr oder weniger große Verluste historischer Bausubstanz zur Folge. Galten diese Baumaßnahmen im späten 19./frühen 20. Jahrhundert noch der Errichtung von Industrieanlagen und Prachtstraßen, so war es besonders in den 1960er Jahren das Ziel, Kulmbachs Stadtmitte mit modernen Geschäftsflächen und zeitgemäßer Verkehrserschließung auszustatten. Heute ist es meist der marode Zustand der betreffenden Häuser, der eine denkmalgerechte Sanierung technisch und finanziell erschwert und so zum Abriss der Objekte führt (z. B. Unteres Stadtgässchen 4[29]). Dennoch hat sich der historische Stadtkern Kulmbachs in großen Teilen erhalten. Das Ensemble der Altstadt wird geprägt vom Wiederaufbau ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (also nach der Zerstörung 1553) und weist daher stellenweise eine bemerkenswerte stilistische Geschlossenheit auf. Der im 16. Jahrhundert vorherrschenden Mode nach wurden die Häuser in der direkten Wiederaufbauzeit im Renaissance-Stil errichtet, sofern die Bauzeit schon in das 17. Jahrhundert fällt, finden sich auch bereits frühbarocke Formen. Da die Gebäude auf bestehende Fundamente und Parzellen gebaut wurden, ist der Stadtgrundriss allerdings wesentlich älter als die Bebauung selbst.

In die nachfolgende Liste wurden Gebäude entweder aufgrund ihrer Bedeutung für das herrschaftliche und städtische Leben Kulmbachs oder wegen ihrer architektonischen Qualität aufgenommen:

Romanik/Gotik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zur Spitalkirche
  • Die Petrikirche ist eine ehemalige Wehrkirche, deren Erbauungszeit ungesichert ist. 1174 wurde eine Pfarrstelle in Kulmbach erstmals erwähnt; anzunehmen ist, dass der Pfarrer in der Petrikirche gewirkt hat. Der Kirchturm diente zeitweise als Kanonenplattform, erst später erhielt er ein Spitzdach. Nach der Zerstörung im Hussitenkrieg 1439 wurde sie als spätgotische Hallenkirche wieder aufgebaut. 1878/80 wurde sie innen neugotisch ausgestaltet. Bemerkenswert sind der Altar von Brenk und Schlehdorn sowie zahlreiche wertvolle Gemälde. Sie ist die Grabkirche der Hohenzollern-Herrschaft.[30]
  • Die Stadtbefestigung entlang des Schießgrabens und des Festungsbergs stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Erhalten sind noch fünf Stadttürme:
    • Der Weiße Turm wurde im 14. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert umgestaltet. Benutzt wurde er bis in das 19. Jahrhundert als Schuldgefängnis.
    • Das Bürgerloch ist nur noch als Ruine erhalten. Zusammen mit dem benachbarten Weißen Turm war das Bürgerloch eine Doppelturm-Toranlage.[31]
    • Der Rote Turm besitzt als architektonische Besonderheit eine als geschweifter Spitzhelm gestaltete Dachkonstruktion.[32]
    • Der Heilingschwertturm aus dem 14. Jahrhundert ist als runder Schalenturm Bestandteil der Stadtbefestigung am Schießgraben.[33]
    • Der Fronvestenturm
    • Der Buckelquaderturm

Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das wichtigste Bauwerk Kulmbachs ist die Plassenburg, eine der größten Festungsbauten der Renaissance in Deutschland. Sie ist auch Ursprung der Sage von der Weißen Frau.
  • Die Burggüter der Stadt Kulmbach stammen größtenteils aus dem späten 16. Jahrhundert. Hervorzuheben sind das Künßbergsche Schlösslein und das Burggut Waaggasse 5.
  • Das Badhaus wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde wissenschaftlich erforscht und restauriert, zum Teil dient es heute als Galerie (siehe auch unter Museen).[34]
  • Die Markgräfliche Kanzlei wurde 1562/1563 nach Plänen von Caspar Vischer erbaut. Das imposante Gebäude befindet sich am oberen Ende der Oberen Stadt.
  • Die meisten Bürgerhäuser entstanden in den Jahrzehnten um 1600, besonders wenn die Häuser in Fachwerk-Bauweise ausgeführt sind, finden sich an vielen Fassaden Beispiele bemerkenswerter Bauformen und Gestaltungen.[35]
  • Rehturm (auch Rehbergturm genannt), ein 1498 auf dem Rehberg errichteter Wart- und Signalturm, der 1891 auf 30 m erhöht wurde und seither als Aussichtsturm genutzt wird.[36]

Barock/Rokoko/Markgrafenstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“ am Schießgraben, auch ULF genannt.
Innenraum der katholischen Pfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau“
  • Der Langheimer Amtshof wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Leonhard Dientzenhofer erbaut. Er dient heute als Schulungsstätte der Akademie für neue Medien und der Berufsfachschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten.
  • Der Zinsfelderbrunnen wurde 1660 errichtet. Die auf der Brunnensäule stehende Figur des Zinsfelders symbolisiert die Marktfreiheit. Ursprünglich stand dieser Brunnen am Marktplatz, mittlerweile befindet er sich am Holzmarkt.
  • Die Spitalkirche wurde 1738/1739 an Stelle der Elisabethenkapelle errichtet.[37]
  • Das Kulmbacher Rathaus wurde 1752 erbaut. Die Pläne der Rokokofassade stammen vom Bayreuther Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre, der unter Einflussnahme des Bayreuther Markgrafen eine Fassade für das Gebäude entwarf. Das vorherige, später wieder abgerissene Rathaus stammt aus der Zeit zwischen 1500 und 1530 und wurde im Bundesständischen Krieg zerstört.[38]
    • Links vom Eingangsportal ist der Kulmbacher Fuß (29 cm) aus Eisen in die Mauer eingelassen und rechts davon die Kulmbacher Elle (83 cm). Es waren gebräuchliche Längenmaße in früheren Zeiten.[39]
  • Gegenüber der Markgräflichen Kanzlei steht das Prinzessinnenhaus, das 1722 für die Markgräfin Christiane Sophie erbaut wurde. Sie wurde nach Kulmbach verbannt, weil sie zwei uneheliche Kinder auf die Welt brachte.

Historismus/Jugendstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Luitpoldbrunnen auf dem Marktplatz wurde 1896–1899 nach einem gemeinsamen Wettbewerbsentwurf des Architekten Martin Dülfer und des Bildhauers Eduard Beyrer zu Ehren des Prinzregenten Luitpold im Jugendstil erbaut und am 12. März 1899 eingeweiht.[40] Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Luitpoldbrunnen abgebaut und eingelagert, 1994 wieder aufgebaut. Umgeben von Rathaus, Marktplatz, zahlreichen Cafés und Geschäften bildet er einen der geselligen Mittelpunkte Kulmbachs.[31]
  • Die katholische Stadtpfarrkirche zu Unserer Lieben Frau wurde 1894 nach Plänen von Bruno Specht im Stil der Neugotik erbaut. Davor war die Spitalkirche als Simultankirche auch für katholische Messen geöffnet.
  • In der Kronacher Straße, im Kressenstein und am Schießgraben befinden sich reich verzierte Stadthäuser und Villen aus der Gründerzeit, zum Beispiel die Sandlervilla.
  • Der alte Friedhof mit seinen Grabsteinen, die aus verschiedenen Epochen stammen, reflektiert die Geschichte der Stadt. Davor steht an einer Hauptstraße das Ehrenmal für die in den Kriegen Gefallenen.

Historische Industriebauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach langen Jahren als verarmte Ackerbürgerstadt kam Kulmbach gegen Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Industrialisierung zu neuer Bedeutung. Der daraus resultierende Reichtum der Stadt und der Bürgerschaft spiegelt sich auch in den damals hoch modernen Industriegebäuden, deren Bedeutung durch reiche Verzierungen und die Konsultation bedeutender Architekten unterstrichen wurde. Im Zuge des Strukturwandels in der Textilindustrie und durch das Brauereisterben wurden ab den 1970er Jahren viele Industriegebäude abgerissen, um Platz für eine Modernisierung der Stadt zu schaffen. Zwar wird mittlerweile der architektonische Wert historischer Fabriken erkannt, in Kulmbach finden sich jedoch neben Beispielen gelungener Revitalisierung historischer Industriekomplexe (Spinnerei, Mönchshof) auch heute noch umstrittene Abriss-Projekte zur Modernisierung.

  • Die ehemaligen Produktionsgebäude der Kulmbacher Spinnerei an der Fritz-Hornschuch-Straße, die zwischen 1928 und 1961 entstanden sind, sind von einer modernen, funktionalistischen Architektursprache geprägt. Demgegenüber sind das Pförtnerhaus und die Verwaltungsvilla in historischen Stilformen gehalten. Heute ist u. a. das Fritz-Einkaufszentrum in den ehemaligen Fabrikbauten untergebracht.[41]  
  • Die sogenannte Unima-Malzfabrik nördlich des Bahnhofs und die Meußdoerffer-Malzfabrik an der Bayreuther Straße sind typische Vertreter der reich verzierten Backsteinbauten der Kulmbacher Malzindustrie vom Ende des 19. Jahrhunderts.[42] Beide Fabriken sind auch heute noch in Benutzung.
  • Die einzige noch weitgehend erhaltene Brauerei aus der Zeit um 1900 ist der Gebäudekomplex der früheren Mönchshofbrauerei in der Blaich, in dem sich heute das Bayerische Brauereimuseum befindet.
  • Die ehemalige Petz-Bräu (später Mälzerei Müller) in der Pestalozzi-Straße soll in nächster Zeit für Wohnbebauung abgerissen werden, lediglich der Darrturm soll dabei stehen bleiben. Dieses Projekt ist in der Bevölkerung sehr umstritten, da es sich nach Meinung vieler auch hierbei um ein gut erhaltenes Industriedenkmal handelt und nach vielen Verlusten anderer Industriegebäude noch zu den letzten Zeugen der Kulmbacher Industriegeschichte zählt. Allerdings ist das Gebäude durch langen Leerstand sehr verwahrlost.[43]
  • Der ehemalige Güterbahnhof, der als großer Umschlagplatz einst das Herz der Kulmbacher Industrie war, steht seit Jahren leer. Das Gelände soll nach Bondensanierung die neu zu errichtende siebte Fakultät der Universität Bayreuth beherbergen. Die Stadt Kulmbach strebt in diesem Zusammenhang den Erhalt und die Sanierung des Güterbahnhofsgebäudes an.[44]

Ensembles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als nahezu vollständig erhaltene historische Ensembles sind der Marktplatz, die Obere Stadt, der Röhrenplatz, die Spitalgasse und der Oberhacken sehenswert.
Kulmbacher Altstadt bei Nacht – Obere Stadt, Marktplatz und Zentralparkplatz

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bayerische Staatsministerium des Innern und das Polizeipräsidium Oberfranken veranstalten in Zusammenarbeit mit Antenne Bayern und der Kulmbacher Brauerei in jedem Frühjahr eine Motorradsternfahrt nach Kulmbach. Es ist das größte Motorradtreffen Süddeutschlands und fand im Jahre 2018 zum 18. Male statt.[45]
  • Kulmbacher Volksfest im Mai
  • Dreitägiges Altstadtfest, in weiten Bereichen der Innenstadt, im Juli
  • Blaicher Kerwa, im Juni
  • Kulmbacher Oldtimer-Treffen, im Juni, Ausfahrt mit limitierter Teilnehmerzahl, Fahrzeug-Ausstellung am Sonntag unlimitiert.
  • Am Gregori-Tag im Juli ziehen die Schüler aller Kulmbacher Volksschulen zum Rathausplatz und feiern das Gregori-Fest.
  • Seit 1939 findet Ende Juli/Anfang August die Kulmbacher Bierwoche der Kulmbacher Brauerei statt.
  • Weihnachtsmarkt (1. Adventswochenende Freitag bis Sonntag)
  • Am Heiligen Abend treffen sich Kulmbacher und ehemalige Kulmbacher vormittags zum Frühschoppen in der Oberen Stadt. Die Straße wird gesperrt und es finden sich mehrere Tausend Besucher ein, um Freunde und lange nicht gesehene Bekannte zu treffen.
  • Mönchshof Triathlon

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kulmbacher Genossenschaftsbrauerei Kommunbräu in einer alten Mühle

Neben den üblichen oberfränkischen Spezialitäten ist die Kulmbacher Bratwurst hervorzuheben; sie besteht aus einem sehr feinen Mett und wird in einem Anisbrötchen, dem sogenannten Bratwurststollen, serviert. Die Bratwürste isst man vorzugsweise an einem der zahlreichen Bratwurststände in der Stadt. Weit über die Stadtgrenzen bekannt ist auch das von der Kulmbacher Brauerei AG gebraute Starkbier EKU 28, welches jahrelang als stärkstes Bier der Welt galt. Ihren Ruf als Lebensmittelstandort verdankt die Stadt Kulmbach auch dem Max Rubner-Institut (Bundesanstalt für Lebensmittelsicherheit, ehemals Bundesanstalt für Fleischforschung), das seit dem BSE-Skandal stark aufgewertet wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulmbach ist traditionell ein Produktionsstandort der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Eines der ältesten Kulmbacher Unternehmen ist die 1856 gegründete und heute international tätige IREKS GmbH mit den Geschäftsfeldern Backzutaten für Bäcker und Konditoren, Braumalze, Aromen, Speiseeis-Produkte und Agrarhandel. Die RAPS GmbH & Co. KG produziert in mehreren über Kulmbach verteilten Werken Gewürze für gewerbliche Anwendungen. Relativ neu am Ort sind die biotechnische Pharmazie in Gestalt der Axolabs GmbH (seit März 2017 Teil des britischen LGC-Konzerns), sowie der Bau und Vertrieb von Warmwasser- und Klimageräten, Wärmepumpen, Speicher- und Direktheizgeräten, wie sie die Glen Dimplex Deutschland GmbH herstellt. Die AGO AG ist auf Biomasse- und Blockheizkraftwerke und den wärme- und kältetechnischen Anlagenbau mit Kraft-Wärme-Kältekopplung spezialisiert. Bis 1996 war noch die Textilindustrie mit der Kulmbacher Spinnerei ein relevanter Wirtschaftszweig in Kulmbach.

Einkaufszentrum „fritz“ – ehemals Kulmbacher Spinnerei
Blick auf die Umgehungs- und E.-C.-Baumann-Straße

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Max-Hundt-Volksschule Kulmbach ist eine der ersten zehn Ganztagsschulen in Bayern. Es gibt das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium und das Caspar-Vischer-Gymnasium sowie die Carl-von-Linde-Realschule und die zum Beruflichen Schulzentrum (BSZ) gehörenden Schulen Hans-Wilsdorf-Schule (Berufsschule und Wirtschaftsschule) und Adalbert-Raps-Schule (Berufs- und Fachoberschule).[46] Weitere Bildungseinrichtungen sind die Fachschule für Bautechnik, Fachrichtung Hochbau, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (ebenfalls am BSZ), die Akademie für Neue Medien, die Schule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten, die Fachschule für Lebensmitteltechnik (lemitec) und die Städtische Musikschule Kulmbach.

Am 20. Juni 2017 beschloss das Bayerische Kabinett im Kulmbacher Rathaus die Errichtung einer siebten Fakultät der Universität Bayreuth. Die Fakultät „Life Sciences – Food & Health“ soll der Erforschung von Nachhaltigkeit und Gesundheit von Ernährung und Lebensmitteln dienen. Der Fakultäts-Campus soll in Kulmbach auf dem ehemaligen Güterbahnhofs-Gelände 1000 Studienplätze bei 20 Professuren bieten. Neben einer enormen Aufwertung des Bildungsstandorts erhofft sich die Stadt eine Erholung vom Bevölkerungsschwund der letzten Jahre. Die Fertigstellung ist 2019 geplant, die ersten Immatrikulationen sind 2020 erfolgt.[47][48]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulmbacher Rathaus mit den traditionellen Bierfässern anlässlich des Bierfestes

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Personen, die mit Kulmbach in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Ludwig Bachmann (1763–1813), Mediziner und Musikwissenschaftler
  • Hans Edelmann (1888–1973), Heimatforscher, war Lehrer in Kulmbach und ist dort gestorben
  • Thomas Fuchsberger (1957–2010), Schlagersänger, Komponist, Regisseur, Fotograf und Autor, im Kulmbacher Mühlbach ertrunken
  • Thomas Gottschalk (* 1950), Moderator, ist in Kulmbach aufgewachsen
  • Konrad Haderlein (1932–2012), Literaturhistoriker, Lyriker und Imker in Kanada, ist in Kulmbach aufgewachsen
  • Hugo Hesse (1855–1923), Naturforscher, lebte ab 1894 in Kulmbach und ist dort gestorben
  • Fritz Hornschuch (1874–1955), Unternehmer, Direktor der Kulmbacher Spinnerei, lebte ab 1900 in Kulmbach und ist dort gestorben
  • Christian Wilhelm von Krohnemann (1636–1686), Festungskommandant der Plassenburg, in Kulmbach gestorben
  • Caspar Walter Rauh (1912–1983), Maler und Zeichner, lebte ab 1955 in Kulmbach und ist dort gestorben
  • Matthäus Schneider (1877–1944), SPD-Politiker, Landtagsabgeordneter, Stadtrat und Gewerkschaftsfunktionär, gestorben im KZ Dachau
  • Johann Christoph Stierlein (1759–1827), Kartograf, verbrachte die Zeit seiner militärischen Laufbahn auf der Plassenburg
  • Matthias Tretzscher (1626–1686), Orgelbauer, gründete 1654 eine Orgelwerkstatt in Kulmbach und ist dort gestorben

Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namenspatenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Stadt wurde ein Airbus A321 der Deutschen Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIRL benannt. Die Namensübertragung erfolgte am 3. November 1995.

Es besteht eine Patenschaft für das Minenjagdboot Kulmbach der Deutschen Marine (Minenjagdboot Klasse 333 – Minenjagdboote Kulmbach-Klasse); das Boot wurde am 31. März 2012 außer Dienst gestellt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulmbach war die erste Stadt Deutschlands, die im Jahr 2021 eine öffentliche Tiefgarage für Elektroautos und Hybridfahrzeuge sperrte, nachdem dort 2020 ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor brannte. Die Stadt Kulmbach begründete die von der bundesweiten Öffentlichkeit kritisch wahrgenommene Entscheidung mit Brandschutzbedenken der örtlichen Feuerwehr.[50][51]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kulmbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kulmbach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kulmbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. November 2020.
  3. Tabelle Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern, in: „Die Klapper“, Zeitschrift der Gesellschaft für Leprakunde, Münster 1995, abgerufen am 25. August 2017. Im Original Kapelle „verlängert“. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muenster.org
  4. Geschichte der Stadt Kulmbach auf der städtischen Homepage
  5. Martin Pöhner: Die Gründung der "Mechanischen Baumwollenspinnerei Kulmbach" 1863. In: Ulrich Wirz, Franz G. Meußdoerffer (Hrsg.): Rund um die Plassenburg. Studien zur Geschichte der Stadt Kulmbach und ihrer Burg. Kulmbach 2003, ISBN 3-925162-21-6, S. 279–299.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 692 f.
  8. a b c Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 2017 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  9. a b R. Barth, S. 744.
  10. a b c d e Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 150, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  11. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 896, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1068, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1017 (Digitalisat).
  14. a b c d e f g h Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 132–133, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 987 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1007–1008 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 867–870 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 639–640 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 161 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 316 (Digitalisat).
  21. a b LfStat: Thurnau: Amtliche Statistik. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 14. November 2020.
  22. R. Barth, S. 724.
  23. Stadt Kulmbach – Endergebnis zur Stadtratswahl
  24. Stadt Kulmbach – Gesamtergebnis zur Stadtratswahl 2020
  25. Oberbürgermeister. Stadt Kulmbach, abgerufen am 5. September 2020.
  26. Eintrag zum Wappen von Kulmbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  27. Stadt Kulmbach – Partnerstädte…
  28. Birgit Tuchen, Öffentliche Badhäuser in Deutschland und der Schweiz im Mittelalter und der frühen Neuzeit, Michael-Imhof-Verlag, Petersberg 2003, ISBN 3-935590-72-5
  29. Der Abriss verändert das Stadtbild. In: inFranken.de. (infranken.de [abgerufen am 6. Januar 2018]).
  30. Petrikirche bei Kulmbach Tourismus und Veranstaltungsservice
  31. a b Kulmbacher Sehenswürdigkeiten bei Bayern Online
  32. Roter Turm bei Kulmbach Tourismus und Veranstaltungsservice
  33. Heilingschwertturm bei Kulmbach Eigenbetrieb Kultur
  34. Das Kulmbacher Badhaus auf der städtischen Homepage
  35. Fachwerkhaeuser in der Stadt Kulmbach. Abgerufen am 6. Januar 2018 (deutsch).
  36. Vom Luginsland auf den Rehberg auf privater Webseite starks-historische-spurensuche.de
  37. Spitalkirche bei Kulmbach Tourismus und Veranstaltungsservice
  38. Das Kulmbacher Rathaus auf der städtischen Homepage
  39. Rathaus Kulmbach (Memento des Originals vom 6. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kulmbach.bayern-online.de auf der städtischen Homepage
  40. Deutsche Bauzeitung, 33. Jahrgang 1899, Nr. 70 (vom 2. September 1899), S. 437 f.
  41. Martin Pöhner: Von der Kulmbacher Spinnerei zum Universitätsstandort - ein Stadtviertel im Wandel der Zeit. Begleitheft zur Ausstellung "Innovationen gestern und heute" der Universität Bayreuth. Hrsg.: Campus Kulmbach der Universität Bayreuth. Kulmbach 2019, S. 25 (uni-bayreuth.de [PDF]).
  42. Thomas Gunzelmann, Angelika Kühn, Christiane Reichert: Kulmbach.Das städtebauliche Erbe. Bestandsanalyse zur Erstellung eines städtebaulich-denkmalpflegerischen Leitbilds. Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege und Stadt Kulmbach (= Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Band 102). Kulmbach 1999, ISBN 3-87490-692-2, S. 155–164.
  43. Melitta Burger: Kulmbach: Streit um alte Mälzerei geht weiter. In: www.frankenpost.de. Frankenpost, 23. Juli 2019, abgerufen am 30. Mai 2021.
  44. Campus Kulmbach: Studieren am alten Güterbahnhof? 17. Oktober 2017, abgerufen am 30. Mai 2021.
  45. aktuelle Website
  46. Homepage des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach
  47. Universität Bayreuth: Beschlossen und verkündet: Universität Bayreuth bald mit Hochschulcampus in Kulmbach. Abgerufen am 6. Januar 2018.
  48. Kulmbach auf dem Weg zur Universitätsstadt: Neue Fakultät für 1000 Studenten soll entstehen. In: inFranken.de. (infranken.de [abgerufen am 6. Januar 2018]).
  49. Bedeutende Kulmbacher auf der städtischen Homepage
  50. Tiefgarage-Verbot für Elektro- & Hybrid-Autos bleibt die Ausnahme. In: pcwelt.de. Abgerufen am 26. Februar 2021.
  51. Bye, bye Tesla: Erstes Parkhaus in Bayern verbietet Elektroautos und Hybride. In: www.merkur.de. Abgerufen am 26. Februar 2021.