Deutsche Edelstahlwerke GmbH

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutsche Edelstahlwerke GmbH
Logo der Deutschen Edelstahlwerke GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1. Januar 2007
Sitz Witten, Deutschland

Leitung

  • Michael Leßmann, Vorsitzender der Geschäftsführung
  • Mathias Rist, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung
  • Jürgen Alex
Mitarbeiter rund 4000
Branche Edelstahl
Website www.dew-stahl.com
Stand: 10. Januar 2017 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2017

Die Deutsche Edelstahlwerke GmbH mit Sitz in Witten ist ein Unternehmen in der Herstellung und Bearbeitung von Edelstahllangprodukten. Sie umfasst die Standorte Witten, Siegen, Krefeld, Hagen und Hattingen, an denen rund 4.000 Mitarbeiter jährlich fast eine Million Tonnen Edelstahl erzeugen und bearbeiten. Die Stahlwerke sind mit 130-t-UHP-Lichtbogenöfen und vertikalen Stranggießanlagen bzw. Kreisbogenanlagen ausgestattet. Außerdem gibt es Walzwerke, Schmiedebetriebe und Blankstahlbetriebe zur Produktion von Draht und Stabstahl.

Die Deutsche Edelstahlwerke GmbH gehört zu der Schmolz + Bickenbach-Gruppe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde das Edelstahl-Unternehmen im Januar 2007 nach der Fusion von Edelstahl Witten-Krefeld und Edelstahlwerke Südwestfalen. Das Unternehmen Edelstahl Witten-Krefeld entstand 1994, die Edelstahlwerke Südwestfalen im Jahre 2004. Die Stammwerke entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Fusionsschema

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fabrikgelände in Witten

Die Produktpalette der Deutschen Edelstahlwerke GmbH reicht vom gezogenen Draht mit 0,8 mm Durchmesser bis hin zu geschmiedeten Produkten von bis zu 1.100 mm Durchmesser. Das Unternehmen produziert Werkzeugstähle, Edelbau- und Wälzlagerstähle, rost-, säure- und hitzebeständige Stähle (RSH-Stähle) sowie den Sonderwerkstoff Ferro-Titanit. Dieser ist ein pulvermetallurgisch hergestellter härtbarer Hartstoff.

In den Betrieben der Deutschen Edelstahlwerke stehen für die Herstellung der bis zu 30 Meter langen Dornstangen eine Langschmiedemaschine RF70 sowie Richt- und Bearbeitungsaggregate zur Verfügung. Kaltwalzen sind ein weiteres Fertigprodukt des Unternehmens. Zur Herstellung werden Chromstähle (2-3 %-Chrom bis 7-12 %-Chrom) verwendet, die schmelzmetallurgische Prozesse wie das Elektroschlacke-Umschmelzverfahren (ESU) oder das Lichtbogen-Vakuum-Umschmelzen (LBV) durchlaufen. Kaltwalzen werden benötigt, um Bleche und Bänder zu walzen, aus denen im weiteren Bearbeitungsprozess Spülen, Aluminiumfolien geformt oder auch Münzen gestanzt werden können. Sonderwerkstoffe werden von den Deutschen Edelstahlwerken und deren Vorgängerunternehmen seit den 1980er Jahren entwickelt und dienen unter anderem zum ballistischen Schutz der Karosserien von VIP-Limousinen.

Deutsche Edelstahlwerke Karrierewerkstatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierewerkstatt Witten

Die Deutsche Edelstahlwerke Karrierewerkstatt GmbH (Eigenschreibweise: Deutsche Edelstahlwerke KarriereWERKSTATT GmbH) wurde 2008 als Tochterunternehmen der Deutschen Edelstahlwerke gegründet und bietet unterschiedliche Bildungsangebote für Unternehmen an. Zu den Angeboten der Karrierewerkstatt gehören die berufliche Erstausbildung, berufliche Umschulungen, die Vorbereitung zur Externenprüfung, Sonderprogramme sowie Schulungen aus dem jährlich erscheinenden Qualifizierungsprogramm. 2012 erweiterte sie ihren Schulungsbereich mit der Inbetriebnahme des Fahrwerks, einer Trainingshalle, die dazu dient, Mitarbeiter/innen und externe Teilnehmer/innen für den innerbetrieblichen Transport zu qualifizieren.

Aktuell umfasst die Karrierewerkstatt drei Standorte in Nordrhein-Westfalen: Witten (Hauptsitz), Siegen und Hagen sowie Krefeld als Bildungskoordination. Die Karrierewerkstatt ist von der Prüfkommission CERTQUA zertifiziert für das Qualitätsmanagementsystem im Bereich der Aus- und Weiterbildung.

Deutsche Edelstahlwerke Härterei Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tochterunternehmen Deutsche Edelstahlwerke Härterei Technik GmbH hat Niederlassungen in Stuttgart und Lüdenscheid. In den Härtereien werden in Kundenbetrieben gefertigte Werkzeuge in Vakuum-, Schutzgas- und Puls-Plasma-Anlagen gehärtet oder oberflächenbehandelt. In den Kammeröfen werden die Verfahren Anlassen, Auslagern, Spannungsarmglühen und Normalglühen durchgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsche Edelstahlwerke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 26′ 1″ N, 7° 19′ 36″ O