Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein

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Deutsche Kriegsgräbergedenkstätte, el-Alamein, Ägypten; achteckiger Zentralbau

Die Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein ist eine Kriegsgräberstätte für 30 Tote des Ersten Weltkriegs und 4.213 Gefallene des Zweiten Weltkriegs in Ägypten. Sie liegt an der Küstenstraße zwischen Alexandria und Marsa etwa 100 Kilometer westlich von Alexandria einen Kilometer nördlich vom Kilometerstein 115.[1]

Sammelfriedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umbettungskommandos der Britischen Armee legten 1943–1947 Sammelfriedhöfe für die Kriegstoten des Commonwealth, Italiens und Deutschlands an. Der deutsche provisorische Sammelfriedhof ging wie der italienische im Jahr 1947 in die Obhut des italienischen Gräberdienstes über. Ab 1953 gewährte der ägyptische Staat dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Tätigkeit in Ägypten. Daraufhin wurde der neue endgültige Sammelfriedhof mit kostenlos gewährtem hellbeigem Kalkstein vom Steinbruch bei Marsah Matrut gebaut.[2]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Kriegsgräbergedenkstätte, el-Alamein, Ägypten; Eingangsbereich mit Mosaik, das Kreuz und Evangelisten zeigt
Deutsche Kriegsgräbergedenkstätte, el-Alamein, Ägypten; Basalt-Obelisk
El Alamein Deutsche Kriegsgräberstätte: Nische mit Sarkophag und Namenstafeln

Der Bau wurde in Form eines Achteckes ausgeführt in Anlehnung an das Castel del Monte und im Stil der Totenburgen. Die Höhe beträgt 12 Meter, der Durchmesser 42 Meter. Die Türme sind niedriger als die Umfassungsmauern. Im Innern führt entlang der Mauern ein Bogengang. Dort befinden sich acht Nischen. Eine dient als Eingangsraum, in dem der 31 gefallenen Soldaten unbekannter Nationalität mit der Bitte um Frieden gedacht wird. In den Gruftkammern von sieben der Nischen sind die Gefallenen eingebettet. An den Rückwänden der Nischen sind die Namen der Gefallenen auf Bronzetafeln aufgeführt. Die Nischen sind durch Gedenksteine in Sarkophagform gekennzeichnet[3]

Einfahrt zur Kriegsagräberstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einfahrt zur deutschen Kriegsgräberstätte in El Alamein, Ägypten von Manfred Bergmeister

Der deutsche Kunstschmied Manfred Bergmeister schuf das Wüstentor, das Eingangstor zur Kriegsgräberstätte El Alamein.[4]

Internationale Gedenkstunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle drei Jahre findet abwechselnd auf der britischen, italienischen oder deutschen Kriegsgräberstätte eine internationale Gedenkstunde zur Erinnerung an das Ende der Schlacht um El Alamein statt.[5]

Kriegsgräberstätten weiterer Nationen im Umkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • El Alamein Commonwealth cemetery
  • Friedhof der lybischen Soldaten
  • Griechisches Ehrenmal
  • Italienische Kriegsgräberstätte

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein
  2. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein
  3. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein
  4. Victoria Spinrad: Der Glücksschmied aus Ebersberg, „Süddeutsche Zeitung“, 28. November 2017
  5. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: El Alamein German cemetery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 30° 53′ 22″ N, 28° 52′ 28″ O