Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft

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Einige Produkte der DSG

Die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft (später Deutsche Service-Gesellschaft der Bahn, Abgekürzt DSG) war ein Tochterunternehmen der Deutschen Bundesbahn mit Sitz in Frankfurt am Main, das 1949 aus der in Westdeutschland vorhandenen Infrastruktur der Mitropa hervorging. Sie bestand bis 1994 bis zur Zusammenlegung mit der Ostdeutschen Mitropa zur Mitropa AG.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DSG bewirtschaftete bis 1974 eigene Schlafwagen, bis 1966 eigene Speisewagen sowie die Halbspeisewagen, Büffetwagen, Snackbarwagen und Liegewagen der Deutschen Bundesbahn, die Züge der US-Truppen in Deutschland, die deutschen Fährschiffe der Vogelfluglinie und die Gastronomie an vielen Bahnhöfen in der Bundesrepublik Deutschland (einschließlich des Westberliner Restaurants im Bahnhof Zoo). Hinzu kamen Gesellschaftswagen, die häufig bei Betriebs- und ähnlichen Ausflügen angemietet wurden und die in den 1980er Jahren entstandenen, heute zur Steigenberger-Gruppe gehörenden, InterCityHotels. Das eingesetzte Wagenmaterial stammte größtenteils aus der Vorkriegszeit und den 1960er Jahren. In den 1970er Jahren wurden versuchsweise Selbstbedienungs-Speisewagen (Quick-Pick) eingesetzt. In Zügen ohne Speisewagen kam die sogenannte Minibar in den Einsatz. Es handelte sich um kleine fahrbare Verkaufswagen, an denen sich die Passagiere mit Heiß- und Kaltgetränken, warmen Würstchen, abgepackten Broten, Snacks und Süßigkeiten eindecken konnten. Die Wagen wurden am Heimatbahnhof bestückt und konnten bei längeren Haltezeiten oder im Zielbahnhof vom Verkaufspersonal an den jeweiligen DSG-Depots aufgefüllt werden.

Juristisch fusionierten DSG und Mitropa ebenso wie DB und DR. Angesichts der erheblichen Vermögenswerte im Besitz der MITROPA ging die DSG bei der Fusion in der MITROPA auf. Damit war die DSG eines der wenigen westdeutschen Unternehmen, die von einem ehemaligen DDR-Unternehmen „geschluckt“ wurden.

Corporate Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DSG führte bis 1971 das aus einem stilisierten „M“ mit Adlerkopf über einem vierspeichigen Rad in ovalem Rahmen bestehende Firmenzeichen der Vorkriegs-Mitropa weiter (volkstümlich als „Gefriergans“ bezeichnet). Auch die Gestaltung der DSG-eigenen Wagen orientierte sich zunächst an der alten Mitropa, einschließlich der eigens für die Mitropa entworfenen Schriftart („Schulpig-Schrift“ von Karl Schulpig). Die Grundfarbe der Wagen änderte sich im Lauf der 1950er Jahre von RAL 3003 rubinrot auf das dunklere RAL 3004 purpurrot.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DSG besaß einige Immobilien, u. a. ein Bürohaus in Frankfurt sowie ein Ferienheim in Traben-Trarbach.

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Ab 1971 erschien ein moderneres Logo in Form eines quadratischen „Kleeblatts“. Dieses wurde auch auf den DSG-eigenen Schlafwagen angebracht. Die moderneren Wagen gingen im Lauf der 1970er Jahre in den Schlafwagenpool über und erhielten „Trans Euro Nacht“-Aufschriften nach internationalem Standard, behielten aber zunächst die purpurrote Grundfarbe und wurden erst später kobaltblau umlackiert. Die DSG verwendete das Kleeblatt-Logo bis zur Vereinigung mit der Mitropa (Ost).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Stöckl: Speisewagen. 100 Jahre Gastronomie auf der Schiene. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-613-01168-9
  • Friedhelm Ernst u. a.: Vom F-Zug zum Intercity. EK-Verlag, Freiburg 1982, ISBN 3-88255-751-6