Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

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Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen
(DIE)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1957 in Frankfurt am Main
Sitz Bonn
Zweck Erwachsenen- und Weiterbildung
Vorsitz Bettina Pröger, Josef Schrader
Umsatz 9.099.130 Euro (2020)
Beschäftigte 119 (2020)
Mitglieder 19 (2020)
Website www.die-bonn.de
Kreuzbauten, Zentrale des DIE in Bonn

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE) ist eine Einrichtung für die Wissenschaft, Politik und Praxis der Erwachsenenbildung mit Sitz in Bonn.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DIE ist eine Einrichtung für Wissenschaft, Politik und Praxis der Erwachsenen- und Weiterbildung in Deutschland. Das von Bund und Ländern geförderte Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es forscht zu Fragen des Lehrens und Lernens Erwachsener, der Weiterbildungsprogramme und Weiterbildungseinrichtungen. Weitere Forschungsgegenstände sind politische und institutionelle Rahmenbedingungen des Lebenslangen Lernens. Darüber hinaus leistet das Institut nach eigenen Angaben Beiträge zum Wissenstransfer in Deutschland und Europa. Infrastrukturen für Forschung und Praxis werden bereitgehalten.[1]

Hauptgebäude des DIE

Das Institut betreibt erziehungs- und bildungswissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit Themen des Lebenslangen Lernens. Fragen von gesellschaftlicher Relevanz sind beispielsweise: Wie können Weiterbildungssysteme so gestaltet werden, dass Beteiligung und Kompetenzen steigen und soziale Disparitäten verringert werden? Wie können Weiterbildungseinrichtungen organisiert und gemanagt werden, so dass sie pädagogisch wirksame Angebote bereitstellen? Auf welche Weise können Weiterbildungsprogramme und -angebote bedarfs- und bedürfnisgerecht entwickelt werden? Wie gelingen Lehren, Lernen und Beraten in der Erwachsenen- und Weiterbildung?[2]

Das DIE

  • betreibt anwendungsorientierte und grundlagenbasierte Forschung,
  • leistet Wissenstransfer und hält Infrastrukturen für Forschung und Praxis bereit,
  • entwickelt innovative Konzepte für die Praxis und
  • berät Akteure in der regionalen, nationalen und internationalen Weiterbildungspolitik.[2]

Das Institut will nach eigenen Angaben die nationale, internationale und interdisziplinäre Vernetzung der Weiterbildung und ihrer Forschung unterstützen. Auch auf internationaler Ebene repräsentiert das DIE die deutsche Weiterbildung: Seine Wissenschaftler sind Mitglieder internationaler Gremien, koordinieren länderübergreifende Projekte oder wirken an diesen mit und erstellen Publikationen, die über nationale Grenzen hinweg Beachtung finden.

Forschungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschungsaktivitäten umfassen nach eigenen Angaben des Instituts alle Bereiche des Weiterbildungsgeschehens:

  • die Lernprozesse von Erwachsenen
  • die didaktische Gestaltung von Angeboten
  • das Weiterbildungspersonal
  • die Weiterbildungseinrichtungen
  • das Weiterbildungssystem mit seinen finanziellen, politischen und rechtlichen Aspekten

So beschäftige sich das DIE u. a. mit den kognitiven und motivationalen Voraussetzungen der Adressaten von Weiterbildung. Besondere Aufmerksamkeit finden die pädagogischen und institutionellen Hilfen, die Lehrkräfte, Programmplanende, Leitungskräfte in Weiterbildungseinrichtungen oder bildungspolitisch Verantwortliche für lernende Erwachsene bereitstellen.[3]

Die Forschungen, die im Forschungsbereich des DIE durchgeführt werden, seien zugleich anwendungsrelevant und grundlagenbasiert.

Ein wichtiges Ziel der Forschungen des DIE bestehe darin, wissenschaftliche Grundlagen für die Gestaltung von Weiterbildungssystemen, von Organisationen und Programmen der Erwachsenenbildung sowie für die Lehr-Lernsituationen Erwachsener zu schaffen, die ein nachhaltiges, befriedigendes und wirksames Lernen ermöglichen. Das Institut schreibt: „Unsere Forschenden arbeiten mit folgenden Akteuren der Weiterbildung eng zusammen“:

  • Einrichtungen der erwachsenenpädagogischen Praxis
  • wissenschaftliche Institute
  • Bildungspolitik und Bildungsadministration
  • Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland
  • international tätige Weiterbildungseinrichtungen

Die nachfolgenden Forschungsabteilungen beschäftigen sich laut Institutsangaben mit System- und Organisationsfragen der Weiterbildung sowie mit den makro- und mikrodidaktischen Entstehungszusammenhängen des Lernens, d. h. mit der Planung, Analyse und Evaluation von Lehr-Lernprozessen in der Erwachsenenbildung.[4]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abläufe im Institut werden vom Verwaltungsrat beaufsichtigt. Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet die Arbeit des Instituts inhaltlich. Rechtsträger des DIE ist ein eingetragener Verein mit 19 Mitgliedern, die je zur Hälfte aus Praxis und Wissenschaft der Erwachsenen- und Weiterbildung stammen. Das DIE kooperiert mit mehreren Universitäten.[2] Die Abteilungen des DIE repräsentieren unterschiedliche Handlungsebenen der Erwachsenen- und Weiterbildung. Von Lehr-Lernprozessen bis zu bildungspolitischen Rahmensetzungen in Politik, Praxis und Öffentlichkeit reicht ihre Bandbreite.[5]

Die Forscher des DIE arbeiten in fünf Abteilungen:

  • System und Politik[6]
  • Organisation und Programmplanung[7]
  • Lehren, Lernen, Beraten[8]
  • Wissenstransfer[9]
  • Forschungsinfrastrukturen[10]

Die DIE-Bibliothek für Erwachsenenbildung ist Teil der Abteilung Forschungsinfrastrukturen. Als größte wissenschaftliche Spezialbibliothek für Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum ist sie öffentlich zugänglich. Sie richtet sich insbesondere an Studierende und Wissenschaftler sowie Praktiker im Bereich Erwachsenen- und Weiterbildung.

Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DIE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.[11] Die gemeinsame Mission der Gemeinschaft Institute lautet: Wissenschaft zum Nutzen und Wohl der Menschen – theoria cum praxi. Die Mitgliedsinstitute werden an den Exzellenzansprüchen außeruniversitärer Forschungsförderung gemessen, indem sie sich einer regelmäßigen Evaluation unterziehen.[12] Innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft ist das DIE Mitglied in den Forschungsverbünden „Bildungspotenziale“,[13] Leibniz-Kompetenzzentrum Bildung im Museum[14] (als Teil des Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale) und „Open Science“[15].

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen Kooperationen des Instituts mit verschiedenen Universitäten. Dazu gehören die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, die Universität Duisburg-Essen, die Fern-Universität Hagen, die Universität zu Köln und die Universität Bonn. So gibt es bspw. mit der Universität zu Köln eine Kooperationsprofessur für Alphabetisierung und sprachliche Grundbildung Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln (Irit Bar-Kochva); diese Professur ist auch beteiligt am Forschungsnetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung (Alpha Funk).[16] Alpha Funk ist ein Kooperationsprojekt der Universität zu Köln; Arbeitsbereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Michael Schemmann) und der Professur für Alphabetisierung und Sprachliche Grundbildung (Irit Bar-Kochva), Fachgebiet Erwachsenenbildung / Politische Bildung der Universität Duisburg-Essen (Helmut Bremer) und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (Josef Schrader und Irit Bar-Kochva). Mit der Fern-Universität Hagen existiert seit April 2021 die Kooperationsprofessur für „Kognition und Lernen Erwachsener“ (Hannes Schröter) Lehrgebiete der Fakultät für Psychologie – Fern-Universität in Hagen;[17] eine weitere ist in Planung.

Darüber hinaus kooperiert das DIE in Form von Forschungsprojekten mit zahlreichen Universitäten, derzeit u. a. mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Leibniz-Universität Hannover, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der University of British Columbia, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Philipps-Universität Marburg, der Universität Kaiserslautern, der Linköpings Universität in Schweden, die Universitäten Dijon und Utrecht, der Universität Belgrad, der University of Sterling. Ebenso kooperiert das DIE mit anderen Leibniz-Instituten wie dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, dem Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) oder GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften sowie mit Trägern und Einrichtungen der Weiterbildung national und international (u. a. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Deutsche Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF), Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV), DEAE, Katholische Erwachsenenbildung (KEB), SkillsFuture Singapore Agency, Cedefop, The Learning and Work Institute). Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit dem Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in Köln, z. B. beim Projekt COLD[18].

Seit 2013 besteht die Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale und dem Forschungsverbund „Gesundes Altern“, seit 2019 ist das DIE auch im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 vertreten. Dieser befasst sich mit der Frage, wie das Internet mit seinen zahlreichen Web-2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändert.

Zudem ist das DIE in die Verbünde der empirischen Bildungsforschung der Universität Tübingen eingebunden (derzeit Graduiertenschule „Learning, Educational Achievement, and Life Course Development“ (LEAD)).

Wissenschaftler sind in internationalen Gremien und Arbeitsgruppen vertreten und repräsentieren das DIE in europäischen Forschungsnetzwerken: Seit 2019 hat das ESREA-Sekretariat seinen Sitz im DIE; 2020 wurde Alexandra Ioannidou, Stabsstelle Internationalisierung, in den Vorstand der European Society for Research on the Education of Adults (ESREA) berufen und ist Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied dieser Gesellschaft. Darüber hinaus übt das DIE Koordinationsaufgaben in der EARLI Special Interest Group (SIG) Instructional Design aus. Das DIE hat zudem seine internationale Präsenz über die europäischen Grenzen hinweg ausgeweitet. Im Forschungsnetzwerk ASEM Education and Research Hub for Lifelong Learning (ASEM LLL Hub), dem offiziellen Netzwerk für Forschungszusammenarbeit zu Lebenslangem Lernen zwischen Asien und Europa, engagiert es sich seit 2020.

Innovationspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für besondere Leistungen in der Erwachsenenbildung vergibt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung seit 1997 den Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung.[19] Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben, und soll neuartige und vielversprechende Ansätze in der Weiterbildung publik machen und einer breiteren Öffentlichkeit zur Diskussion stellen. In seinem Grußwort zur Erstvergabe 1997 legte Bundesminister Jürgen Rüttgers dar, dass der Preis dazu beitragen soll, „eine moderne Konzeption einer breiten Öffentlichkeit bekannt zumachen und das lebenslange Lernen zu einer breiten Bewegung fortzuentwickeln“.[20] Zu den zentralen Kriterien für die Auszeichnung der Projekte soll deren Innovationskraft und Praxiserprobtheit zählen, woraus neue Impulse für die Erwachsenenbildung resultieren sollen.[21] Berücksichtigt würden Projekte im gesamten Bereich der Weiterbildung, ohne sparten- oder feldspezifische Spezialisierungen.

Der Bildungsforscher Heiner Barz stellte 2006 in einer Studie über Innovation in der Erwachsenenbildung die bis dahin ausgezeichneten Projekte vor. Laut Barz sei der Preis der älteste und wichtigste Preis im Bereich der Erwachsenenbildung in Deutschland.[22] 2013 erschien eine Dissertation, in der alle bis 2005 ausgezeichneten Projekte auf die Wirkung der Auszeichnung untersucht wurden.[23]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung wurde 1957 als Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (PAS) mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Erster Direktor war Willy Strzelewicz. 1977 wurde die PAS in die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern (damals „Blaue Liste“, heute Leibniz-Gemeinschaft) aufgenommen und 1994 in „Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)“ umbenannt. 1997 erfolgte die Aufnahme des Institutes in die Leibniz-Gemeinschaft. 2002 zog das Institut im Rahmen des Berlin/Bonn-Gesetzes von Frankfurt nach Bonn um. Um die Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft stärker zu betonen wurde der Institutsname 2007 um den Zusatz „Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen“ erweitert.[24]

Seit 2012 leitet Josef Schrader das Institut (von 2014 bis 2017 gemeinsam mit Esther Winther). Er ist zugleich Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen. Zu seinen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören die empirische und theoretische Lehr-/Lernforschung, die Bildung Erwachsener, die Professionalisierung des Weiterbildungspersonals, (mediengestütztes) fallbasiertes Lernen sowie Struktur und Steuerung des Weiterbildungssystems, auch in international-vergleichender Perspektive.

Logo des DIE

DIE-Leitung

  • 1957–1960 Willy Strzelewicz (Leiter der PAS)
  • 1960–1991 Hans Tietgens (Leiter der PAS)
  • 1998–2006 Klaus Meisel (Direktor)
  • 1997–1998 Günther Dohmen (kommissarischer Wissenschaftlicher Direktor)
  • 1991–2011 Ekkehard Nuissl (Wissenschaftlicher Direktor)
  • 2014–2017 Esther Winther (Wissenschaftliche Direktorin)
  • seit 2012 Josef Schrader (Wissenschaftlicher Direktor)

Internetportale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

wb-web.de: Ein Portal für Lehrende in der Erwachsenenbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wissenschaftliche Arbeit des DIE zielt darauf, die Qualität von Erwachsenen- und Weiterbildung zu erhöhen. Dazu zählen auch die Professionalisierung und Förderung der Kompetenzentwicklung des Lehrpersonals. Hierfür unterhält das DIE das Portal wb-web.[25] Das Portal entstand auf Basis einer Bedarfserhebung, die der Frage nachging, welche Unterstützung das Lehrpersonal in der Erwachsenen- und Weiterbildung für die Entwicklung von Kompetenzen benötigt. Daraus hervor ging ein netzbasiertes Angebot, welches Informationen aus dem Feld der Erwachsenen- und Weiterbildungspraxis aber auch der Wissenschaft bündelt und Materialien für Lehrende sowie multimediale Selbstlernangebote für die Professionalisierung im "EULE Lernbereich" anbietet.[26] Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Lehrenden aus dem Feld zu vernetzen und auszutauschen. Alle Angebote sind, soweit nicht anders ausgewiesen, als Open Educational Resources publiziert und mit entsprechenden Creative-Commons-Lizenzen versehen.

Das Portal wb-web wurde 2017 mit dem OER Award und 2020 mit der Comenius-EduMedia-Medaille ausgezeichnet.

Profil-Pass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Diskussion um Kompetenzen und Kompetenzmessung hat das DIE mit dem ProfilPASS ein Erhebungs- und Beratungsinstrument auf wissenschaftlicher Grundlage für die Praxis entwickelt. Der ProfilPASS eröffne nach eigenen Angaben die Möglichkeit der systematischen Ermittlung und Dokumentation von Fähigkeiten und Kompetenzen, unabhängig davon, wie und wo sie erworben wurden.

Der ProfilPASS richtet sich an Beratende und Kursleitende von Bildungseinrichtungen, freie Trainer und Coaches, Lehrende allgemeinbildender und berufsbildender Schulen, Personalverantwortliche in Unternehmen oder Bildungsreferenten von Verbänden. Zum ProfilPASS-System gehört auch die Qualifizierung von Beratenden und Kursleitenden. Es wurde über mehrere Jahre hinweg in einem von Ländern und Bund getragenen Projekt entwickelt und bundesweit erprobt.[27]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom DIE herausgegebenen Bücher, Zeitschriften und Online-Texte greifen grundlegende Themen der Erwachsenen- und Weiterbildung auf und informieren über aktuelle Forschungsergebnisse.

Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Zeitschrift für Weiterbildungsforschung“ (ZfW)[28] ist das führende Wissenschaftsjournal der Forschung zur Erwachsenenbildung in Deutschland, dessen Beiträge ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen. Sie wurde in den 1970er Jahren als erste und einzige deutsche Zeitschrift mit Fokus auf die Erwachsenenbildungswissenschaft gegründet. Seit 2015 wird die ZfW als Open-Access-Journal[29] herausgegeben.

weiter bilden DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung[30] – Das vierteljährlich erscheinende Magazin im Praxisfeld der Weiterbildung informiert über aktuelle Ereignisse und Diskussionen.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DIE Survey – Das DIE veröffentlicht aktuelle Forschungsergebnisse aus empirischen Studien zum Weiterbildungssystem und darin agierenden Bildungseinrichtungen.
  • Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung – Wissenschaftler stellen aktuelle und richtungsweisende Forschungsergebnisse vor, die ihre Wirkung auch für die Praxis entfalten.
  • Perspektive Praxis – In den Ratgebern werden Handlungsempfehlungen und Rezeptwissen für Praktiker in der Erwachsenenbildung vorgestellt.
  • Lehrbücher – Die Lehrbücher bündeln forschungsbasiertes Wissen der Erwachsenenbildung und ihrer Bezugswissenschaften und vermitteln Grundlagenkenntnisse für das praktische Handeln.[31]
  • Länderporträts zur Weiterbildung – Die Länderberichte bieten eine komprimierte Orientierung zum Weiterbildungssystem des jeweiligen Landes. Neben Strukturdaten werden die Eigenheiten des nationalen Systems dargestellt.
  • Einzelveröffentlichungen – Hier werden Grundlagenwerke in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht, darunter Ergebnisse aus DIE-Projekten oder von Fachtagungen.[32]

Open Access[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bekennt sich das DIE zu Open Access. Es folgt damit der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ und der „Leitlinie zu Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft“[33] und hat die Maßgaben seines Handelns in einer eigenen Open-Access-Policy[34] niedergelegt. Das Institut fördert die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auf dem „goldenen“ sowie auf dem „grünen“ Weg des Open Access. Auf dem institutionellen Open-Access-Repositorium werden Veröffentlichungen des DIE aus Zeitschriften, Buchreihen und anderen Formaten frei zugänglich gemacht. Diese sind mit einer CC-Lizenz ausgestattet. Die Open-Access-Publikationen des DIE sind auch auf LeibnizOpen und anderen Fachportalen sichtbar. Das DIE engagiert sich aktiv im Arbeitskreis „Open Access“ der Leibniz-Gemeinschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE): Jahresbericht 2019. Hrsg.: Josef Schrader. 1. Auflage. Köllen Druck- und Verlagsgesellschaft, Bonn 2019, S. 11–13.
  2. a b c DIE | Das Institut. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  3. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE): Jahresbericht 2019. Hrsg.: Josef Schrader. 1. Auflage. Köllen Druck- und Verlagsgesellschaft, Bonn 2019, S. 31–32.
  4. DIE | Der Forschungsbereich. Abgerufen am 16. November 2020.
  5. DIE | Organigramm. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  6. DIE | Abteilung „System und Politik“. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  7. DIE | Abteilung „Organisation und Programmplanung“. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  8. DIE | Abteilung „Lehren, Lernen, Beraten“. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  9. DIE | Wissenstransfer. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  10. Forschungsinfrastrukturen am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  11. Leibniz-Institute (Alle Listen). Abgerufen am 2. Juli 2020.
  12. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen. Abgerufen am 15. Oktober 2020.
  13. Leibniz-Forschungsverbünde, auf leibniz-gemeinschaft.de
  14. Bildung im Museum | Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale (LERN). Abgerufen am 2. Februar 2022 (de-DE-formal).
  15. Leibniz-Forschungsverbund Open Science. 23. Januar 2014, abgerufen am 2. Februar 2022 (deutsch).
  16. Mitglieder, auf nrw-forschungsnetzwerk.uni-koeln.de, abgerufen am 11. Juni 2021
  17. Lehrgebiete der Fakultät für Psychologie, auf fernuni-hagen.de
  18. COLD, auf mercator-institut-sprachfoerderung.de
  19. Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung auf der Website des DIE
  20. Jürgen Rüttgers: Grußwort. In: Klaus Meisel (Hrsg.): Preis für Innovationen in der Erwachsenenbildung (= Band 9, Materialien für Erwachsenenbildung). Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn 1997, S. 5.
  21. Angela Venth: Preiswürdig. Der Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung. In: Klaus Meisel (Hrsg.): Preis für Innovationen in der Erwachsenenbildung (= Band 9, Materialien für Erwachsenenbildung). Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn 1997, S. 8–11.
  22. Heiner Barz: Innovation in der Weiterbildung: Was Programmverantwortliche heute wissen müssen. Ziel (Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen), Augsburg 2006, ISBN 978-393721081-0.
  23. Patrícia Andréa Freire Tenzer: Innovationen in der Erwachsenenbildung. Eine Sozialweltanalyse des Innovationspreises des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) von 1997 bis 2005. Verlag Barbara Budrich, Opladen 2013, ISBN 978-3-8474-0131-5.
  24. DIE | Kurzer Überblick über die Institutsgeschichte. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  25. Linktipp: Portal für Lehrende in der Erwachsenenbildung jetzt online, auf wdb-brandenburg.de, abgerufen am 23. November 2020
  26. EULE Lernbereich, auf wb-web.de
  27. DIE | Team ProfilPASS. Abgerufen am 16. November 2020.
  28. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, auf die-bonn.de/
  29. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, auf springer.com
  30. weiter bilden, auf die-bonn.de/
  31. Alle Bücher | utb. Abgerufen am 2. Februar 2022.
  32. DIE-Publikationen zur Erwachsenenbildung. Abgerufen am 2. Juli 2020.
  33. Open Access. Abgerufen am 29. Juni 2020.
  34. Open-Access-Policy. Abgerufen am 29. Juni 2020.