Deutsches Museum für Kunst in Handel und Gewerbe

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Das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe war ein 1909 von dem Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründetes Museum für vorbildliches Kunstgewerbe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hagener Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus gründete mit dem Museum Folkwang bereits 1902 das weltweit erste Museum für Zeitgenössische Kunst, die heute kunstgeschichtlich als Moderne Kunst gilt. Sieben Jahre später und unter dem Eindruck der erfolgreichen Arbeit des Deutschen Werkbundes, dem Osthaus angehörte, gründete er das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe, mit dem er durch Wanderausstellungen vorbildlichen Kunstgewerbes auf die Umgestaltung des gesellschaftlichen Lebens durch die Kunst abzielte. Osthaus war es vermutlich auch, der den jungen Walter Gropius dem Werkbund zuführte.[1] Im Kontext dieser Verbindung organisierte Gropius für das Deutsche Museum 1912 eine Sammlung vorbildlicher Entwürfe für Fabrikwaren.[2] Das Museum entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Forum für modernes Design, wurde jedoch nach dem Tod Osthaus' (1921) im Zuge des Verkaufs der Folkwang-Sammlung an das Städtische Museum Essen aufgelöst. Die Sammlungen des Deutschen Museums wurden ebenfalls verkauft und gelangten in den Besitz des Kaiser-Wilhelm-Museums in Krefeld.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Joan Campbell: Der Deutsche Werkbund, 1907–1934. München 1989, S. 50.
  2. vgl. Joan Campbell: Der Deutsche Werkbund, 1907–1934. München 1989, S. 50.