Diada de Sant Jordi

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Rose und Buch, ein Bild von der Generalitat de Catalunya für die Wikipedia
Buchstände am Diada de Sant Jordi in den Ramblas in Barcelona 2007

Der Diada de Sant Jordi (Katalanisch für ‚Feiertag des Heiligen Georg‘) ist ein Festtag, der in Katalonien zu Ehren seines Schutzpatrons des heiligen Georgs am 23. April begangen wird.

Das Besondere dieses Georgstages, verglichen mit den Feiern zu Ehren des Heiligen in anderen Ländern, ist, dass er seit 1931 mit dem damals frisch etablierten Welttag des Buches fusioniert wurde. Alle Männer sind aufgerufen der Dame ihres Herzens eine rote Rose zu schenken, während die Frauen aufgerufen sind dem Angebeteten ein Buch zu schenken. Dieser Brauch erfreut sich großer Beliebtheit, so sind zu Sant Jordi viele Straßen Barcelonas, insbesondere jedoch die Rambla, mit zahlreichen Büchertischen gesäumt. Parallel dazu werden rote Rosen verkauft, die mit einem Schleifchen in den Farben der katalanischen Fahne verziert sind.

Am 23. April werden in Katalonien etwa 1,5 Millionen Bücher verkauft.[1] Die Floristen in Katalonien schätzten, dass sie 2010 etwa 6 Millionen Rosen verkaufen würden.[2]

Dieser Feiertag ist ein besonderes Beispiel des katalanischen Nationalismus. Der am Vortag in Spanien gefeierte Todestag von Cervantes wird bewusst ausgeklammert und damit das verpflichtende Gedenkritual und Verbeugung an die spanische Kulturhoheit elegant vermieden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Merten Wortmann: Gebrauchsanweisung für Barcelona. Piper Verlag, München 2006, ISBN 3-492-27546-X, S. 128.
  2. 324.cat: Els floristes catalans esperen vendre 6 milions de roses aquest Sant Jordi, un 10% més. (katalanisch)