Dickkieferspinnen

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Dickkieferspinnen
Herbstspinne (Metellina mengei)

Herbstspinne (Metellina mengei)

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Überfamilie: Radnetzspinnen (Araneoidea)
Familie: Dickkieferspinnen
Wissenschaftlicher Name
Tetragnathidae
Menge, 1866

Die Dickkieferspinnen (Tetragnathidae), auch Kieferspinnen oder Streckerspinnen genannt, sind eine Familie der Echten Webspinnen aus der Überfamilie der Radnetzspinnen (Araneoideae). Die Familie umfasst 48 Gattungen und 982 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Namensgebend ist die mit 344 Arten größte Gattung der Eigentlichen Streckerspinnen (Tetragnatha).[1] Der deutsche Name "Streckerspinnen" wurde lange als Familienname geführt. Der Name leitet sich von den auffälligen Cheliceren ab. Sie sind größer als der Augenbereich und stehen von oben betrachtet divergierend deutlich über den Stirnrand hinaus. Das Grundglied ist verdickt und mit Widerhaken versehen. Die Giftklauen sind lang und dünn.

Dickkieferspinnen bauen Radnetze mit offener Nabe. Streckerspinnen leben fast ausnahmslos in Gewässernähe, auch an Küsten, Mooren, Sümpfen und feuchten Wäldern. Die Pachygnatha-Arten sind etwas weniger eng an feuchte Lebensräume gebunden. Sie gehen im Erwachsenenalter zu einer netzlosen und jagenden Lebensweise über.

Einheimische Gattungen und Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dickkieferspinnen sind in den Tropen artenreich, in den Subtropen verbreitet. In Mitteleuropa sind die Gattungen Pachygnatha mit drei bis vier Arten und die Eigentlichen Streckerspinnen mit mindestens fünf Arten nachgewiesen worden.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der World Spider Catalog listet für die Dickkieferspinnen aktuell 48 Gattungen und 982 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dickkieferspinnen (Tetragnathidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiko Bellmann: Spinnen: beobachten - bestimmen, Naturbuch Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89440-064-1.
  • A. Hänggi, E. Stöckli & W. Nentwig: Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Miscellanea Faunistica Helvetiae 4. Neuchatel/Bern 1995. ISBN 2-88414-008-5.
  • S. Heimer & W. Nentwig: Spinnen Mitteleuropas. Paul Parey, Berlin 1991. ISBN 3-489-53534-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 17.0 – Tetragnathidae. Abgerufen am 15. Juni 2016