Die Liebe seines Lebens – The Railway Man

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Film
Deutscher Titel Die Liebe seines Lebens – The Railway Man
Originaltitel The Railway Man
Produktionsland Großbritannien, Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jonathan Teplitzky
Drehbuch Frank Cottrell Boyce,
Andy Paterson
Produktion Chris Brown,
Bill Curbishley,
Andy Paterson
Musik David Hirschfelder
Kamera Garry Phillips
Schnitt Martin Connor
Besetzung

Die Liebe seines Lebens – The Railway Man ist ein britisch-australischer Kriegsfilm von Jonathan Teplitzky aus dem Jahr 2013 mit Colin Firth, Jeremy Irvine, Nicole Kidman und Hiroyuki Sanada in den Hauptrollen. Der Film basiert auf der Autobiografie „The Railway Man“ von Eric Lomax.

Während der Film in den Vereinigten Staaten schon Ende 2013 veröffentlicht wurde, lief er in Deutschland erst am 25. Juni 2015 an.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs wird der britische Offizier Eric Lomax von den Japanern erst gefangen genommen und anschließend in ein Kriegsgefangenenlager gebracht, wo er gezwungen wird, bei der Thailand-Burma-Eisenbahn nördlich der Malaiischen Halbinsel zu arbeiten. Während seines Aufenthalts im Lager wird Lomax von den Kempeitai gefoltert, weil er einen Funkempfänger gebaut hat, mit dem die Gefangenen Nachrichten der BBC hören können. Die Folterknechte verprügeln ihn und pressen Wasser mit einem Schlauch in seinen Mund, bis er fast ertrinkt.

Im Jahr 1980 lernt Lomax während einer Zugfahrt Patti kennen, die er kurz darauf heiratet. Die Ehe scheitert beinahe, weil Lomax immer noch an einem psychischen Trauma aus der Kriegszeit leidet. Seine Frau Patti will ihm helfen, nachdem Lomax’ Freund Finlay ihr von den grauenhaften Leiden im Lager berichtet hat. Erst als Finlay Selbstmord begeht, entscheidet Lomax sich, einen seiner noch lebenden Peiniger namens Takashi Nagase aufzusuchen und ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren.

Er reist nach Thailand, wo Nagase ein Museum betreibt. Beide sitzen am Tisch, doch diesmal stellt Lomax die Fragen. Die Situation spitzt sich zu, als Lomax Nagases Arm in eine Vorrichtung zum Knochenbrechen legt. Doch Lomax schlägt mit dem Knüppel neben Nagases Arm und verschont ihn. Der Japaner erzählt, die militärische Führung Japans habe sie im Krieg belogen. Lomax habe nie aufgegeben und ihnen die Wahrheit gesagt.

Wieder in Schottland erhält Lomax von Nagase einen Brief, in dem dieser ihn um Verzeihung für seine Taten bittet. Lomax reist erneut nach Thailand, diesmal mit seiner Frau Patti. Diese wird Zeugin, als Lomax Nagase verzeiht.

Eine Tafel am Ende des Films informiert die Zuschauer, dass Lomax und Nagase bis zu ihrem Lebensende Freunde waren.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Frank Cottrell Boyce am Drehbuch arbeitete, reiste er mit Hauptdarsteller Firth nach Berwick-upon-Tweed in Northumberland, um dort den inzwischen 91-jährigen Eric Lomax zu treffen.[3]

Für die Rolle von Lomax’ Frau Patti war ursprünglich Rachel Weisz vorgesehen. Diese musste allerdings aufgrund von Terminproblemen absagen.[4]

Die Dreharbeiten zum Film begannen im April 2012 in Edinburgh und North Berwick in East Lothian und St Monans in Fife und wurden später in Thailand, Ipswich und Queensland fortgesetzt.[4][5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rezensions-Aggregator Rotten Tomatoes berechnet für The Railway Man eine durchschnittliche Wertung von 67 Prozent, basierend auf 112 Bewertungen. In der Zusammenfassung der Kritiker heißt es: „Der stark unterschätzte Film The Railway Man überstrahlt sein mitunter etwas schwerfälliges Tempo mithilfe einer berührenden faktenbasierten Geschichte und durch die stille Chemie seiner Hauptdarsteller“.[6] Auf Metacritic erhielt der Film 59 von 100 Punkten auf der Basis von 33 Kritiken, was auf gemischte Bewertungen hindeutet.[7] Firth, Kidman und Irvine wurden durchweg gelobt, ihre Darbietungen als „meisterhaft“, „äußerst glaubwürdig“, „brillant“ und „überzeugend“ beschrieben. Besonders ihre Darstellung der individuellen Traumata und der daraus resultierten Mischung aus Trauer, Scham und Hass wurde positiv hervorgehoben.[8][9] Negativ fiel dagegen die zu glatte Verbindung von Trauma und Läuterung auf.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AACTA Awards[11][12]
  • ACS Awards
    • Mill Award for Cinematographer of the Year (Gary Phillips): gewonnen
    • Golden Tripod (Gary Phillips): gewonnen
  • ASE Award
    • Bester Schnitt (Martin Connor): nominiert
  • FCCA Awards
    • Bester Film (Chris Brown, Bill Curbishley, Andy Paterson): nominiert
    • Bestes Drehbuch (Andy Paterson, Frank Cottrell Boyce): gewonnen
    • Bester Darsteller (Colin Firth): nominiert
    • Beste Darstellerin (Nicole Kidman): nominiert
    • Bester Schnitt (Martin Connor): nominiert
    • Bestes Production Design (Steven Jones-Evans): nominiert
  • Saturn Award
    • Bester Internationaler Film: nominiert

Einnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm 4.415.429 US-Dollar innerhalb und 17.882.455 US-Dollar außerhalb der Vereinigten Staaten ein. Das Einspielergebnis betrug somit insgesamt 22.297.884 US-Dollar.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Die Liebe seines Lebens – The Railway Man. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2015 (PDF; Prüf­nummer: 146 674-a K).
  2. Kinostart in Deutschland auf Filmstarts.de, abgerufen am 29. Oktober 2014.
  3. Catherine Jones: Frank Cottrell Boyce enjoys trip to Northumberland with Oscar-winner Colin Firth. In: Liverpool Echo. 29. September 2011, abgerufen am 28. April 2012.
  4. a b Tanya Westthorp: Kidman, Firth to hit Coast for film. In: Goldcoast.com.au. 8. März 2012, archiviert vom Original am 19. April 2012; abgerufen am 8. März 2012.
  5. Sarah Bruce: Mr Darcy becomes Mr Dowdy! Colin Firth starts filming The Railway Man… as Nicole Kidman makes a glamorous arrival on set. In: Daily Mail. 27. April 2012, abgerufen am 27. April 2012.
  6. The Railway Man. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 6. Juli 2014 (englisch).Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschieden
  7. The Railway Man. In: Metacritic. CBS, abgerufen am 6. Juli 2014 (englisch).Vorlage:Metacritic/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschieden
  8. Katherine Monk: Movie review: The Railway Man highlights Firth, Kidman (with video). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Montreal Gazette. 22. April 2014, archiviert vom Original am 26. Dezember 2014; abgerufen am 23. April 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/montrealgazette.com
  9. Ken Korman: Review: The Railway Man. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Best of New Orleans. 25. April 2014, archiviert vom Original am 26. Dezember 2014; abgerufen am 23. April 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bestofneworleans.com
  10. Liam Lacey: The Railway Man: Firth is fine, but still can’t keep this on track. In: The Globe and Mail. 25. April 2014, abgerufen am 23. April 2015.
  11. Garry Maddox: Surprises aplenty as AACTA Awards are announced. In: The Sydney Morning Herald. 29. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015.
  12. 4th AACTA Awards: full list of nominees. In: The Sydney Morning Herald. 3. Dezember 2014, abgerufen am 29. Januar 2015.
  13. The Railway Man (2013). In: Box Office Mojo. Abgerufen am 6. August 2014.