Die Unabhängigen (Liechtenstein)

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du – die Unabhängigen
The Independents (LI) logo.jpg
Partei­vorsitzender Harry Quaderer
Gründung 2013
Haupt­sitz Schaan
Zeitung hoi du
Aus­richtung Rechtspopulismus
Nationalkonservatismus
Parlamentssitze Landtag(2017)
5/25
Website www.du4.li

Die Unabhängigen (du) sind eine politische Partei im Fürstentum Liechtenstein. Sie wurden im Februar 2013 gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unabhängigen traten erstmals zur Landtagswahl 2013 an, bei der sie mit einem Ergebnis von 15,3 Prozent und vier Sitzen zur drittstärksten Partei wurden, hinter FBP und VU, aber noch vor der Freien Liste. Dadurch schafften vier Kandidaten auf Anhieb den Sprung in den liechtensteinischen Landtag, dem insgesamt 25 Abgeordnete angehören. Bei den Landtagswahlen 2017 konnten die Unabhängigen ihren Anteil an Wählerstimmen um 3,1 Prozent auf 18,4 Prozent erhöhen. [1]

Seit 2015 sind die Unabhängigen auch mit Vertretern in den Gemeinderäten von drei Gemeinden vertreten.

Seit 2013 bringen „Die Unabhängigen“ eine Parteizeitung mit dem Titel „hoi du“ heraus. Sie erscheint unregelmäßig.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unabhängigen sehen sich nicht als klassische Partei, die den Vorgaben einer Parteiführung oder Ideologie folgt. Sie fühlen sich nach eigener Darstellung in ihrer politischen Arbeit in erster Linie Art. 57 der Verfassung des Fürstentums Liechtenstein verpflichtet. Dort heisst es: "Die Mitglieder des Landtages stimmen einzig nach ihrem Eid und ihrer Überzeugung" und geloben "das Wohl des Vaterlandes ohne Nebenrücksichten nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern". [2]

Die Unabhängigen vertreten in wirtschaftlicher Hinsicht liberale Positionen, treten gegen die zunehmende Regulierung ein und sprechen sich für eine Verschlankung der staatlichen Strukturen aus. Sie sprechen sich für eine Stärkung der direkten Demokratie und die Direktwahl der Regierung aus. Letztere wird bisher durch den Landtag gewählt und vom Staatsoberhaupt, dem Fürsten, ernannt.

Die Unabhängigen stehen der EU-Flüchtlingspolitik kritisch gegenüber.[3] Landtagsabgeordneter Harry Quaderer hält in einem Beitrag fest: "Die EU, angeführt von Merkel-Deutschland, scheint unfähig, ihren Einfluss im Nahen Osten geltend zu machen und auf einen Frieden hinzuwirken. Und was macht sie stattdessen, die EU-Bürokratie: Sie erarbeitet einen Flüchtlings-Quoten-Mechanismus."

Die Unabhängigen setzen sich für eine Strompreissenkung der Liechtensteinische Kraftwerke ein.

Die Unabhängigen äußern sich kritisch gegenüber der Ausgaben von jährlich 15 Mio. CHF für die Uni Liechtenstein, da 90 % der Studenten und 90 % der Mitarbeiter keine Liechtensteiner seien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Information und Kommunikation der Regierung: Landtagswahlen Liechtenstein. Abgerufen am 19. Juni 2017 (deutsch).
  2. Positionen | du – die Unabhängigen für Liechtenstein. Abgerufen am 19. Juni 2017 (de-de).
  3. Landtag befasst sich mit Flüchtlingspolitik | du – die Unabhängigen für Liechtenstein. In: www.du4.li. Abgerufen am 18. April 2016.