Diklinie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pflanzen mit Diklinie besitzen auch stets eingeschlechtige Blüten, wie hier bei einer Weide (Salix).

Unter Diklinie versteht man in der Botanik allgemein die räumliche Trennung der Geschlechtsorgane auf unterschiedliche Blüten. Sind die beiden eingeschlechtigen Blüten auf einem Exemplar zu finden, so spricht man von Einhäusigkeit (Monözie), sind sie gar auf unterschiedliche Individuen verteilt, so spricht man von Zweihäusigkeit (Diözie).

Diklinie soll die Selbstbestäubung verhindern, weil es durch Selbstbefruchtung zu negativen Effekten durch Inzucht kommen kann. Auch vermindern zu viele eigene Pollen auf der Narbe die Wahrscheinlichkeit, dass (gewünschter) Fremdpollen keimen kann. Gerade bei windbestäubten Arten, bei denen sehr viele Pollen gebildet werden, ist Diklinie ein häufiges Phänomen.

Findet die räumliche Trennung hingegen innerhalb einer Blüte statt, so nennt man das Herkogamie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]