Diskussion:Bosnische Spurweite

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Die Spurweite wurde abweichend von der preußischen bzw. russischen 750mm-Spurweite gewählt, um die kurzfristige Inkompatibilität beider Systeme im Kriegsfall zu gewährleisten, andererseits jedoch Umspurmaßnahmen an Fahrzeugen in einem technisch vertretbaren Rahmen zu halten.

Gibt es eine belegbare Quelle dazu? Ich habe zwar einiges an Literatur zu den österreichischen Schmalspurbahnen, kann mich aber nicht erinnern, von diesen Überlegungen gelesen zu haben. In der Praxis stehen die Inkompatibilitäten zwischen beiden Spurweiten einem freizügigen Fahrzeugeinsatz nämlich wirklich kaum im Wege. Die Toleranzen überschneiden sich da, bedenkt man abgenützte Spurkränze an den Fahrzeugen (bei 760 mm), Spuraufweitungen und Abnützungen an den Gleisen (bes. bei 750 mm) usw. Der typische "rustikale" Oberbau dieser Bahnen machte eine gewisse Großzügigkeit bei den Toleranzen vermutlich sogar notwendig. Der eine Zentimeter dürfte also keine allzugroße strategische Rolle gespielt haben, eher war wohl wirklich der Zufall im Spiel, weil eben gerade gebrauchtes Material zur Verfügung stand. (Welches möglicherweise sogar ursprünglich den britischen 762 mm entsprochen haben könnte, wobei 2 mm dann wohl der Rundung zum Opfer fielen). Größere Differenzen bestanden übrigens bei der nächstkleineren Variante der milit. Feldbahnen, da setzte Preußen auf die weit verbreiteten 600 mm, in Österreich waren 700 mm häufig anzutreffen.
siehe auch hier: http://berg.heim.at/almwiesen/410100/Eisenbahn.htm
--Herbert Ortner 11:08, 7. Mär 2006 (CET)
Diesen Gedankengang hatte ich auch schon. Z.B. ist der Austausch von Fahrzeugen zwischen 600 mm und 610 mm (2') relativ problemlos möglich und in der Praxis auch geschehen (z.B. wurden in den 1960er Jahren zahlreiche Lokomotiven von Namibia (600 mm) nach Südafrika (610 mm) verlegt, von denen einige heute in Wales (wieder 600 mm) fahren). Und 10 mm sind bei 600 mm Spurweite eine relativ größere Differenz als bei 750 mm. --Fritz @ 15:47, 7. Mär 2006 (CET)

Entstehung der bosnischen Spur[Quelltext bearbeiten]

Wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben, gibt es inzwischen neue Nachweise, wie die Spurweite von 760 mm entstanden ist.

Ursprung waren die britischen Kasemattenbahnen, die mit einer Spurweite von 2 ½ Fuß (entspricht 762 mm) ausgeführt waren. Als der Bau des Suezkanals begann, suchte das Bauunternehmen Castor, Hersent & Couvreux dringend passendes Gleismaterial. Da zum damaligen Zeitpunkt vor allem die großen Hafenkasematten mit ihren Kasemattenbahnen ihre militärische Bedeutung einbüßten, lag die Idee nahe, für deren relativ modernes Material eine weitere Verwendung zu finden. Deren Gleismaterial und Fuhrpark kam so zum Bau des Suezkanals (1859 – 1869) und wurde später bei der ersten Wiener Donau-Regulierung (1870 – 1875) verwendet, wurde später gebraucht vom österreichischen Bauunternehmen Hügel & Sager erworben und zum Bau einer militärischen Feldbahn zwischen Bosanski Brod und Sarajevo herangezogen, welche die Keimzelle des bosnischen Schmalspurnetzes bildete.

Werde noch versuchen, die noch fehlenden entsprechenden Nachweise zusammenzutragen ... --wintelkiller 14:07, 23. Aug. 2008 (CEST)

Falsches Lemma[Quelltext bearbeiten]

Angesichts des Artikelinhaltes müsste der Artikel Streckennetz in Bosnischer Spurweite heißen. Es fehlen Informationen zu den Gründen für die Anwendung dieser Spurweite, zur konstruktive Merkmale etc. liesel Schreibsklave 10:43, 26. Mai 2011 (CEST)

Jahreszahlen[Quelltext bearbeiten]

Servus!
Könnte jemand ein paar Jahreszahlen in den Artikel einbringen?

  • Wann entstand die Feldbahn, die den Netzkeim bildete
  • Wann wurde sie verlängert
  • Wann und in welcher Form (Gesetz, Verordnund, Usus) legte sich Österreich-Ungarn auf diese Spurweite als Norm für andere Netze fest?

Danke voraus!
Gruß, Ciciban (Diskussion) 09:42, 13. Aug. 2014 (CEST)