Diskussion:Erkenntnis

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Neues Testament[Quelltext bearbeiten]

Im Neuen Testament wird Erkenntnis zu den Gaben des Heiligen Geistes gezählt.

Frage zur Begriffsbestimmung[Quelltext bearbeiten]

"Erkenntnisse sind eine Abbildung oder ein Modell der Wirklichkeit." - also selber "unwirklich"?

Kommentar

Erkenntnis ist die Entdeckung, daß das, was wir für wirklich hielten, gar nicht wirklich ist.

Sie ist insofern unwirklich, als daß man sie nicht geben kann. Jeder muß seinen eigenen Weg zu ihr finden. Hat man sie aber einmal erlangt, so kann keiner sie einem nehmen. Insofern ist sie vielleicht das einzige, daß wirklich ist. --Zelig 13:02, 10. Jun 2006 (CEST)

Überarbeitung vonnöten[Quelltext bearbeiten]

Hume hat die Induktion nicht widerlegt - diese lässt sich natürlich nicht widerlegen, da sie funktioniert! Er hat bloss gezeigt, dass Erkenntnisse basierend auf Induktion keine absolut gewissen Voraussagen über die Zukunft machen können. Praktisch hingegen funktioniert Induktion problemlos - die Sonne wird auch morgen aufgehen - zumindest mit beinahe 100 Prozentiger Sicherheit... (nicht signierter Beitrag von 62.203.97.164 (Diskussion) 09:37, 10. Nov. 2010 (CET))

Der Eintrag ist nach den von mir zu Rate gezogenen Fachbüchern nicht 'auf der Höhe' der heutigen Diskussion in der Philosophie; näheres habe ich - 'ohne Anspruch auf Vollständigkeit'... - an einigen Stellen auf der Bearbeitungsseite des Eintrags angemerkt, um hier nicht alles wieder an- und aufführen zu müssen. IWK 195.158.179.251 19:32, 1. Nov 2005 (CET)

Kommentare von Benutzer: 195.158.179.251 versteckt im Artikel angebracht, die ich hier aus optischen Gründen fett sichtbar gemacht habe:

Unter Erkenntnis wird heute nach dem Standardwerk der Metzlerschen "Enzyklopädie der Philosophie und Wissenschaftstheorie" Bd. 1, S. 575 – unabhängig davon, worauf im einzelnen Bezug genommen wird, und in Abgrenzung zu subjektivem Meinen und Glauben – ein begründetes Wissen um einen Sachverhalt und seine Zusammenhänge mit anderen Gegebenheiten verstanden. ??? die heutige Wissenschaftstheorie formuliert nach dem 'linguistic turn' Anfang des 20. Jh. anders als die "Bewusstseinsphilosophie" älteren Stils, der wohl die hier zunächst gewählte Formulierung zu danken ist, Erkenntnis sei: "die vom [im?] Bewusstsein der Übereinstimmung mit dem Gegenstand getragene Einsicht eines Subjektes in einen objektiven Sachverhalt." - 'Einsicht' ist in die o.g. vierbändige und für die neue Auflage als achtbändig angekündigte Fachenzyklopädie nicht einmal mehr als Stichwort aufgenommen! Vermutlich, weil es sich bei 'Einsicht' um keinen philosophischen, sondern um einen psychologischen Terminus handelt, der den psychischen und damit 'subjektiven' Prozess des 'Nachvollziehens' und 'Verstehens' bezeichent. Im "Wissenschaftstheoretischen Lexikon" von Braun und Redermacher ist 'Einsicht' ebenfalls nicht aufgeführt; hier gibt es nicht einmal einen Eintrag zum Stichwort 'Erkenntnis', sondern nur noch zu 'Erkenntnistheorie', auf die in o.g. Enzykl. im weiteren ebenfalls verwiesen wird.

Der Begriff der Erkenntnis ist einer der Urbegriffe der Sprache, ??????????!! Ganz im Gegenteil!! - 'Erkenntnis' ist ein hochphilosophischer Begriff!! Schon 'Kenntnis' ist - schon die 'Substantivform' zeigt das sprachlich an - ein Abstraktum und ein von 'kennen' abgeleiteter 'Begriff', der die Fähigkeit zur Begriffsbildung und zum Begriffsverständnis voraussetzt. Etymologisch ist jedoch selbst 'kennen' eine sprachlich entwickelte Form eines 'Urworts', nämlich der/s idg. Wurzel/worts 'gen(e)-', auf das Begriffe wie 'Diagnose' - wörtlich: Durchblick! - ebenso zurückgehen wie kund, Kunst, können und kühn, ja sogar 'nobel'; 'gen-' hat aber noch einen viel weiteren 'Umfang' und bezeichnete offenbar alles 'entstandene' - s. 'Genesis', auch 'Gene'... - und dann auch 'erzeugte' - s. 'Kind' u.v.a.! - Wer etwas von sprachlich-begrifflichen und gar von Ur-zusammenhängen behauptet, sollte mindestens das Duden-Herkunftwörterbuch zu Rate ziehen!!!!!!! der ohne Selbstbezug (Zirkel) nicht definierbar ist ??????? diese Behauptung ist logischer 'Schwachsinn', um es mal ganz krass auszudrücken! Logisch zirkulär definierte Begriffe sind schlicht n i c h t definierte Begriffe! Gemeint ist offenbar eine sprachliche Klärung - oder so gemeinte 'Erklärung' - des Gebrauchs eines schon in der Umgangssprache verwendeten Begriffs. Nur ist das keine und erst recht keine wissenschaftliche Definition! Zum Nachstehenden gleich mit: eine 'Explikation' ist keine 'Umschreibung, sondern eine Erläuterung, im wissenschaftlichen Zusammenhang mit dem Ziel einer Präzisierung bisher unklaren, mehrdeutigen oder gar unsinnigen Sprachgebrauchs, so jedenfalls nach o.g. Enzyklopädie... puh; höre hier auf, kann zeitlich nicht mehr. und dessen Verständnis deshalb aus einer Umschreibung (Explikation) gewonnen werden muss. Erkenntnis bezeichnet das Ergebnis und den Prozess des Erkennens. Erkenntnis bezeichnet immer die Beziehung zwischen einem erkennenden Subjekt und etwas Erkanntem (Objekt). Erkenntnis kann sich ebenso auf einen Sachverhalt wie auf einen Prozess beziehen. Je nachdem, ob eine Erkenntnis unmittelbar gewonnen wird oder ob sie durch eine indirekte Information entstanden ist, spricht man von der unmittelbaren (intuitiven) oder von der mittelbaren (diskursiven) Erkenntnis

Zunächst einmal: Wenn man diskutieren will, tut man es auf der Diskussionsseite und nicht als nicht sichtbare Anmerkung im Text. Der Überarbeiten - Baustein kann nach meinem Dafürhalten nur gesetzt werden, wenn inhaltlich geklärt ist, dass der Artikel falsches oder unzutreffendes aussagt. Hier liegt offensichtlich ein Auffassungsunterschied vor, der auszudiskutieren ist. Inhaltlich werde ich antworten, wenn ich Zeit hatte, mich mit dem Wortschwall zu befassen. --Luha 20:44, 1. Nov 2005 (CET)

Hm um eine kurze Anmerkung komm ich nicht vorbei - lassen wir Stil des Einschubes mal beiseite und sehen uns nur den ersten Teil des EInwandes an: Einsicht und Erkenntnis. Einsicht ist mit Verlaub weder ein philosophischer Begriff noch ein psychologischer, sie werden vielleicht in diesen Fachwissenschaften benutzt(Allerdings nicht in diesem Artikel) - bliebe zu klären, mit welcher Konnotation. Dass bestimmte Begriff in achtbändigen oder vierbändigen Werken nicht auftauchen ist eine Entscheidung der Redaktion, die sich auf Vorkommen, Nutzung, EIndeutigekiet etc. bezieht - aber wie schon gesagt trifft nicht auf diesen Artikel zu. Viel interessanter finde ich aber deine Ausführungen über die Einsicht als psychischen und damit 'subjektiven' Prozess des 'Nachvollziehens' und 'Verstehens: dazu folgende Bemerkung: die Logik von psychisch zu subjektiv bliebe noch zu erklären. Wie ist das zu verstehen? Meine Meinung: es handelt sich hier um einen Kategorienfehler, mindestens aber um eine Begriffskonfusion. Kategorienfehler weil ich denke, dass psychisch hier im biologisch-naturlistischen Sinne benutzt wird - subjektiv aber ein logisch philosophischer Begriff ist (sub -jectum) - wenn nicht so scharf, dann ist aber eine Verbindung von einem mehrdeutigen Begriff wie psychisch nicht mit einem philosophiegeschichtlich schwergewichtigem Begriff so ohne weiteres sinnvoll. Weiter frage ich mich woher du diese Herleitung des Begriffs Kennen - ich dachte der Wortstamm ist nicht griechisch, deshalb nicht gen sondern können und damit sich auf etwas verstehen - Soviel fürs erste --schwall 23:12, 1. Nov 2005 (CET)

Hallo IWK. Zunächst einmal zu Deinem Einstieg zu dem Artikel. Ich freue mich über Deinen engagierten Einwurf. Ich hoffe ich habe Deine Kommentare aus dem Artikel komplett herausgeholt. Falls nicht, war das keine Absicht und Du kannst sie ja hier nachtragen. Solange wir im Ton miteinander auskommen, werde ich dazu Stellung nehmen. Nun zum Sachlichen:
Als Einstieg zwei Fragen:
  • Hast Du Dir das Literaturverzeichnis genau angesehen?
Dieses Literaturverzeichnis, sowie vertieft das zum Artikel Erkenntnistheorie drückt ziemlich stark mein Verständnis aus, wie die Artikel Erkenntnis und Erkenntnistheorie ausgestaltet werden sollten. Der heutige Inhalt des Artikels Erkenntnistheorie kann dann unter Geschichte der Erkenntnistheorie eine sinnvolle Ergänzung sein. Ich habe vorab den Artikel Erkenntnis formuliert und arbeite – mit Unterbrechungen – an einem Entwurf für eine systematische Darstellung der Erkenntnistheorie. Da ich nicht nur ein Lexikon nacherzählen will, muss ich mich einlesen und brauche dafür etwas Zeit. Wie das bei der WP so ist, wenn jemand früher ist, würde ich einfach versuchen mein Wissen dann einzubringen.
  • Kannst Du Dir eine Begrenzung der Meinungsvielfalt in der Philosophie vorstellen?
Ich behaupte, dass es mindestens doppelt so viele Erkenntnistheorien gibt wie Philosophen – und zwar lebende und verstorbene zusammengefasst. Kant hatte mindestens zwei und bei Hilary Putnam komme ich auf mindestens vier. Demzufolge ist auch der zugrunde liegende Erkenntnisbegriff höchst unterschiedlich. Die Mittelstraß-Enzyklopädie vertritt – wissenschaftlich sehr fair, da offen ausgewiesen – nur einen der möglichen Erkenntnisbegriffe, und zwar einen sehr engen, wissenschaftstheoretisch orientierten. Wenn man andere Lexika zu Rate zieht, findet man ganz andere Auffassungen. Als klassisches Gegenbeispiel nenne ich Sandkühler. Die von Dir angesprochene Position findet man z.B. bei Schnädelbach. Je tiefer man in die Literatur einsteigt, um so größer wird jedoch die Vielfalt. Dies zu erkennen ist eine der Grundvoraussetzungen, wenn man ernsthaft philosophieren will.
Nun zu den reinen Argumenten:
  • Erkenntnis ist ungleich Wissen, denn sonst würde man einen von beiden Begriffen vergessen können. Die Abgrenzung von Erkenntnis zu Wissen findest Du auch hier. Um das genauer zu verstehen, sollte man Eberhard und Janich gelesen haben.
  • Wer den „subjektiven Prozess des Nachvollziehens und Verstehens“ als nicht philosophisch bezeichnet, ist entweder ideologisch gebunden oder sollte noch einiges lesen.
  • Das Wort Urbegriff ist vielleicht nicht glücklich gewählt. Ich wollte die viel theoretischer klingende Bezeichnung „philosophsicher Basisbegriff“ vermeiden. Aber der Sachverhalt bleibt. Erkenntnis lässt sich ebenso wenig ohne Rekursion definieren wie Bewusstsein oder Das Gute. Vielleicht ist Dir die Einführung von Ferber bekannt.
  • Das mit dem Duden nehme ich mal als etwas unbedacht. Aber ein Zirkelbegriff ist und bleibt ein nicht ohne Rekursion definier’’barer’’ Begriff. Eine nicht rekursive Definition wird Dir nicht gelingen. Andernfalls würdest Du in die Philosophiegeschichte eingehen.
  • Zum Begriff Explikation bitte ich Dich bei Schnädelbach nachzulesen. Wenn ich hier das Wort Umschreibung als sicherlich nicht 100% identische Übersetzung verwendet habe, so bitte ich Dich zur Kenntnis zu nehmen, dass wir uns hier bei der WP nicht nur an ein Fachpublikum wenden.
Ich habe bewusst so ausführlich geantwortet, weil ich in Deinem Einwurf ein sehr zu begrüßendes Engagement spüre. Vielleicht hast Du ja Lust, Dich anzumelden und im Projekt Philosophie mitzumachen. Gruß --Luha 08:43, 2. Nov 2005 (CET)

Wie es um die Selbsterkenntnis steht[Quelltext bearbeiten]

Der Artikel - so wie auch das Thema Erkenntnis ist ja sehr umfangreich. Was mir hier noch fehlt ist ein Bezug zur Selbsterkenntnis, es wird "nur" auf wissenschaftliche Eröterung des Begriffs eingegangen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nicht die Selbsterkenntnis einen eigenen Beitrag verdient hat? Dann sollte hier aber zumindest darauf verlinkt werden. Zelig 11:02, 2. Jun 2006 (CEST)

Erkenntnis und Wissen[Quelltext bearbeiten]

Hallo Luha! Ich halte Deine Änderungen klar für Verbesserungen des Artikels. Meine Kritik bezog sich aber v.a. auf Folgendes. Problematisch finde ich weiterhin vor allem zwei Dinge:

  1. Die (alten) Abschnitte, in denen es um die Abgrenzung zu Wissen geht.
  2. Das Verhältnis dieses Artikels zu Wissen.

Im Artikel heißt es “Erkenntnis bezeichnet das Ergebnis und den Prozess des Erkennens.“ Ist das nicht der entscheidende Unterschied zu Wissen? Erkenntnis kann einen Vorgang bezeichnen, Wissen nicht. (Deswegen gibt es ja auch ein „Erkenntnisvermögen“, aber kein „Wissensvermögen“ etc.) Einen Zustand oder ein Ergebnis können beide bezeichnen. In letzterer Bedeutung werden beide synonym verwandt (wobei m. E. heutzutage in dieser Bedeutung überwiegend von „Wissen“ die Rede ist. Da kann ich mich aber natürlich auch täuschen.) Zudem wird (im Deutschen) bei direktem Objekt „(er)kennen“ verwendet, beim Objektsatz (mit „dass“) „wissen“. Dies Verhältnis sollte noch etwas klarer sein. Dass „Erkenntnis“ und „Wissen“ großteils synonym verwandt werden, schlägt sich auch im Artikel nieder. Bspweise ist folgender Übergang irgendwie unklar:

In vielen systematischen Darstellungen zur Erkenntnistheorie, vor allem aber in der Wissenschaftstheorie wird Erkenntnis verstanden als Ergebnis der empirischen Forschung. Diese Forschungsergebnisse gehen in den Wissensbestand der jeweiligen Wissenschaften ein. Als Bestimmung des Wissens in diesem Sinne wird üblicherweise die auf Platon zurückgehende Begriffsbestimmung verwendet: Wissen ist wahre, begründete Meinung.

Plötzlich ist hier nur noch von Wissen die Rede. Insgesamt ist im Artikel ist fast genauso oft von „Wissen“ die Rede wie von „Erkenntnis“. Ich weiß nicht wie andere das hier sehen, aber ich würde gegenüber dem jetzigem Zustand eine von zwei Lösungen bevorzugen: (a) Hier ausschließlich eine Erläuterung vom Unterschied zwischen „Wissen“ und „Erkenntnis“, vielleicht verbunden mit einer Begriffsgeschichte von „Erkenntnis“; (b) einen Redirect von Erkenntnis nach Wissen und dort die Erläuterung des begrifflichen Unterschieds und einer kurzen, ggf. seperaten Begriffsgeschichte. (b) wäre vielleicht ein bisschen hart, zumal auch einige Philosophiewörterbucher Erkenntnis separat führen (wobei teilweise in einem Lemma unter Erkenntnistheorie). Wir sollten uns aber überlegen, ob wir hier nicht eine unnötige Doppelung einführen, die beiden Artikeln letztlich wenig bringt. Da Wissen der neutralere und allgemeinere sowie heute – m.E. - überwiegend verwendete Begriff ist, würde ich für eine 'Bevorzugung' von Wissen gegenüber Erkenntnis plädieren. Grüße, --Victor Eremita 12:06, 17. Jun 2006 (CEST)

Kleines Vorab-Review[Quelltext bearbeiten]

Anbei, wie im letzten Philosophen-Chat vereinbart, vorab ein kleines Review, das noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

  • „Häufig wird die bewusste Einsicht in einen Sachverhalt, die über das bloße Wissen hinausgeht und die Akzeptanz dieses Wissens enthält, als Erkenntnis bezeichnet“
Diese Anfangs-Bestimmung von Erkenntnis finde ich irreführend.
Zum einen wird hier Erkenntnis auf das Ergebnis des Erkenntisprozesses eingeschränkt (wenn man von der Definition von „Einsicht“ als „Resultat eines analytisch-synthetischen Erkenntnisprozesses“ ausgeht wie es im dortigen Artikel geschieht); der Aspekt, dass Erkenntnis auch – und ganz wesentlich- den Akt des Erkennens bezeichnet, bleibt ausgeblendet.
Zum anderen wird hier nahegelegt, dass es sich bei der Erkenntnis um eine besondere, sozusagen gehobene Form des Wissens handelt (Wissen + Akzeptanz des Gewussten = Erkenntnis). Dies ist so m.E. jedoch nicht richtig. Denn erstens fehlt beim Wissensbegriff – wie Victor schon geschrieben hat – der Vorgangs-Aspekt des Erkennens; Wissen ist ein Zustandsbegriff. Seine Analyse gehört daher nicht primär in die Erkenntnistheorie, sondern in die Epistemische Logik. Zum anderen sind aber die beiden Begriffe auch als Zustandsbegriff nicht vollkommen synonym. So gibt es z.B. ein praktisches Wissen („ich weiß, wie ein Computer, ein Auto etc. funktioniert; ich weiß,wie man Rad/Auto/Ski fährt“ etc.); hier würde man aber nicht von Erkenntnis sprechen.
  • Abgrenzung gegenüber anderen Begriffen
    • Ich fände es generell einmal nützlich, den Versuch zu unternehmen, den Begriff der „Erkenntnis“ sauber – z.B. mittels einer Entscheidungstabelle – von ähnlichen Begriffen (wie „Erfahrung“, „Einsicht“, „Wissen“ usw. ) abzugrenzen. Das würde sehr viel zur Klarheit beitragen, um welche inhaltlichen Unterschiede es hier geht. Ausgehen muss man dabei natürlich von der deutschen Sprache; ich bin mir nicht sicher, ob sich die Unterschiede so auch in anderen Sprachen zeigen lassen.
  • „Der Begriff der Erkenntnis ist einer der Grundbegriffe der Philosophie, der ohne Selbstbezug (Zirkel) nicht definierbar ist und dessen Verständnis deshalb aus einer erläuternden Begriffsanalyse (Explikation) gewonnen werden muss.“
Den Satz verstehe ich nicht. Was bedeutet „Explikation“ in diesem Zusammenhang (Nebenbei bemerkt: Der Artikel „Explikation“ ist leider – wie ich gerade festgestellt habe - zum größten Teil eine DDR-URV (aus: Buhr, Philosophisches Wörterbuch))? Wenn der Begriff nicht definierbar ist, wie kann er dann expliziert werden (wahrscheinlich habe ich den Unterschied zwischen Definition und Explikation nicht richtig verstanden)? M.E. gehört „Erkenntnis“ – wie auch z.B. der Begriff „Sein“ – zu den Grundbegriffen der Philosophie. Deren Bedeutung lässt sich nicht dadurch bestimmen, dass man auf einen noch bekannteren oder übergeordneten Begriff zurückgreift. Hier ist es vielmehr notwendig, die Bedeutung des Begriffs durch Beschreibung seiner Verwendung aufzuzeigen (Gebrauchsdefinition durch Anführung von Beispielen im Sinne von Wittgenstein).
  • Ich würde noch einmal klarer auf die „Komponenten“ von „Erkenntnis“ hinweisen:
    • den Akt der Erkenntnis (wird oft mit „Erkenntnis“ gleichgesetzt)
    • den Gegenstand der Erkenntnis (das Erkannte)
    • das Ergebnis des Erkenntnisaktes (wird ebenfalls oft mit „Erkenntnis“ gleichgesetzt)
    • der Erkennende (das Subjekt der Erkenntnis)

So viel für’s erste. Mehr dann in einem späteren, „offiziellen“ Review. --HerbertErwin 12:49, 2. Jul 2006 (CEST)

Weiteres Vorgehen[Quelltext bearbeiten]

Hallo Victor, hallo Herbert!

Vielen Dank für Eure Anmerkungen. Sie geben mir eine ganze Reihe von Anregungen, die ich auch verwerten will. Allerdings bin ich in manchem nicht ganz Eurer Meinung.

Erkenntnis ist für mich ungleich Wissen, auch als Zustand. Erkenntnis ist immer mit einer Bewertung von Wissen verbunden; ich habe geschrieben mit der Einsicht in die Bedeutung eines Sachverhalts. In der Erkenntnis habe ich den Entstehungsprozess des Wissens vor Augen, auch wenn dieser agbeschlossen ist. Erkenntnis sind keine angelernten Fakten. Erkenntnis muss auch nicht intersubjektiv nachprüfbar sein.

Die Mittelstrass-Enzyklopädie und auch das Metzler-Philosophielexikon haben jeweils zwei sich durchaus überschneidende Artikel zu Erkenntnis und Wissen, wobei bei Metzler der Erkenntisartikel erheblich umfangreicher ist. Entgegen dem Vorschlag von Victor neige ich dazu, das hier in der WP ähnlich zu machen, weil die Aspekte doch unterschiedlich sind.

Allerdings sollten die Artikel Wissen und Erkenntnis eng aufeinander abgestimmt sein. Dies ist bisher leider nicht der Fall, weil bisher offensichtlich stark sozialwissenschaftlich orientiert User vorwiegend daran gearbeitet haben. Ob man da Annäherungen findet, weiß ich nicht.

Entsprechend dem Vorschlag von Herbert habe ich einmal eine Tabelle zur Begriffsabgrenzung gemacht. Ich stelle sie zunächst einmal hier ein, weil ich mir über ihren Wert unsicher bin und bitte um Eure Kommentare dazu:

Begriffsabgrenzung Erkenntnis
Begriff Erläuterung Wahrheit Begründung
Glauben /Gewissheit
(Pistis)
Innere Sicherheit in Bezug auf einen Sachverhalt Gefühlsmäßiges Vertrauen; Evidenz; subjektives Fürwahrhalten kein Interesse an Rechtfertigung; Offenbarung (Religion)
Ahnung nicht klar umrissener Sachverhalt hohe Unsicherheit unbewusstes, intuitives Gefühl ohne klare verstandesmäßige Abgrenzung
Vermutung
(Eikasia)
Hypothese über einen Sachverhalt Wahrscheinlichkeit, nicht unbedingt quantifizierbar argumentativ, methodisch je nach Kenntnisstand
Information Akt oder Inhalt einer Mitteilung oder Nachricht kann wahr oder falsch sein; ggf. Wahrscheinlichkeit Urteil über die Qualität der Quelle
Meinung /Überzeugung
(Doxa)
nicht vollständige Kenntnis zum Sachverhalt bzw.
auch im Bereich Werte (Ethik/Politik)
vom Umfang der Kenntnis abhängige Unsicherheit (Irrtumsverdacht) bzw. bei Werten nicht möglich argumentativ, aber nicht methodisch abgeschlossen
Einsicht
(Nus)
spontanes Erfassen eines Sachverhalts meist geringe Unsicherheit durch Evidenz rational und argumentativ, jedoch oft nicht methodisch abgeschlossen
Erfahrung
(Empeiria)
unmittelbares Erleben von Handlungs- und Sachzusammenhängen; in der Wissenschaft experimentelle Ergebnisse hohe Sicherheit im Vertrauen auf korrekte Wahrnehmung bzw. Messtechnik bei der Beobachtung durch erlebte Beispiele entstandene Gewohnheit bzw. methodische Theorie in der Wissenschaft
Wissen
(Episteme)
a) intersubjektiv überprüfbare Kenntnis von Tatsachen
b) Handlungswissen
a) sehr hohe Sicherheit in Abhängigkeit vom Wahrheitsbegriff
b) kein Kriterium
a) methodisch und begrifflich rational
b) Übung und Gewohnheit
Erkenntnis
(Gnosis)
Akt und Ergebnis der durch Einsicht und/oder Erfahrung gewonnenen Kenntnis sehr hohe Sicherheit in Abhängigkeit vom Wahrheitsbegriff methodisch und begrifflich rational

Gruß --Lutz Hartmann 19:32, 8. Jul 2006 (CEST)

Ich finde die Tabelle im Prinzip äußerst nützlich; sie hilft, endlich mal Ordnung in das Chaos der vielen Erkenntnis-Begriffe zu bringen. Über die genaue Abgrenzung zueinander und ihre Kriterien muss man sicherlich noch einmal diskutieren. Die Tabelle sollte aber auf jeden Fall in den Artikel integriert werden; ich hätte auch nichts dagegen, dies schon jetzt zu tun, da damit eine größere - und hoffentlich kritische - Öffentlichkeit erreicht wird. --HerbertErwin 22:19, 10. Jul 2006 (CEST)

Die Tabelle ist zwar nützlich, allerdings halte ich den Eintrag zum Glauben für grob irreführend. Ich habe darum folgende Einträge vorgenommen.

Begriff Erläuterung Wahrheit Begründung
Glauben /Gewissheit
(Pistis)
Innere Sicherheit oder Entscheidung in Bezug auf einen Sachverhalt Gefühlsmäßiges Vertrauen, Erlebniss oder entschiedenes Fürwahrhalten eines Dogmas Rechtfertigung durch Überprüfung auf Basis des Dogmas; Offenbarung (Religion)

Denn hier ist Glauben im Sinne einer religiösen Überzeugung ein Akt der Entscheidung, der sich u.a. in konvertierung oder Abfall ausdrückt. Der Glaube als Akt der Willensentscheidung, grundlegende Sätze (Dogma) anzunehmen wird ansonsten nicht korrekt ausgedrückt. Ballancer 16:20, 6. Jul. 2008 (CEST)

Unnötig sinnleere Definition[Quelltext bearbeiten]

--Stefan B. Link 12:21, 18. Jul. 2008 (CEST) schreibt: Von drei Kritikern wird hier seit 2006 moniert, dass das Lemma sinnleer/unsinnig ist, weil ein Begriff durch dengleichen Begriff erklärt wird. Momentan wird definiert:

In einer ersten Annäherung kann man Erkenntnis als den Prozess und das Ergebnis einer durch Einsicht oder Erfahrung gewonnenen Kenntnis bezeichnen.

Kurzform: Erkenntnis bezeichnet den Prozess einer Kenntnis. Gemeint mit "Kenntnis" ist wohl "Wissen" im Sinn von "Kennen, wie sich Dinge verhalten".

Ich kenne keinen Philosophen, der nun nicht sagen würde, dass es mindestens zwei Arten von Wissen gibt: empirisches Wissen und theoretisches (hypothetisches, kritisch-rational-gesichertes Wissen).

Also wird man doch - in Kurzform - z. B. so definieren können:
Erkenntnis bezeichnet einen Bewusstseinsprozess, bei dem erkannt wird, aus welchen Elementen Dinge und Sachverhalte bestehen und wie sie sie funktionieren (Ursache, Wechselwirkung, Folgen).

Dann kann man als Erläuterung z. B. hinzufügen:
Unbestritten ist, dass es zwei Arten von Erkenntnissen gibt:

  • empirische und
  • theoretische (hypothetische, kritisch-rationale).

Es gibt Philosphen (z. B. Kant), die

  • transzendentallogische Erkenntnisse glauben erzielen zu können (reine Verstandes-Struktur-Wirklichkeiten), und
  • ... (und hier könnte man noch aufzählen bestimmte hermeneutische und ethische Erkenntniswelten, die nach Meinung bestimmter Philosphen nicht rückführbar sind auf kritisch-rationale Erkenntnisse).

Ich folge hierin meinem Vorredner HerbertErwin, der meinte, dass man die Bedeutung des Begriffs durch Beschreibung seiner Verwendung aufzeigen sollte.

Die angebliche Notwendigkeit, auf einer sinnleren Zirkeldefinition bestehen zu müssen, weil - wie es im Artikel heißt - "der Begriff der Erkenntnis einer der Grundbegriffe der Philosophie (ist), der ohne Selbstbezug (Zirkel) nicht definierbar ist" lässt sich nicht einsehen (ist unverständlich). Auch Grundbegriffe der Philosophie lassen sich immer ohne Zirkel definieren.

Und was soll die Fortführung des Satzes heißen, dass die Bedeutung von Erkenntnis "aus einer erläuternden Begriffsanalyse (Explikation) gewonnen werden muss“? Natürlich weiß man nur, was Erkenntnis ist, indem man zur Kenntnis nimmt, wie der Begriff verwendet wird (muss man Philosphen lesen), und dann synthetisiert man: was alle gemeinsam darunter verstehen und was bei dem einen oder anderen dann noch hinzukommt. Worin besteht das Problem?

Benutzer Lutz Hartmann (Luha) verweist in diesem Zusammenhang auf "die Einführung von Ferber". Den kenne ich nicht und er gehört auch nicht zu den Philosophen, von denen man öfter schon gehört hat. Was sagt Ferber?

Benutzer Luha meint hierzu weiter, dass sich auch die Begriffe "Bewusstsein" und "das Gute" nicht "ohne Rekursion" definieren lassen. Dazu ist zu sagen:

  1. Wie eben vorgemacht, lässt sich "Erkenntnis" sehr wohl ohne Rekursion definieren - und so auch die Begriffe Bewusstsein und das Gute, denn man kann die unterschiedlichen Bedeutungen dieser Begriffe zusammenfassend strukturieren und definieren in dem, was ihnen allen gemeinsam ist und dann differenziert weiter erläutern, um den Begriffspluralismus eines Begriffes anschaulich zu machen. So wird das doch in Lexika gemacht - oder?
  2. "Rekursive Definitionen eignen sich dazu, den Wert einer mathematischen Funktion auf den Wert derselben Funktion an einer kleineren Stelle zurückzuführen." So im WP-Artikel "Definition". Rekursive Definitionen braucht es bei den Grundbegriffen der Philosophie nicht - oder? Und wenn ja, wieso?
Hallo Stefan, ohne lange zu diskutieren: Wieso ist der Satz „Erkenntnis bezeichnet einen Bewusstseinsprozess, bei dem erkannt wird“ nicht rekursiv? Ferber ist ein in der Schweiz lehrender Philosoph, der ein sehr verbreitetes Lehrbuch (zweibändig) zu den Grundbegriffen der Philosophie im Verlag Beck mit mehreren Auflagen geschrieben hat. Lutz Hartmann 18:40, 18. Jul. 2008 (CEST)
--Stefan B. Link 20:31, 18. Jul. 2008 (CEST) Hallo Lutz, "rekursiv" bezeichnet, wie ich schrieb, eine Vokabel, die nur eine sinnvolle Bedeutung hat bezüglich des Wertes einer mathematischen Funktion. DEr Begriff hat bei sonstigen Definitionen nichts zu suchen - so wie der Begriff blau nur bei Farben sinnvoll ist, und man nicht sagen kann: Das Gewicht des SChrankes ist blau. Die Begründung ist, dass man sonst sinnleere Definitionen herstellt von der Art "Freiheit bezeichnet den Bewusstseinszustand, wenn der Wille frei ist." Also, deine Frage ist eine strikt unverstehbare - so wie die Frage "Warum ist das Gewicht des Schrankes denn nicht blau" unverstehbar ist, weil ein Gewicht gar nicht blau sein kann.

Nimm doch bitte kurz mal Stellung zu meinem Vorschlag, denn der zeigt doch, dass man sehr wohl den Grundbegriff Erkenntnis so definieren kann, dass alle heute bekannten philosphischen Erkenntnisbegriffe darunter fallen können wenn man sie, wie vorgeschlagen ausformuliert.
Und kannst du die Textpassage von Ferber nicht kurz zusammenfassen oder per PDF mal uploaden, damit ich verstehe, was Ferber gemeint haben könnte?

Rafael Ferber: Philosophische Grundbegriffe. 2 Bde. Beck, München 2003. ISBN 3-406-45654-5 (preiswerte Einführung in die zentralen Begriffe der Philosophie wie z. B. Wahrheit, Sein und eben auch Erkenntnis)
Rekursiv heißt als Adjektiv schlicht: auf sich selbst zurückweisend. Und diese Bedeutung ist nicht auf Mathematik, Informatik oder Logik beschränkt. Eine Definition eines Begriffs ist rekursiv, wenn sie den zu definierenden Begriff oder ein Synonym davon wieder verwendet. Lutz Hartmann 01:13, 19. Jul. 2008 (CEST)
Lieber Lutz, deine rekursive Definition von Erkenntnis ist - so scheint es - auch bei Ferber so eingeführt. Stimmt das? Wenn ja, kaufe ich mir das Buch um zu sehen, was er meint. Wenn nicht, ist dann deine Definition Theorienbidlung? Und geh doch bitte einmal auf meinen Vorschlag argumentativ ein, weil der doch zeigt, dass eine rekursive Definition gar nicht nötig ist.--Stefan B. Link 12:49, 21. Jul. 2008 (CEST)
Solange in Deiner Definition steht "Erkenntnis wird erkannt" ist sie rekursiv. Lutz Hartmann 10:26, 29. Jul. 2008 (CEST)
--Stefan B. Link 13:19, 30. Jul. 2008 (CEST) Liebe Lutz, in meiner Definition steht nicht "Erkenntis wird erkannt". Aber es soll jetzt doch nicht um meine Verbesserungsvorschlag gehen, sondern überhaupt erst mal darum, ob das, was da bis jetzt im Artkel geschrieben steht, nicht Theorienfindung ist. Kannst du belegen, wer sagte, dass Erkenntnis nur rekursiv zu definieren sei? Kann man das nicht belegen, sollte man anders definieren. Nur darum geht es mir jetzt. Lenke nicht dieser Diskussions ab, nämlich ob das bisherige in der Definition Theorienfindung ist, indem du mich in eine Diskussion darüber zwingst, ob nicht meine vorgeschlagene Definition auch rekursiv sei - sie ist es nicht und könnte von mir leicht so abgeändert werden, dass sie es nicht wäre.

Danke, Leute, nachdem ich den Artikel gelesen habe, hat er mir nichts gebracht, denn es steht einfach die Frage im Ram: Was ist Erkenntnis? (nicht signierter Beitrag von 188.100.31.241 (Diskussion | Beiträge) 22:57, 16. Dez. 2009 (CET))

Falsche Aussagen über den Fallibilismus[Quelltext bearbeiten]

Im Artikel steht momentan folgender Satz:

"Während vor allem im Positivismus davon ausgegangen wurde, dass man in den empirischen Wissenschaften gesichertes Wissen durch Verifikation erlangen kann, wird im Fallibilismus unterstellt, dass der Mensch grundsätzlich keine gesicherte Erkenntnis erlangen kann.

Der Fallibilismus behauptet keineswegs, dass es keine gesicherten Erkenntnis gebe, sondern er behauptet nur, dass es keine sicher wahre Erkenntnis (Theorie) gebe. Die wissenschaftlichen Erkenntniss sind dem Fallibilismus sehr wohl "gesicherte Erkenntnisse", denn es handelt sich dabei um Aussagen innerhalb bewährter Theorien. Der Fallibilsismus meint, dass unter bestimmten Bedingungen eine Theorie wahr sein könnte, aber sicher wissen könne man das nicht, weil man nicht wissen könne, ob nicht irgendwann in ferner Zukunft Beobachtungen gemacht werden, die dieser Theorie widersprechen. Eine Theorie könnte wahr sein (möglich, ob sie es tatsächlich ist, ist deshalb unbeweisbar (nicht sicher), weil man nicht wissen, kann, ob zukünftige Beobrachtungen sie falsifizieren), wenn sie folgende Bedingungen erfüllt:

  • Sie erklärt besser als andere Theorien (z. B. einfacher) alle empirischen Phänomene.
  • Sie bezieht mehr Begriffsinhalte der theoretischen Begriffe auf Beobachtbares (nur so lassen sich die Begriffsinhalte von reinen Möglichkeiten unterscheiden und auf Wirkliches beziehen, "abbilden").

Würde der FAllibilismus behaupten, es gäbe keine "gesicherten Erkenntniss", wäre er dem Relativismus und dem Skeptiszismus zuzurechnen, gegen die sich Popper vehement wandte.--Stefan B. Link 09:57, 29. Jul. 2008 (CEST)

Fallibilismus ist nicht allein Popper. Die Aussage "keine gesicherte Erkenntnis" ist nicht falsch. Ich habe zur Abschwächung auf "keine endgültig gesicherte Erkenntnis" abgeändert. Es ist schon recht. Dass man ein schmerzhaftes Erlebnis hat, wenn man vor ein Auto läuft, ist eine ziemlich gesicherte Erkenntnis. Auf die Diskussion des Wahrheitsbegriffs, zu dem Du die Poppersche Position korrekt darstellst, sollten wir uns in diesem Artikel aber nicht einlassen. Gruß Lutz Hartmann 10:31, 29. Jul. 2008 (CEST)
--Stefan B. Link 13:04, 30. Jul. 2008 (CEST)Lieber Lutz, nenn mir mal einen kritischen Rationalisten (Fallibilisten), der nicht sagte, dass die Aussage "keine gesicherte Erkenntis" nicht doch Unsinn ist in dem von mir dargestellten Sinne. Dein sich herauswindender Hinweis, "Fallibilismus ist nicht allein Popper" macht glauben, dass es Aussagen andere Fallibilisten gäbe, deren Schriften du kennst, die sehr wohl die Formulierung rechtfertigten. Bitte auch in den Diskussionen keine theorienbilddenden Argumtente, sag nur, was du belegen kannst. Die Abschwächung ist auch Unsinn, denn es geht um "gesicherte Erkenntnisse" (kritisch-rational gesicherte Erkenntnis), die es gibt, und um "Theorien, die wahr sein könnten, dessen man sich aber nicht sicher sein kann".--Stefan B. Link 13:04, 30. Jul. 2008 (CEST)

Erkenntnis ist kein Prozess, genauso wenig wie Ereignis, Vorkommnis, Besorgnis, Erzeugnis[Quelltext bearbeiten]

1. "-nis" ist eine übliche Endung (siehe http://de.wiktionary.org/wiki/-nis) die Prozesse derart substantiviert, dass das Ergebnis (das was sich ergibt) beschrieben wird.

2. Wäre "Erkenntnis" bereits ein Prozess hätte man den Begriff des "Erkenntnisprozesses" nicht gesondert erstellen müssen. Da Erkenntnis aber kein Prozess ist wirken Sätze wie "Ich mag es neues zu Erkenntnis" zurecht falsch. "Ich mag es neues zu bauen, zu sehen, zu erkennen" hingegen wirkt mit jedem richtigen Prozess eingesetzt richtig.

3. Der Prozess mit dem Ergebnis "Erkenntnis" ist bereits benannt mit "das Erkennen" oder "erkennen von ..."

Prozess (Substantiviert) Ergebnis
hindern/(das) Hindern Hindernis
sorgen/(das) Sorgen Besorgnis
erzeugen/(das) Erzeugen Erzeugnis
erkennen/(das) Erkennen Erkenntnis

Etliche weitere Beispiele finden sich unter http://de.wiktionary.org/wiki/Thesaurus:-nis Alle diese Wörter beschreiben Ergebnisse von Prozessen (=Vorgängen). Keins davon IST der Prozess. Vernünftigerweise ist anzunehmen das Erkenntnis hier keine Ausnahme ist.

Selbstverständlich gibts jedoch weitere Beispiele ohne -nis Endung wie: das Reisen -> Reise

4. Prozess bedeutet Vorgang. Also etwas das "vorangeht, fortschreitet, voranschreitet". Wer nun Behauptet irgendetwas (zB Erkenntnis) sei Ergebnis UND Prozess würde auch sagen das etwas voranschreitet und angekommen ist; Etwas dass sich ergibt und Ergeben hat. Logisch betrachtet schreitet etwas das angekommen ist nun aber nichtmehr voran.

Anmerkung: Philosophisch ist eigentlich nur interessant ob das Ergebnis und Prozess identisch sein kann/ist. Sollte es nicht identisch sein, überlasst es bitte der entsprechenden Sprache und damit vor allem deren Ethymologie welcher der Wörter welchen Begriff beschreibt bevor ihr neue Wörter für Begriffe einführt oder schlimmer Begriffe hinter Wörtern austauscht oder verändert. Es gibt keinen Grund die Inkommensurabilität der Sprache auf diese Weise künstlich zu verschlimmern. -- Tim 95.208.62.72 15:26, 11. Jun. 2010 (CEST)

Motivation zur erkenntnissammlungswillensstärke[Quelltext bearbeiten]

glaube, willensstark, erfahrung, lebenserfahrungen (reisen, schulen, arbeitsstätte, selbst studium, aufenthalte der besinnung, und das perfekterste gegenüber für constitutions vervollständingung des eigenem aspektes.

dazu die nötige lust gelehrnt erlehrnt an fach zu arbeiten, joga zur willensstärke aufzubauen. ausgelesene gesprächs partner mit der dazu gehöhrigen enthaltsamkeit des in öffentlichen räumen feierabend zu wollen. sport joga zuhöhren, lehrnen in fach über psychologie glaube, bis zur dazu gehöhrigen fach zusatz der kultur musik kunst harmonie und farben lehere des pythagorasses und das wissen von gut weisser magie, was weisse magie ausmacht im verteidigungs grundsatz des guten glauben übe den zb. abgesicherte blasphemische konzept symbolik desen schwarzen gen guten weissen glaubens. recht sicherheit ordnung und hauptsächlich des ehrenkodexes sich schnell in lösung schritten wieder gibt der korrekten motivation zum erkennen sich selbers hilft. -- (unsigniert)

Erkenntnisgegenstand[Quelltext bearbeiten]

Erkenntnisgegenstand ist eine Weiterleitung hierer. Der Begriff taucht allerdings nirgens auf. --Der-Wir-Ing (Diskussion) 09:50, 24. Dez. 2014 (CET)

Bezug zu Bildung und Pädagogik?[Quelltext bearbeiten]

Ich vermisse eine Erwähnung der Pädagogik als Versuch Erkenntnis zu vermitteln sowie eine Bezug zur Bildung. -- Nichtich (Diskussion) 07:13, 25. Mär. 2016 (CET)

Epiphanie = Erkenntnis[Quelltext bearbeiten]

Ich vermisse in dem Artikel die Erwähnung der Epiphanie als persönliche Erkenntnis. Dank James Joyce ist der Begriff in der (engl. sprachigen) Literaturwissenschaft bekannt und damit natürlich auch in der philosphisch-literarischen Textauslegung vorhanden. Oder würde das zu weit führen?--87.184.145.228 15:36, 15. Dez. 2016 (CET)

Grafik verständlich?[Quelltext bearbeiten]

Welchen Status hat die in den Artikel eingefügte Grafik oben rechts? Für mich wirft sie mehr Fragen auf als sie Erklärungen liefert. Wenn sie nicht aus einem Buch ist (auf das dann verwiesen werden sollte), dann geht sie in Richtung "Theoriefindung". Gegen die, also die Theoriefindung, ich weniger habe als die meisten anderen Wikipedianer, die aber dann halt auch aus sich heraus halbwegs plausibel sein muss. --Delabarquera (Diskussion) 11:33, 28. Feb. 2017 (CET)