Diskussion:Johann Adam Reincken

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Geburtsdatum[Quelltext bearbeiten]

Das Geburtsdatum ist laut MGG nicht archivalisch belegt und wahrscheinlich zu früh angesetzt. Catrin 19:13, 24. Jun 2005 (CEST)

Eigene Antwort: 1643 ist archivalisch belegt. --Catrin 08:52, 3. Feb 2006 (CET)

Hm. Wie kann dann aber 1667 schon eine Tochter von ihm heiraten? Mit 24 Jahren ein Kind zu haben ist kein Problem, aber im heiratsfähigen Alter? (anonym)

Die Tochter ist 1668 geboren. Sie heiratete 1686. --Wetwassermann 19:01, 17. Mär 2006 (CET)

Wann und wo wurde Johann Adam Reincken geboren?

Lt. Atlantis-Buch der Musik (Berlin 1934) : Reinken, 27.4.1623 in Wilshausen (Elsaß) nordwestlich v. Straßburg

Lt. Großem Brockhaus (Wiesbaden 1956): Reinken, Jan Adams, 27.4.1623 in Wilshausen (Elsaß)

Lt. dtv-Lexikon (München 1973): Reinken, Jan Adams, 27.4.1623 in Wilshausen (Elsaß)

Lt. Knaurs Lexikon (München 1975): Reinken, Jan Adams, 27.4.1623 in Wildeshausen (Oldenburg)



Der von Christoph Wolf im Begleitheft der Walcha’schen Einspielung des Bach’schen Orgelwerks zitierte Zeitzeuge, demzufolge der von Bachs Vorspiel in der Hamburger Katharinenkirche (1720) so ergriffene Reinken „damals bey nahe hundert Jahre alt war“, wird doch wohl einen Achtzigjährigen von einem Hundertjährigen unterscheiden haben können.

Zuzugeben ist, dass der Name – Vornamen (vor allem in der Kurzform „Jan Adams“) wie Familienname – typisch niederdeutsch ist. Nach einer Wikipedia-Quelle ist aber dem Vornamen Johann der Klammerzusatz „(Jean)“ beigefügt, was eine elsässische Herkunft erhärtet. Wildeshausen (Oldenburg) kann als Geburtsort wohl ausgeschlossen werden; hier wird es sich um einen Hörfehler, eine Verwechslung mit Wilshausen handeln. (anonym)


Werke[Quelltext bearbeiten]

1. Auswahl ist ja ganz schön, wieso aber der "Hortus musicus" als opus principale nicht auftaucht, ist mir schleierhaft.

2. Die Michaeliskantate "Und es erhub sich 1 Streit" stammt mit Sicherheit nicht von Reincken. In der Berliner Abschrift im Nachlaß von Sittart ist bei Einbindearbeiten etwas Rand weggeschnitten worden, so daß jetzt dort steht: Del Signor Rein. Daraus hat eine etwas vorschnelle Musikforschung zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine Zuschreibung an Reincken abgeleitet. Die aufgeworfenen Probleme, wieso Reinken hier als "Signor" und nicht, wie sonst immer, als "Monsieur" bezeichnet wird, und wieso er als Organist eigentlich dazu kommt, eine solche Quartalsmusik zu komponieren (dafür gab es schließlich den zuständigen Kantor Joachim Gerstenbüttel), wieso auch Reinken eine Komposition angefertigt haben soll, die eher den Stil um 1715-20 repräsentiert, liessen sich nie befriedigend klären.

Jürgen Neubacher hat schon vor etlichen Jahren herausgefunden, dass der Verfasser dieser Kantate ein Altonaer Musiker namens Rein ist. Tja, manchmal ist es so einfach. Belege hab ich jetzt grade mal nicht zu stecken, wer will, kann Neubacher gerne anrufen, er ist - als Bibliothekar - ein professionell auskunftsfreudiger Mensch und außerdem sehr nett.

3. Der kleine Betrug, den Reinken bei der Übernahme der Katharinenstelle angezettelt hat, ist nun wirklich gesichert. Also bitte hier nichts mehr von Wildeshausen, Wolff (der schreibt eben manchmal auch Quatsch, wenn der Tag lang ist), Elsaß und Hörfehlern. Wer es nachlesen will, sei auf die einschlägige Publikation von Ulf Grapenthin verwiesen (googeln könnt ihr ja selbst). Der Taufregister-Eintrag in Deventer sorgt für klare Verhältnisse. (nicht signierter Beitrag von Johannes Pausch (Diskussion | Beiträge) )

Christoph Wolff hat in der Neuauflage seiner Bach-Biographie im Vorspann eine Reihe von Korrekturen vorgenommen, die neueren Forschungsergebnissen Rechnung tragen. Darunter befindet sich auch die Richtigstellung von Reinckens´ Geburtsjahr. Zu der Bemerkung im Artkel, J.S.Bach sei bei seinem Besuch bei Reincken vom Internat in Lüneburg aus von dessen Improvisation über "An Wasserflüssen Babylon" tief beeindruckt gewesen: Worauf basiert die Behauptung, es habe sich um eine Improvisation gehandelt? Bezieht sich der tiefe Eindruck des jungen Bach nicht eher auf die sehr umfangreiche Choralfantasie von Reincken, die schließlich Bach ja für sich auch abgeschrieben hat? Umgekehrt war der alte Reincken tief beeindruckt, als Bach bei seinem Aufenthalt 1720 in Hamburg eine umfangreiche Improviation über eben diesen Choral vor großen Publikum gespielt hat. (Yeni Cifci) (unsigniert)
Änders doch: Its a Wiki! --Catrin 08:57, 23. Feb. 2007 (CET)[Beantworten]

Ulf Grapenthin: Ich bin auf diese Diskussions-Seite aufmerksam gemacht worden und verweise für den aktuellen Forschungsstand auf meinen Artikel im MGG2 (die genauen Angaben habe ich gerade in der Literaturliste eingetragen). Bei Gelegenheit, wenn ich etwas Zeit habe, werde ich den Artikel entsprechend ändern. Für spezielle Fragen stehe ich unter ulf.grapenthin AT googlemail.com zur Verfügung. / Signatur vergessen; Beitrag vom 8.1. 2008.

Wie kommt es bei der Werkauswahl zur Nennung einer Toccata in g? Beckmanns Gesamtausgabe der Orgel- und Cembalowerke kennt nur die Toccata in G,die übrigens sowohl in der Ausgabe der Orgelwerke wie auch der Cembalowerke steht, aber auch eine (nicht ganz gesicherte) Fuga in g. Bei den Stücken für Cembalo sollte neben den Suiten zumindest der große Variationszyklus "Schweiget mir vom Weiber nehmen" erwähnt werden, vor allem, weil sich hier ein Vergleich mit Frobergers Variationen über das gleiche Thema - allerdings dort mit dem Tital "Auff die Mayerin" - anbietet.(Yeni Cifci) (nicht signierter Beitrag von 87.175.58.207 (Diskussion) 20:04, 6. Apr. 2013 (CEST))[Beantworten]

Reinkens Werke für Tasteninstrumente schlummern bei mir schon lange im Notenschrank (in den Beckmann´schen Ausgaben). Den Klaviersuiten habe ich bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Als ich sie kürzlich auf meinem Cembalo durchspielte, war ich in hohem Maße erstaunt über ihre Originalität und Kühnheit. Sie stecken voller harmonischer und rhythmischer Überraschungen und übertreffen m.E. in dieser Hinsicht die Suiten seines Kollegen Buxtehude. Besonders interessant erschienen mir die Sarabande der 4.Suite und der bizarre Ouvertüren-Rhytmus der Allemande in der 8.Suite. Die Giguen sind alle rasante, sehr virtuos erscheinende, aber nicht allzu schwierig zu spielende Stücke. Bei mehreren Sarabandes schimmert bereits der Charakter von J.S.Bach berühmtem ersten Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier (I) durch. Ich nehme an, dass dem jungen Bach Reinkens Suiten nicht verborgen geblieben sind. (Yeni Cifci) (nicht signierter Beitrag von 87.175.7.232 (Diskussion) 19:55, 18. Sep. 2013 (CEST))[Beantworten]

Bedeutung[Quelltext bearbeiten]

Die Abschrift Bachs von Reinkens Choralfantasie "An Wasserflüssen Babylon" ist schon 2005, nicht erst 2006, gefunden worden. Sorry, keine offizielle Quelle an der Hand; die Info stammt aus einem Konzertprogramm von Konrad Klek, den Wiki mit dem Forschungsgebiet "Bach und Theologie" angibt. (anonym)