Diskussion:Siedeanalyse

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MTBE[Quelltext bearbeiten]

Hallo IP, ich habe Deine Änderung revertiert. Vielleicht solltest Du Dein Argument noch einmal genau überdenken, z.B. warum man Benzol nicht einfach herausdestilliert hat. Dann hätte man ja immer noch ein Benzin, nur ohne Benzol. Warum hat man gerade ein Produkt aus tert.-Buten und Methanol eingesetzt und nicht reines Methanol? Gruss, Linksfuss 20:40, 25. Okt. 2008 (CEST)

Antwort: Muss meine Argumente leider nicht ueberdenken, hoechsten mal besser darstellen.

Die destillative Entfernung des Benzols ist ja auch angewendet worden (Abtrennungsstrategie)!. Man hat ein sogenanntes Reformat Heartcut (aus dem Reformat/Platformat) hergestellt (3-Cut Splitter: C5 und ~iC6 ueber Kopf, alles was schwerer als Benzol ist in den Sumpf (C7+), benzolreiche Komponente als Seitenschnitt=Heartcut / mit bis zu 50% Benzol). Und dann hatte man Komponenten mit sehr wenig Benzol (C5/C6 und C7+), die man dann wieder zu Benzin zusammenblenden konnte. Den benzolreichen Heartcut-Schnitt konnte man zu Reinbenzol aufarbeiten. Es gibt noch andere Methoden, Benzol aus dem Benzin zu entfernen (Vermeidungsstrategie, Hydrierung), aber das wuerde hier zu weit fuehren.

Benzol siedet bei 80oC, ein Substitut fuer Benzol ist nur erforderlich, wenn man die E100 Min-Spec (46%) bereits erreicht hat. (Hat man bereits die E70-Spec (max 48/50%) im Benzin erreicht, so hat man die E100(>E70>48%) Minimum-Spec bereits ueberschritten, benoetigt also kein MTBE.) Bestehen also Probleme mit dem E100 (Minimum 46%, aktueller Wert des benzolhaltigen Benzinssei 46%, ohne Benzol, sagen wir 41%), so kann man das durch Zusetzen von Komponenten die < 100oC sieden, kompensieren (ca 5%) und die Spezifikation von 46% wieder erreichen. Da man ja noch "Luft" im E70 hat (s.o.), kann man auch Komponenten, die <70oC sieden, verwenden, um den E100 wieder in die Spec zu bekommen. Da bieten sich aber viel billigere Komponenten als MTBE an (iC5, C6-Paraffine). Hierbei wuerde der Siedeverlauf jedoch noch ungleichmaessiger ("buckliger"). Wenn man einen gleichmaessigen Siedeverlauf erzielen will (wie ist sowas definiert ? das gibt es keine Spezifikation), muss man Komponenten zumischen, die bei ~80oC sieden. MTBE siedet bei 65oC. Man erreicht durch Zudosierung von MTBE genau das Gegenteil, man erhaelt eine Verstärkung der "Siedeluecke".

Ist man an der Maximumbgrenzung des E100 (71%), so wuerde die Entfernung des Benzols die Situation nur entschaerfen. Beim Benzol gab es kein Siedelueckenproblem. Die Probleme gab es, wenn Toluol und C8-Verbindungen aus dem Pool entfernt worden sind, dann kann man die Minimumspec des E150 (>75%) nicht mehr halten (frueher gab es noch eine E125 Spec, die wuerde erst recht ein Problem darstellen).

MTBE wurde erst interessant, als die Aromatenspezifikation (z.Zt max 35%vol) eingefuehrt wurde, und zwar nicht um irgendwelche Siedeverlaeufe zu kompensieren, sondern um Oktanzahl zu "ersetzen".

Das Argument mit dem Methanol verstehe ich nicht. Methanol ist eine Komponente mit erheblich anderen Eigenschaften (sehr schlechter "Blending"-Dampfdruck, sehr schlechter Blending-E70, es zieht Wasser / genau so wie Ethanol ! herstellungstechnisch sind diese Alkohole eine Katastrophe) als MTBE. Das es zufaelligerweise dazu dient mit Isobuten zu MTBE synthetisiert zu werden hat doch nichts mit den Eigenschaften beider Verbindungen zu tun.

Es mag einige "poor man's" Raffinerien gegeben haben, die mangels Splitter das letzte Zehntelprozent des Benzols durch Verduennung (MTBE mit C6-Paraffinen) auf die erforderlichen 1,0%vol reduziert haben, aber das ist sehr sehr teuer.

Werde am Wochenende meinen alten Text wieder einbauen.

Hallo IP, schau vorher mal unter den verschiedenen Beiträgen hier. Das MTBE hauptsächlich als Oktanzahlbooster eingesetzt wird steht ja nicht im Gegensatz zur Verbesserung des Siedeverlaufs. Ich werde den Abschnitt bei Gelegenheit präzisieren. Gruss, Linksfuss 19:03, 31. Okt. 2008 (CET)

Nein, nein, ich wollte zum Ausdruck bringen, dass MTBE eben nicht zur Siedeverlaufsverbesserung geeignet ist, eine Praezisierung im Hinblick auf Siedeluecke-Benzol-MTBE ist voellig ueberfluessig. Unabhaengig von meiner Argumentation habe ich mich mal durch den Wust von Quellen, den du gegooglet hast durchgewuehlt (nicht alles). Ich habe nichts geeignetes gefunden bzw. hatte keinen Zugriff. Es steht dir frei eine Quelle zu nennen, in der explizit steht, dass die Benzol-Siedeluecke durch Einsatz von MTBE reduziert worden ist. Ich habe keine gefunden, d.h. eine solche Aussage waere nicht durch Quellen belegt.

Hallo IP, wie wäre es denn mit: Moreover, MTBE gives a more uniform distribution of octane number through the distillation range of automotive gasoline, thereby improving it´s road octane number.. Gerne mehr bei Bedarf. Gruss, Linksfuss 11:17, 1. Nov. 2008 (CET)
Vielleicht deutlicher: MTBE is particularly well suited for blending in premium gasoline which tend to have all its high octane components in the higher boiling range of the product. Blending MTBE lowers the RVP (Reid Vapour Pressure) and boiling tem. A balanced distribution of octane in the gasoline distillation helps maximise gasoline performance under all load conditions.. Gruss, Linksfuss 11:35, 1. Nov. 2008 (CET)

Was die Aussage dieser Quellen anbelangt, bleibe ich bei meinem Standpunkt, eine Siedeluecke wurde nicht geschlossen. Aber dass MTBE die Frontendoktanzahl (FOZ) verbessert, das ist klar (und genau das erwaehnen deine 2 Quellen). Nur leider ist die FOZ in Deutschland schon lange nicht mehr spezifiziert, spielt wohl nur noch in den USA eine Rolle (siehe deine Referenzen).Siehe auch: [1] Vor Reduzierung des Benzolgehaltes auf 1%(2000), lag das Limit bei 5%, aktuell war der Benzolgehalt vor dem Jahr 2000 bei ca. 2.8% [2]. Wenn man ca 2% Benzol aus der Mischung nimmt, sieht man das in der Siedeanlyse ueberhaupt nicht, so genau ist die Methode nicht. Es koennte sich in der FOZ bemerkbar machen, aber wie gesagt, die gibt es nicht mehr (schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr, wenn ich mich richtig erinnere, habe aber nichts in Google ueber den Zeitpunkt gefunden). Wie gesagt, zeige mir Quellen, die zum Blenden von MTBE wegen eines Problems im Siedeverhalten (hervorgerufen durch die Entfernung von Benzol) gefuehrt hat, ich werde der Argumentation sofort folgen. Die Verbesserung der Oktanzahl durch MTBE im Hinblick auf die Entfernung von Aromaten sollte unter Oktanzahl erwaehnt werden.

Ok, lassen wir es mal dabei, Deine Formulierung kann man stehen lassen. Vielleicht möchtest Du ja auch zu anderen Artikeln etwas beitragen, Mineralöl z.B. wartet schon lange auf die Erlösung. Gruss, Linksfuss 15:49, 1. Nov. 2008 (CET)

Defekter Weblink[Quelltext bearbeiten]

GiftBot (Diskussion) 20:06, 12. Jan. 2016 (CET)