Dniester-Bahn


Die k.k. privilegierte Dniester-Bahn (DB) (poln. Kolej Dniestrzańska (KD)) war ein 1871 gegründetes Eisenbahnunternehmen in Österreich, dessen Strecken in Galizien lagen. Heute liegt das frühere Bahngebiet in der Ukraine.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem Bau der Dniester-Bahn und der der Einführung neuer Bohrmethoden zur Erschließung des galizischen Ölgebiets wurde die Grundlage der österreichischen Erdölindustrie geschaffen.[1]
Namensgebend für die Bahn war der Fluss Dnister in seiner damaligen amtlichen Schreibweise. Nach der Firmen-Konzession des Innenministeriums vom 26. April 1871 (Bahn-Konzession erfolgt vom Handelsministerium) und den am 30. August 1871 genehmigten Statuten und des Konstitutionsaktes vom selben Tag wurde die Aktiengesellschaft k.k. priv Dniester-Bahn am 2. September 1871 beim Handelsgericht Wien in das Handelsregister eingetragen.[2]
Nach der am 1. Mai 1876 erfolgten Verstaatlichung firmierte sie als k.k. Dniester Staatsbahn. Vom 1. Mai 1876 bis zum 31. Dezember 1883 führte die Erste Ungarisch-Galizische Eisenbahn (EUGE) den Betrieb auf der Dniester-Bahn. Anschließend wurde der Betrieb für sieben Monate von einer k.k. Ministerialkommission geführt, ab 1. August 1884 schließlich von den k.k. Österreichischen Staatsbahnen (kkStB).
Strecken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chyrów–Drohobycz–Stryj (* 31. Dezember 1872, 100,21 Kilometer)
- Drohobycz–Borysław (* 31. Dezember 1872, 11,45 Kilometer)
Lokomotiven
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Lokomotiven der Dniester Bahn | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nummern | Bild | Anzahl | Hersteller | Baujahr | Bauart | kkStB-Nr. |
| 1–2 | 2 | Krauss/München | 1872 | C n2t | 62.09–10 | |
| 3–8 | 6 | Krauss/München | 1872 | B n2 | 31.11–16 | |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bernhard Neuner: Bibliographie der österreichischen Eisenbahnen von den Anfängen bis 1918. Band 2. Walter Drews Verlag, Wien 2002, ISBN 3-901949-00-3.
- Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich. Verlag Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-41-3.