Dolberg (Ahlen)

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Dolberg
Stadt Ahlen
„In Gold (Gelb) ein roter doppelt gezinnter Kranz.“
Koordinaten: 51° 42′ 41″ N, 7° 55′ 8″ O
Höhe: 66 m
Fläche: 21,9 km²
Einwohner: 3445 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 59229
Vorwahl: 02388
Dorfbrunnen mit Thuleberh-Statue

Dolberg ist der südlichste Stadtteil von Ahlen (Westfalen) am nördlichen Ufer der Lippe gelegen. Dolberg grenzt im Westen und Süden an Hamm sowie im Osten an Beckum und Lippetal. Von der BAB A2 über die Ausfahrt Hamm-Uentrop sind es etwa 5 km zum Ortskern, durch den die ehemalige B61 führt.

Das Dorf hat nach Angaben aus dem Dezember 2011 3479 Einwohner, was 5,5 % der Gesamtbevölkerung von Ahlen entspricht.[2] Dolberg erstreckt sich über eine Fläche von 21,9 km².

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier Bauerschaften gehören zu Dolberg:

  • Gemmerich
  • Guissen
  • Henneberg
  • Ostdolberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Dolberg wurde im Jahr 955 in einer Urkunde Kaiser Ottos I. erstmals urkundlich erwähnt. Die Königsurkunde trägt den Titel Curtis Thuliberh (vgl. Wallgärtner 1996). Die erste Erwähnung der Dolberger Kirche stammt aus dem Jahr 1193. Als Erbauer und somit Pfarrei-Gründer gilt Werinher von Thuleberge, Blutsverwandter des Bischofs Werinher von Münster.[3] Der Name Thuliberh gilt als Urfassung des heutigen Begriffs Dolberg.

Dolberg war eine eigenständige Gemeinde, bis sie am 1. Juli 1969 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ahlen eingemeindet wurde.[4][5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold (Gelb) ein roter doppelt gezinnter Kranz.“

aus: Urkunde des Innenministers NW vom 8. Juli 1966

Begründung: Es handelt sich um das Siegel des mittelalterlichen Edelherrengeschlechts von Dolberg, das in den Farben Rot und Gold angelegt wurde, um die Zugehörigkeit der Gemeinde zum alten Fürstbistum Münster zum Ausdruck zu bringen.

aus: Staatsarchiv Münster vom 28. März 1966

Industrie und Handwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dolberg existieren ein Bootsbaubetrieb sowie eine Trailerfabrikation.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mit Abstand größte Sportverein des Dorfes ist der SV Eintracht Dolberg mit Abteilungen für Handball, Volleyball, Tischtennis und Tennis. Die Handballmannschaft des Vereins spielt in der Landesliga. Die Spielvereinigung Dolberg bietet Fußball und Laufen an, der TC Dolberg Tennis. Der VfL Gemmerich spielt in einer Betriebssport-Liga Fußball und hat zudem eine Mannschaft für Kleinkaliberschießen.[6]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Grundschulrektor Heinz Loermann hatte das Dorf einen Heimatdichter. Dieser war ferner von 1962 bis 1975 als Kreisbereitschaftsführer des DRK-Kreisverbandes Beckum sowie als Bezirksbereitschaftsführer im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe tätig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Kerkmann: 800 Jahre St. Lambertus Dolberg. Festschrift der St. Lambertus Kirche zu Dolberg. Ahlen 1993.
  • Gisela Wallgärtner: Von Thuliberh bis Dolberg. Aus der Geschichte eines Dorfes. Ahlen 1996, ISBN 3-00-001212-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dolberg (Ahlen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Ahlen, Bevölkerungsdaten, Dezember 2017
  2. Stadt Ahlen – Bevölkerungsdaten. Dezember 2011, archiviert vom Original am 18. November 2010; abgerufen am 3. Juni 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ahlen.de
  3. Rückblick – die Geschichte von St. Lambertus Dolberg. Abgerufen am 23. November 2011.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  5. Gesetz über die Eingliederung der Gemeinden des Amtes Ahlen in die Stadt Ahlen, Landkreis Beckum. 24. Juni 1969, abgerufen am 23. November 2011.
  6. Dolberger Vereine. www.ahlen-dolberg.de, abgerufen am 3. Oktober 2013.