Domburg im Hakel

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Domburg im Hakel
Ansicht der Kernburg vom Graben

Ansicht der Kernburg vom Graben

Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Heteborn
Geographische Lage 51° 52′ 34,7″ N, 11° 19′ 0,5″ OKoordinaten: 51° 52′ 34,7″ N, 11° 19′ 0,5″ O
Höhe: 244 m ü. NN
Domburg im Hakel (Sachsen-Anhalt)
Domburg im Hakel
Domburg, Ansicht der Kernburg vom Hof
Domburg, Ansicht der Kernburg vom Hof

Die Domburg ist eine mittelalterliche Niederungsburg, deren Ruine sich im Waldgebiet des Hakel, im Landkreis Harz in der Gemarkung Heteborn befindet, einem alten Reichsforst, der 941 in einer Urkunde Ottos I. „saltus Hacul“ genannt wurde.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 244,5 m ü. NN gelegene Anlage geht möglicherweise auf eine hochmittelalterliche Burg zurück. Die Hauptburg hatte einen Durchmesser von 110 Metern, der Durchmesser der Vorburg betrug 300 Meter. Von der Ruine steht noch eine zehn Meter hohe Wehrmauer aus Feldsteinen, und auch der Burggraben ist noch vorhanden. Die Mauerreste stammen von einem im 13. Jahrhundert in der Burg errichteten nahezu rechteckigen Kastell. In der nördlichen Wand befindet sich eine gut erhaltene schmale rechteckige Türöffnung, die zum Burghof geführt haben dürfte. Die Abmessungen der Tür sind so gestaltet, dass ein einzelner gepanzerter Reiter ohne abzusteigen in den Hof reiten konnte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1310 wurde die Domburg erstmals als Besitz Ludolphs von Knesebeck urkundlich erwähnt. Angeblich trieb das Geschlecht von hier aus sein Unwesen als Raubritter. Damals führte die alte Heer- und Handelsstraße LeipzigLüneburg in der Nähe der Burg vorbei. Die Überfälle führten dazu, dass 1367 die Burganlage durch Truppen des Bischofs Albert III. von Halberstadt sowie von Truppen der Städte Aschersleben, Halberstadt und Quedlinburg belagert und erobert wurde. Danach befand sie sich im Besitz der Bischöfe von Halberstadt. Sie diente in der Folgezeit häufig als Pfandobjekt. Bereits im 15. Jahrhundert war die Burg verlassen.

Über die Domburg und ihre vermeintlich unermesslichen Schätze berichten zahlreiche Sagen aus dem Harzvorland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Grimm: Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle der Bezirke Halle und Magdeburg. Akademie-Verlag, Berlin 1958.
  • Corinna Köhlert, Jürgen Blume: Von Schlössern und Burgen in Sachsen-Anhalt. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2000, ISBN 3-89812-058-9, Seite 160–161.
  • Friedrich Stolberg: Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit. Lax, Hildesheim 1983.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domburg (Hakel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Die Dummburg (Sage) – Quellen und Volltexte