Dominanz (Genetik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Autosomal dominanter Erbgang

In der Genetik wird zwischen dominanten (v. lat.: dominus = Herr, beherrschend) und rezessiven Allelen unterschieden, wobei sich die dominanten Allele gegenüber den rezessiven in der Merkmalsausprägung durchsetzen.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Hat ein Mensch in seinem Erbgut die Blutgruppeneigenschaft B und auf dem zweiten Chromosomensatz die Blutgruppeneigenschaft 0, dann ist B dominant und 0 rezessiv. Seine Blutgruppe ist B, denn die dominante Eigenschaft B setzt sich in der Merkmalsausprägung gegenüber der rezessiven Eigenschaft 0 durch.
  • Bei der Erbsenpflanze gibt es rote und weiße Blüten. Für die unterschiedliche Blütenfarbe sind verschiedene Allele zuständig: das Allel für die rote oder das für die weiße Blütenfarbe. Da in diploiden Organismen wie der Erbsenpflanze immer zwei Allele vorkommen, die ein Merkmal bestimmen, kann die Pflanze zwei gleiche Allele für die rote Blütenfarbe, zwei gleiche Allele für die weiße Blütenfarbe oder zwei unterschiedliche Allele (eines für die rote und eines für die weiße Blütenfarbe) besitzen. In letzterem Fall entsteht dennoch eine rote Blüte, weil das Merkmal „weiß“ durch das dominante Allel für die rote Blütenfarbe überdeckt wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Elisabeth Günther: Grundriß der Genetik, 2. Auflage, Gustav Fischer, Stuttgart 1971

Siehe auch[Bearbeiten]