Dreiblättriger Baldrian

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Dreiblättriger Baldrian
Dreiblättriger Baldrian (Valeriana tripteris)

Dreiblättriger Baldrian (Valeriana tripteris)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Baldriangewächse (Valerianoideae)
Gattung: Baldriane (Valeriana)
Art: Dreiblättriger Baldrian
Wissenschaftlicher Name
Valeriana tripteris
L.

Der Dreiblättrige Baldrian (Valeriana tripteris) ist eine Art in der Gattung der Baldriane (Valeriana).

Dreiblättriger Baldrian in Haute-Savoie (Frankreich)

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze wird etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die Spreiten der Grundblätter sind deutlich herzförmig, wobei die oberen Stängelblätter dreischnittig, selten fünfschnittig oder ungeteilt sind. Die Laubblätter sind kahl bis dicht, fast graufilzig behaart. Die Krone ist weiß bis blassrosa.

Blütezeit ist von April bis Juli.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 16, auch für die Unterarten subsp. tripteris und subsp. austriaca.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Dreiblättrigen Baldrian sind Gebirge Europas von den Vogesen bis zu den Karpaten, weiters bis Nordspanien, dem südlichen Italien und dem Norden Griechenlands.[2] Die Pflanze ist insgesamt in Österreich häufig, fehlt aber im Burgenland und Wien. Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanze feucht-schattige Felshänge, Felsspaltengesellschaften, Felsblöcke in Wäldern in der montanen bis subalpinen Höhenstufe. Sie ist eine Charakterart der Klasse Aplenietea trichomanis.[1]

Dreiblättriger Baldrian (Valeriana tripteris) in der Sierra dos Gredos in Spanien

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valeriana tripteris wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 32, erstveröffentlicht[3].

Man kann folgende Unterarten unterscheiden[1]:

  • Valeriana tripteris subsp. tripteris: Sie hat behaarte Blattstiele bei den grundständigen Blättern, aber sonst sind die Blätter kahl oder nur spärlich behaart. Sie kommt meist auf kalkamer Unterage vor.
  • Valeriana tripteris subsp. austriaca E. Walther: Sie hat kahle Blattstiele bei den grundständigen Blättern
  • Valeriana tripteris subsp. tomentella E. Walther: Sie hat beiderseits behaarte Blätter.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Muer, Angerer: Alpenpflanzen, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-3374-1
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 882–883.
  2. D.J. Ockendon: Valeriana. In T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). (Valeriana tripteris - aus dem unveränderten Nachdruck von 2010 (ISBN 978-0-521-15367-6)
  3. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Stockholm 1753, S. 32 (Online Erstveröffentlichung von Valeriana tripteris digitalisiert bei Biodiversity Heritage Library).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreiblättriger Baldrian – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien