Drip Painting

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Action Painting – links gespritzt, rechts getröpfelt
Josef Trattner, abstrakt-expressionistisches Weinbild, 2010

Drip Painting (engl. für „getropfte Malerei“, auch Dripping oder Oszillation) ist eine Maltechnik, die von dem surrealistischen und dadaistischen Maler Max Ernst als Oszillation entwickelt wurde und zum ersten Mal auf dem Bild Der verwirrte Planet (1942) zu sehen war. Hierfür wird eine Konservendose verwendet, die der Künstler an einer Schnur von ein bis zwei Metern Länge befestigte. Diese wird an der Unterseite mit einem kleinen Loch versehen, aus dem die flüssige, in die Dose gefüllte Farbe entweichen kann. Durch das Hin- und Herschwingen der Dose über eine flachliegende Leinwand entstehen Linien auf dem Untergrund, die an mathematische Graphen erinnern. Max Ernst, der mehrere Mal- und Zeichentechniken erfand, die zufällige Strukturen erzeugen, verwendete das Dripping nur in einigen Bildern seines Spätwerks.

Knud Merrild (1894–1954) schuf zur gleichen Zeit, unter anderem mit dem Gemälde Perceptual Possibility von 1942 (Museum of Modern Art New York) Arbeiten mithilfe dieser Technik, die er "Flux Paintings" nannte.

Bekannt wurde die Technik insbesondere durch den amerikanischen Maler Jackson Pollock. Pollock schuf überwiegend großformatige Werke, für die die Leinwand auf den Boden gelegt wurde. Die Farbe wurde mit großen Pinseln oder direkt aus den Farbtöpfen tropfend und schleudernd aufgetragen. Eine weitere, extremere Form des Drip Paintings ist das Schüttbild, wie zum Beispiel Werke von Hermann Nitsch und Josef Trattner.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christ Murken-Altrogge und Axel Hinrich Murken: Vom Expressionismus bis zur Soul and Body Art: Prozesse der Freiheit. Dumont, Köln 1985, ISBN 3-7701-1756-5.