Drubbel

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Ein Drubbel ist eine historische ländliche Siedlungsform. Er umfasst zwischen drei und 15 Gehöfte mit ihren zahlreichen Nebengebäuden in lockerer Anordnung und bildet oft den Siedlungskern einer Streusiedlung. Der Begriff ist vor allem in Westfalen gebräuchlich.

Drubbel sind aus Einzel- und Doppelhofsiedlungen durch Hofteilung und Zusiedlung entstanden. Sie sind an leicht zu bearbeitenden, sandigen Boden mit Eschflur oder (seltener) mit Blockflur gebunden. Im Ravensberger Land gehörte zu einem Drubbel jeweils eine Bauernschaftsglocke.

Verbreitungsgebiet ist vor allem das nordwestdeutsche Altsiedelland (vor allem westlich der Weser), teilweise auch Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Bekannt ist der ehemalige Drubbel in Münster.

Sprachgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Druwwel oder Drubbel meint im Niederdeutschen etwas dicht Gedrängtes, eine dichte Zusammenrottung oder eine gedrängte Menschenmenge.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pilkmann-Pohl: Plattdeutsches Wörterbuch des kurkölnischen Sauerlandes. Strobel, Arnsberg 1988, ISBN 3-87793-024-7, S. 77.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]