Mecklenburg-Vorpommern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Land Mecklenburg-Vorpommern
Mäkelborg-Vörpommern (niederdeutsch)
Flagge Mecklenburg-Vorpommerns
Landesflagge
BerlinBremenBremenHamburgNiedersachsenBayernSaarlandSchleswig-HolsteinBrandenburgSachsenThüringenSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSchweizBodenseeÖsterreichLuxemburgFrankreichBelgienTschechienPolenNiederlandeDänemarkBornholm (zu Dänemark)Stettiner HaffHelgoland (zu Schleswig Holstein)NordseeOstseeKarte
Über dieses Bild
Wappen Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen
Wahlspruch: MV tut gut.[1]
Basisdaten
Sprache: Deutsch, Niederdeutsch[2]
Landeshauptstadt: Schwerin
Staatsform: parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat eines Bundesstaates
Fläche: 23.211,05 km²
Gründung: 3. Oktober 1990
Schulden: 12,022 Mrd. EUR
(31. Dezember 2015)[3]
ISO 3166-2: DE-MV
Website: www.mecklenburg-vorpommern.de
Bevölkerung
Einwohnerzahl: 1.608.241 (30. September 2016)[4]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 8,1 % (November 2017)[5]
Politik
Regierungschefin: Ministerpräsidentin
Manuela Schwesig (SPD)
Landtagspräsidentin: Landtagspräsidentin
Sylvia Bretschneider (SPD)
Regierende Parteien: SPD und CDU
Sitzverteilung des 7. Landtags:
      
Sitzverteilung im Landesparlament: Von 71 Sitzen entfallen auf:
  • Linke 11
  • SPD 26
  • CDU 16
  • BMV 4[6]
  • AfD 13[7]
  • fraktionslos 1
  • Letzte Wahl: 4. September 2016
    Nächste Wahl: voraussichtlich Herbst 2021
    Bundesrats­stimmgewicht: 3
    PolenKönigreich DänemarkSchleswig-HolsteinNiedersachsenBrandenburgMüritzStettiner HaffOstseeSchwerinHansestadt RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-Parchim
    Die historischen Landesteile Mecklenburg und Vorpommern, getrennt durch die gestrichelte rote Linie. Dargestellt sind die Landkreise seit der Reform 2011.
    Das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns und Sitz des Landtags. Es ist eines von über 2000 Schlössern, Burgen und Gutshäusern im Land.

    Mecklenburg-Vorpommern [ˈmeːklənbʊʁk ˈfoːɐ̯pʰɔmɐn] (niederdeutsch Mäkelborg-Vörpommern[8] ['mɛːkl̩bɔɾx fœæ̯'pɔmmæn], Abkürzung MV) ist ein Land im Nordosten Deutschlands im Zentrum des südlichen Ostseeraumes. Es grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im Süden an Brandenburg und im Osten an die Republik Polen.

    Die Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern als politische Einheit beginnt 1945 durch die Vereinigung des Landes Mecklenburg mit dem bei Deutschland verbliebenen Rest von Vorpommern (ohne Stettin). Beide Länder hatten zuvor über Jahrhunderte hinweg eine völlig verschiedenartige Geschichte durchlaufen. Im Zuge einer Verwaltungsreform der DDR 1952 erfolgte eine Aufteilung des Landes in drei Bezirke (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg). Nach der Wende wurde Mecklenburg-Vorpommern 1990 mit neuem Gebietszuschnitt neu gegründet und nach der Wiedervereinigung zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland.

    Das Land mit gut 1,6 Millionen Einwohnern (2015) gliedert sich in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte. Seine Landeshauptstadt ist Schwerin. Die größte Stadt unter den 84 Städten des Landes ist die Regiopole Rostock. Weitere Zentren sind Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Greifswald, Wismar, Güstrow, Waren (Müritz) und Neustrelitz. Die Metropolregionen von Hamburg und Berlin wirken in das Land hinein, ebenso die Öresundregion über die Ostsee und Stettin mit seinem grenzübergreifenden Ballungsraum. Abseits der größeren Städte ist Mecklenburg-Vorpommern ländlich geprägt, vor allem durch historisch gewachsene Landstädte und Gutsdörfer sowie ihre umgebenden Kulturlandschaften.

    Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns konnte sich nach der Umbruchphase in den 1990ern neu strukturieren, die Zahl der Arbeitsplätze hat sich dem Bundesdurchschnitt angenähert und die Wirtschaftskraft wächst. Die Struktur ist von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen und einigen großen Betrieben geprägt. Hauptsächliche verarbeitende Industriezweige sind maritime Wirtschaft, Maschinenbau, Automobilzulieferer, Energietechnik und die Konsum- und Lebensmittelindustrie. Wachstumsbranchen sind vor allem Bereiche der Spitzentechnologie, insbesondere Biotechnologie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt und Informationstechnik. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Dienstleistungen, die Landwirtschaft und die Gesundheitswirtschaft tragen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Die beiden Universitäten im Land, Greifswald und Rostock, zählen zu den ältesten Hochschulen der Welt. Diese und die weiteren Wissenschafts- und Hochschulstandorte wie Neubrandenburg, Wismar und Stralsund sind Anziehungspunkte für Gründer und Start-up-Unternehmen sowie etablierte Technologiefirmen. Als Ausbildungsstandorte sind zudem die Fach- und Berufsschulen bedeutend. Infrastrukturell sind vor allem die Flughäfen Rostock-Laage und Heringsdorf (Insel Usedom), die Autobahnen A19, A20 und A24, die Bundesstraßen, Schienenwege samt Bahnhöfen, Wasserstraßen, sowie die Seehäfen Rostock, Wismar und Sassnitz von überregionaler Bedeutung.

    Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören drei der 16 deutschen Nationalparks und damit mehr als zu jedem anderen Bundesland; zudem gibt es acht Naturparks und hunderte Landschafts- und Naturschutzgebiete. Die Kulturlandschaft wird durch eine Vielzahl von Baudenkmalen angereichert, darunter Altstädte, Schlösser und Bauernhäuser. Große Landschaftsteile werden jedoch zunehmend durch weithin sichtbare Windkraftanlagen verändert. Die zwei größten deutschen Inseln Rügen und Usedom befinden sich an der pommerschen Ostseeküste. Mecklenburg-Vorpommern ist als Teil des norddeutschen Tieflands überwiegend flach; bedingt durch die letzte Eiszeit gibt es aber in vielen Landesteilen Hügelketten wie zum Beispiel die Mecklenburgische Schweiz, Steilküsten, und Seenlandschaften wie das Mecklenburger Seenland. Im wasserreichen Land gibt es etwa 2000 km Küstenlinie samt Außenküste und diversen Buchten und Lagunen sowie ein landesweites Netz von Flüssen und Kanälen. Hinzu kommen über 2000 Seen, von denen der größte die Müritz ist, die zugleich der flächengrößte deutsche See ist. Das Klima ist nemoral und im Küstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprägt.

    Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Denkmal für die Burg Mecklenburg bei Wismar

    Name des Landes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Offizielles Logo des Landes Mecklenburg-Vorpommern[9]

    Aussprache und Gebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Wort Mecklenburg wird im Land gängigerweise [meːklənbʊɐç] oder Meeklenburch ausgesprochen. Das „e“ wird lang gesprochen (dies ist als deutschlandweite korrekte Aussprache des „E“ zu verstehen; siehe: CK im Norden) und das „g“ wie ein palatales „ch“. Die Veränderung des „G“ im Auslaut ist ein Überrest niederdeutscher Phonologie.

    In den mecklenburgisch-vorpommerschen Varietäten des Niederdeutschen gebraucht man den altniederdeutschen Namen Mękelborg.

    Als Abkürzung für den Namen des Landes sind umgangssprachlich MV und Meck-Pomm gebräuchlich, wobei die zweite Variante eine von Einheimischen als falsch wahrgenommene Aussprache des Namensteils „Meck“ beinhaltet.

    Die Bewohner des Landes werden je nach Landesteil als Mecklenburger oder Pommern bzw. Vorpommern bezeichnet; die Bezeichnung als Mecklenburg-Vorpommern ist unüblich, da die zwei Landesteile eine jeweils eigene Geschichte und Identität haben.

    Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und der Westen der preußischen Provinz Pommern, wie sie von 1815 bis 1934 Bestand hatten

    Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto III. auf der „Mikelburg“ gezeichnet hat. Die Urkunde stammt aus dem Jahr 995. Im Altniederdeutschen bedeutete mikil „groß“ und der im 10./11. Jahrhundert entstandene Name Mikilinborg („große Burg“) bezieht sich auf die Burg Mecklenburg bei Wismar. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später deutsch Meklenburg und Mecklenburg.

    Der Name Pommern ist slawischer Herkunft. Der Name Vorpommern entstand erst relativ spät (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung für die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich von dem slawischen (kaschubischen) „po morje“ = am Meer ab (siehe auch Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Bereits 1046 wird der erste Pommernfürst Zemuzil erwähnt. Der Begriff Pommern wurde im weiteren Verlauf des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

    Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Landes Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und Swinemünde) der früheren preußischen Provinz Pommern auf Grund eines Befehls der Sowjetischen Militäradministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen für das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon früh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab 25. Februar 1947 verbindlich.

    Erst mit der Neukonstituierung als Land in verändertem Gebietszuschnitt – Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg – im Herbst 1990 erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Länder der DDR bis 1952 (lila),
    Bundesländer 1990 (rot)

    Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945, siehe: Geschichte Mecklenburgs und Geschichte Pommerns.

    Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen Militäradministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg, dem bei Deutschland verbliebenen, also überwiegenden Teil Vorpommerns sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus[10] gebildet. Schon im Jahre 1947 wurde der Landesteil Vorpommern aus dem Landesnamen entfernt und das Territorium bestand nunmehr als Land Mecklenburg bis 1952 fort.[11]

    Bereits 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und im Wesentlichen in die drei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) und Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt.

    Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 erfolgte die Neugründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus den Bezirken Neubrandenburg, Rostock und Schwerin ohne die Landkreise Perleberg, Prenzlau und Templin und entsprach so in etwa jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg waren während des Aufbaus der neuen Verwaltungsstrukturen Partnerländer von Mecklenburg-Vorpommern.

    Seit der politischen Wende wurden im gesamten Land weite Teile zahlreicher Städte im Rahmen der Städtebauförderung saniert. Die Historischen Altstädte Stralsund und Wismar wurden 2002 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit der Wende nicht nur mit einem tiefgreifenden Struktur-, sondern auch mit einem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte die Landesregierung daher mit einer umfassenden Kreisgebietsreform, der im Jahr 2011 eine zweite folgte.

    Mecklenburg-Vorpommern war 2007 Gastgeber des global bedeutenden G8-Gipfels der Industriestaaten, dieser fand in Heiligendamm nahe Rostock statt. Seit 1990 befindet sich der Wahlkreis der seit 2005 regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, ihr Wahlkreisbüro ist in Stralsund. Der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck war von 2012 bis 2017 deutscher Bundespräsident und hielt wie die Kanzlerin regelmäßig Veranstaltungen im Land ab.

    Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Landesgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Geografisch gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, das etwa zwei Drittel der Landesfläche ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern, Amt Gartz (Oder) ausgenommen), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch). Bis 1950 gehörte auch der Fürstenberger Werder noch zum Landesgebiet.

    Relief und Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns: Geländehöhen (braun) jeweils auf dem Höhenpunkt, Höhen der Gewässerspiegel dunkelblau, Wasserscheiden kreuzende Gewässer lila.

    Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Müritz (hier bei Röbel) ist ein Teil des Mecklenburger Seenlands

    Küste und Wasserflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine Küstenlänge von etwa 2000 km und damit die längste Küste aller deutschen Bundesländer. Den Großteil davon nehmen Buchten und die Vorpommersche Bodden- und Haffküste ein, denn die Küste im östlichen Landesteil ist besonders stark durch Lagunen und Meerengen gegliedert. Die Außenküste ist etwa 350 km lang.

    Die beiden größten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, Rügen und Usedom, sind zugleich Deutschlands größte Inseln. Weitere größere Inseln sind Poel (drittgrößte des Landes und siebtgrößte Deutschlands), Ummanz und Hiddensee.[12] Die bedeutendste Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst. Zu den bekannten Binneninseln des Landes gehören die Altstadtinsel von Malchow im Malchower See, die Schlossinsel Mirow und die Neubrandenburger Torpedo-Trümmerinsel im Tollensesee.

    Das Land MV wird durch Flüsse und Kanäle mit einer Gesamtlänge von mehr als 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen über 2028 Seen mit einer Gesamtfläche von 738 km² besitzt Mecklenburg-Vorpommern eine einzigartige Seen- und Wasserlandschaft. Die Müritz ist der größte vollständig auf deutschem Territorium liegende See in Deutschland und ist ein Teil des weitläufigen Mecklenburger Seenlands (auch als Seenplatte bekannt). Andere große Seen sind der Plauer See, der Schweriner See und der Schaalsee in Westmecklenburg, sowie der Malchiner See, Kummerower See und Tollensesee im östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete sind die Feldberger und die Sternberger Seenlandschaft. Im Zuge der Hochwasserkrisen 2011 und 2013 wurde ein neues Katastrophenschutz-Vorwarnsystem eingerichtet, um besser in Krisensituationen reagieren zu können. Der Küstenschutz spielt im ganzen Ostseeraum eine wichtige Rolle.

    Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (Pleistozän) geprägt. Die Landschaftsformen südlich der Küstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach Südwest:[13]

    • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat überwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m über NHN. Die Spiegel der meisten Gewässer liegen sogar weniger als 10 m über dem Meer.
    • Der Baltische Landrücken mit der Mecklenburgischen Seenplatte zieht sich als Jungmoränenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger Südosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche Hügelkuppen mehr als 100 m ü. NHN. Der Spiegel der Müritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m über dem Meer.
    • Das südwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet südwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwässert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hält.

    Das Land ist flach bis hügelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen Landrücken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen nahe der Küste wie der Piekberg auf Rügen (161 m), die Kühlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. Ausgeprägte Tallandschaften weisen die Flüsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kürzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

    Mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem Müritz-Nationalpark liegen insgesamt drei der 14 deutschen Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern, das somit über mehr dieser besonderen Schutzgebiete verfügt als jedes andere deutsche Bundesland.

    Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im Küstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemäßigtem Klima im Binnenland geprägt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem im Bereich der Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

    Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Landkreise und kreisfreie Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist das Land in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte gegliedert. Seitdem gehören fünf der Landkreise zu den flächengrößten Deutschlands.

    PolenKönigreich DänemarkSchleswig-HolsteinNiedersachsenBrandenburgMüritzStettiner HaffOstseeSchwerinHansestadt RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-Parchim
    Landkreise und kreisfreie Städte in Mecklenburg-Vorpommern
    Landkreis oder kreisfreie Stadt Landesteil Kreissitz Einwohner
    31. Dezember 2015[14]
    Fläche
    km²
    Einwohner
    pro km²
    Rostock Mecklenburg 206.011 181,26 1136
    Schwerin Mecklenburg 96.800 130,52 742
    Landkreis Ludwigslust-Parchim Mecklenburg Parchim 214.113 4.751,86 45
    Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Mecklenburg
    (teils Vorpommern)
    Neubrandenburg 262.517 5.470,03 48
    Landkreis Nordwestmecklenburg Mecklenburg Wismar 156.270 2.118,45 74
    Landkreis Rostock Mecklenburg Güstrow 213.473 3.422,23 62
    Landkreis Vorpommern-Greifswald Vorpommern
    (teils Mecklenburg)
    Greifswald 238.358 3.929,48 61
    Landkreis Vorpommern-Rügen Vorpommern
    (teils Mecklenburg)
    Stralsund 224.820 3.207,22 71

    Städte, Ämter und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oberzentren
  • Mittelzentren
  • Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 756 politisch selbständigen Städten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: zwei kreisfreie Städte und 754 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind 38 amtsfrei. Die 716 amtsangehörigen Städte und Gemeinden sind zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu 76 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 1. Januar 2015). Neben den vier Oberzentren Rostock, Schwerin, Stralsund-Greifswald und Neubrandenburg erfüllen 18 Städte im Land die Funktion als Mittelzentrum für ihre Region, siehe Liste. Weiterhin sind Grundzentren im ländlichen Raum und im Stadtumland definiert.[15]

    Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die 25 größten Städte im Land sind:

    Stadt Landkreis Einwohner
    am 31. Dezember 2015[14]
    Rostock kreisfreie Stadt 206.011
    Schwerin kreisfreie Stadt 96.800
    Neubrandenburg Mecklenburgische Seenplatte 63.602
    Stralsund Vorpommern-Rügen 58.041
    Greifswald Vorpommern-Greifswald 57.286
    Wismar Nordwestmecklenburg 42.557
    Güstrow Rostock (Landkreis) 28.845
    Waren (Müritz) Mecklenburgische Seenplatte 21.153
    Neustrelitz Mecklenburgische Seenplatte 20.504
    Parchim Ludwigslust-Parchim 17.918
    Ribnitz-Damgarten Vorpommern-Rügen 15.155
    Bergen auf Rügen Vorpommern-Rügen 13.484
    Anklam Vorpommern-Greifswald 12.712
    Wolgast Vorpommern-Greifswald 12.312
    Ludwigslust Ludwigslust-Parchim 12.255
    Bad Doberan Rostock (Landkreis) 12.107
    Hagenow Ludwigslust-Parchim 11.697
    Demmin Mecklenburgische Seenplatte 11.269
    Pasewalk Vorpommern-Greifswald 10.535
    Grevesmühlen Nordwestmecklenburg 10.496
    Boizenburg/Elbe Ludwigslust-Parchim 10.379
    Grimmen Vorpommern-Rügen 10.019
    Sassnitz Vorpommern-Rügen 9560
    Ueckermünde Vorpommern-Greifswald 8844
    Teterow Rostock (Landkreis) 8604
    Der historische Marktplatz der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald

    Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags.
    11
    26
    16
    18
    11 26 16 18 
    Insgesamt 71 Sitze

    Grundlage der mecklenburg-vorpommerschen Politik ist die Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Mai 1993, die am 15. November 1994 in Kraft trat.

    Ministerpräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Nachkriegs- und der Zeit der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt Bürger (19. Juli bis 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

    Von 1952 bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete den Hauptteil der drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

    Seit der Wiederherstellung des Landes in der Bundesrepublik 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster Ministerpräsident des wiederhergestellten Landes nach der deutschen Wiedervereinigung. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, der 1992 bis 1994 in einer Koalition der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition aus CDU und SPD regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher längste Amtszeit. Von Oktober 2008 bis Juli 2017 war Erwin Sellering (SPD) Ministerpräsident in einer rot-schwarzen Koalition. Nach der Landtagswahl 2011 trat Sellering am 25. Oktober 2011 seine zweite Amtszeit, nach der Landtagswahl 2016 am 1. November 2016 schließlich seine dritte Amtszeit an. Am 30. Mai 2017 kündigte er wegen einer Krebserkrankung seinen Rücktritt von allen Ämtern an.[16]

    Landesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Regierungsgeschäfte in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den/die Ministerpräsidenten/in und acht Minister verteilt. Dem Kabinett der Landesregierung (Schwesig) gehören seit dem 4. Juli 2017 an:

    Amt Name Partei
    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig SPD
    Stellvertretender Ministerpräsident Lorenz Caffier CDU
    Inneres und Europa Lorenz Caffier CDU
    Justiz Katy Hoffmeister CDU
    Finanzen Mathias Brodkorb SPD
    Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Tourismus Harry Glawe CDU
    Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus SPD
    Bildung, Wissenschaft und Kultur Birgit Hesse SPD
    Energie, Bau, Infrastruktur und Landesentwicklung Christian Pegel SPD
    Soziales und Gleichstellung Stefanie Drese SPD

    Anders als in vielen anderen deutschen Ländern mittlerweile üblich, verzichtet die Landesregierung auf einen Europaminister. Dieses Amt wird in Personalunion von der Ministerpräsidentin übernommen. Diese vertritt das Land auch in der Europaministerkonferenz. Die Koordinierung der Europapolitik verantwortet die Staatskanzlei. In Brüssel wurde ein Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union eingerichtet, das der Staatskanzlei unterstellt ist.

    Landtag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ist das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern. Er konstituierte sich am 26. Oktober 1990, zwölf Tage nach der ersten Landtagswahl und 23 Tage nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Er hat seinen Sitz im Schweriner Schloss. Als zentrales Organ der Legislative des Landes ist der Landtag zuständig für die Wahl des Ministerpräsidenten, die Verabschiedung beziehungsweise die Änderung von Landesgesetzen, sowie für die Kontrolle der Landesregierung und der Landesverwaltung. Die Wahlperiode beträgt seit 2006 fünf Jahre.

    Die letzte Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am 4. September 2016 statt. Seitdem setzt sich der Landtag (nach Größe) aus den Fraktionen der SPD, der AfD, der CDU und der Linken zusammen. Zuvor waren seit 1990 zweimal die FDP und die NPD sowie einmal Bündnis 90/Die Grünen im Landtag vertreten.

    Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Siehe: Kommunalwahlrecht (Mecklenburg-Vorpommern), Kommunalpolitik in Deutschland

    Kreistage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

    Bundespolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Siehe: Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund

    Globale und Europapolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu mehreren Ländern unterhält Mecklenburg-Vorpommern eigene enge Beziehungen, bilaterale Partnerregionen gibt es in Polen (Euroregion PomeraniaWoiwodschaft Westpommern/Stettin seit 2000 und Pommern/Danzig seit 2001), den USA (Mecklenburg County in North Carolina seit 1994), Finnland (Turku-Region seit 2000), Russland (Region Sankt Petersburg seit 2002), und Frankreich (Poitou-Charentes seit 2003).[17] Seit 2013 wird eine Partnerschaft zu den drei nördlichen Provinzen der Niederlande Groningen, Friesland und Drente aufgebaut.[18] Intensive Beziehungen werden in den 2010er Jahren auch zu Österreich und der Schweiz aufgebaut.[19] Im Land finden zudem zahlreiche Konferenzen und Messen mit Beteiligung aus aller Welt statt, vor allem zu maritimen, touristischen, kulturellen, landwirtschaftlichen, sowie medizinischen und anderen technologischen Fachgebieten, was durch die Landesregierung unterstützt wird.[20] Im länderübergreifenden Städtebund Neue Hanse sind mehrere Städte des Landes engagiert.

    Mecklenburg-Vorpommern wird in der Wahlperiode 2014–2019 durch fünf Europaabgeordnete (MEPs) im Europäischen Parlament vertreten: Werner Kuhn (CDU), Iris Hoffmann (SPD), Reinhard Bütikofer (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Scholz (Die Linke) und Arne Gericke (Familien-Partei Deutschlands).[21] Das Land unterhält ein Informationsbüro in Brüssel sowie ein Online-Europaportal.[22]

    Direkte Demokratie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Siehe: Direkte Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern

    Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Siehe: Liste der Gerichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Gerichtsstrukturgesetz und Gerichtsstrukturreform

    Wappen und Flaggen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Mecklenburg-Vorpommerns Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommerns
    Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge
    (für behördliche Benutzung)
    Flagge des Landesteils Mecklenburg Mecklenburger Bulle Flagge des Landesteils Vorpommern Pommerscher Greif
    Landesflagge Mecklenburgs
    (für nichtstaatliche Benutzung)
    Stierkopf vom
    Wappen Mecklenburgs
    Landesflagge Vorpommerns
    (für nichtstaatliche Benutzung)
    Greif
    für Vorpommern

    Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Industriesektor haben die maritime Industrie, der Maschinenbau, die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie einen großen Anteil. Die Landwirtschaft ist in der Fläche sehr präsent. Darüber hinaus spielen der Tourismus, der Gesundheitssektor, die Immobilienwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die Hochtechnologie eine zunehmend große Rolle für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

    Zukunftsbranchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Technologiecampus in Rostock-Warnemünde (TZW)

    Als Zukunftsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns gelten wissensbasierte Felder der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Life Sciences und Medizintechnik,[23] Energie- und Umwelttechnik,[24] Luft- und Raumfahrttechnik[25] und Informationstechnik[26] (kurz IT). Unternehmen aus diesen Bereichen siedeln sich zunehmend um die Städte Rostock und Greifswald mit ihren leistungsstarken Universitäten, sowie um die Hochschulstandorte Stralsund, Wismar, Schwerin und Neubrandenburg und ihre Technologiezentren an.[27][28] Die Zentren wie auch mehrere Initiativen befördern vor allem innovative Unternehmensgründungen (StartUps), z. B. der Entrepreneurs Club Rostock.[29], Gründungswerft Greifswald[30], Wismars Entrepreneurs,[31] Gründer MV,[32] IT-Lagune Vorpommern,[33] IT-Initiative MV,[34], Kreative MV[35] und BioCon Valley.[36]

    Um die beiden traditionsreichen Universitäten des Landes, die Universität Rostock (gegr. 1419) und die Universität Greifswald (gegr. 1456), haben sich zudem bereits zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt (siehe Forschung). Die Wissenschaftsstandorte des Landes tragen erheblich zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung und zur globalen Profilstärkung bei.

    Industriesektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Maritime Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Größere Unternehmen im maritimen Wirtschaftsbereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die Mecklenburger Metallguss (MMG), die Weiße Flotte und Liebherr[37] (maritime Kräne und Anlagen). Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises hat seinen Deutschlandsitz im Rostocker Stadthafen und beschäftigt über 6000 Arbeitnehmer.[38]

    Entlang der Ostseeküste gibt es mehrere Werften, die größten sind in Rostock-Warnemünde, Wismar, Stralsund (MV Werften/Genting) und in Wolgast (Peene-Werft/Lürssen).

    Zudem gibt es mittelständische Schiffbauer wie die HanseYachts AG in Greifswald (einer der drei größten Yachtbauer der Welt[39]), Vilm Yachts in Lauterbach, Yachtbau Oelke in Marlow, die Werft Rammin und die Schiffswerft Barth GmbH in Barth, Bootsbau Schubert in Plate, MoLe Bootsbau in Plau, die Wieker Boote GmbH in Wiek und die REAN GmbH in Sassnitz.[40]

    Der maritime Sektor in MV bot im Jahr 2004 28.000 Arbeitsplätze und generierte im Jahr 2011 Umsätze von 4,57 Milliarden Euro.[41] In Rostock findet im Zweijahrestakt die „Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft“ statt.[42]

    Luft- und Raumfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mecklenburg und Vorpommern haben eine bedeutende Geschichte im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte sich die Branche im Land erneut entwickeln.[25] So haben sich seitdem im Großraum Rostock und am Flughafen Rostock-Laage Spitzenbetriebe der Luft- und Raumfahrt angesiedelt, dazu gehören u. a. mehrere Airbus-Zulieferer mit insgesamt rund tausend Mitarbeitern,[43] wie die RST Rostock-System-Technik GmbH. Auch Edag, die luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering und Diehl Aerospace sind am Standort Rostock.[44] Im November 2007 wurde das Warnemünder Zentrum für Luft- und Raumfahrt eröffnet.[45] Weiterhin gibt es in Pasewalk im Großraum Stettin das Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau,[46] in dessen Umfeld sich der Leichtflugzeug-Konstrukteur REMOS AG angesiedelt hat.[47] Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterhält in Neustrelitz Einrichtungen des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts für Kommunikation und Navigation. Die Neustrelitzer Forscher sind maßgeblich an der Entwicklung der europäischen Satellitennavigation Galileo beteiligt.[48] Von Neubrandenburg aus wird die im deutschsprachigen Raum vertriebene Zeitschrift Raumfahrt Concret herausgegeben, die dort und an anderen Orten im Land mit mehreren Partnern jährlich die „Tage der Raumfahrt“ ausrichtet, zu denen auch renommierte Wissenschaftler und Astronauten aus der ganzen Welt nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.[49]

    Zu DDR-Zeiten wurden spätestens ab 1961 praktisch alle Unternehmen der Branche enteignet und z. B. auf landwirtschaftliche Produktion umgerüstet oder vollständig liquidiert. In der Vorkriegszeit wurden jedoch zahlreiche Erfindungen und Unternehmen in der Region geboren. Der bedeutende Astronom Tycho Brahe studierte im 16. Jahrhundert an der Universität Rostock. Der Anklamer Otto Lilienthal war der bedeutendste deutsche Flugpionier und brachte mit dem Normalsegelapparat 1894 das erste Serienflugzeug der Welt auf den Markt. Die 1913 von Berlin nach Schwerin umgezogene Fokker Aeroplanbau GmbH hatte ihren Sitz direkt am Schweriner See in der Bornhövedstraße, die Flugzeugbaufirma wurde u. a. für ihre Dreidecker mit dem „Roten Baron“ weltberühmt.

    Replika der Heinkel He 178 im Flughafen Rostock-Laage. Das erste Düsenflugzeug der Welt erlebte seinen Erstflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe.

    In Rostock-Warnemünde entstand mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken im Jahr 1922 einer der größten Flugzeugbauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Heinkel He 178 war das weltweit erste Düsenflugzeug[50] und hatte ihren Jungfernflug am 27. August 1939 in Rostock-Marienehe. Seit 1921 gab es in Warnemünde zudem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunächst in Warnemünde und ab 1934 in Ribnitz war der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansässig. Für die Aufrüstungspolitik ab 1933 wurden die meisten Firmen enteignet bzw. mussten auf Militärfertigung umstellen. Von 1933 bis 1945 wurden die Norddeutschen Dornier-Werke in Wismar mit späterer Außenstelle in Neustadt-Glewe gänzlich auf Kriegsproduktion eingestellt.

    Ebenfalls der militärischen Aufrüstung verpflichtet wurde 1936 die Heeresversuchsanstalt Peenemünde im Westen der Insel Usedom eingerichtet, 1938 kam das Werk West der Luftwaffe hinzu. In den Anlagen wurde die erste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4 (A4, Propagandaname „V2“) unter Leitung von Wernher von Braun und Walter Dornberger entwickelt und getestet. Die Rakete war mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 das erste von Menschen gebaute Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Damit gilt Peenemünde, trotz der unmenschlichen Umstände der Raketenfertigung mit tausenden Toten in Mittelbau-Dora, als Wiege der Raumfahrt. Auch die weltweit erste Anlage für industrielles Fernsehen wurde dort zur Übertragung der Raketenstarts eingerichtet. Zeitgleich wurden auf der Halbinsel Zingst Großraketen erprobt. Viele der V2-Ingenieure von Peenemünde wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ranghohe Entwickler bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, so wirkte neben Technikdirektor Wernher von Braun u. a. Arthur Rudolph am Apollo-Programm zu den ersten Mondlandungen mit. Andere Beteiligte wie Helmut Gröttrup wechselten während des Wettlaufs ins All zum sowjetischen Raumfahrtprogramm.[51]

    Energiesektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich der Erneuerbaren Energien unter den Spitzenreitern in Deutschland, sowohl was die Stromproduktion als auch die Fertigung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen angeht.[52] In einem durchschnittlichen Windjahr können bereits ca. 46 % des Strombedarfs im Bundesland durch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Mitte 2016 1.819 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 3.008 Megawatt.[53] Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind zudem mehrere Offshore-Windparks in Planung bzw. in Bau, die Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 und Baltic 2 sind bereits in Betrieb. In Rostock befindet sich mit der Nordex SE ein Hersteller von Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen spielen ebenfalls eine große Rolle bei der umweltverträglichen Energiegewinnung. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodul-Fabriken. Das in der damaligen DDR erste Pilotprojekt eines Geothermiekraftwerks ist die seit Ende der 1980er Jahre genutzte Geothermische Heizzentrale Neubrandenburg, die 2004 zum Langzeit-Tiefenspeicher ergänzt wurde.

    In der Nähe von Greifswald landet die von einem russisch-deutschen-niederländischen Konsortium gebaute Pipeline Nord Stream aus dem russischen Wyborg an, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Erdgas versorgt werden. Größere Kraftwerke in Mecklenburg-Vorpommern sind die Kraftwerke Rostock und Schwerin-Süd. Der ehemals größte Stromerzeuger auf dem Landesgebiet war das Kernkraftwerk Lubmin, das heute stillgelegt ist. Zwei Projekte für ebenfalls in Lubmin geplante Kraftwerke, ein Kohlekraftwerk sowie ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, wurden eingestellt.

    Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Strandkorb gilt als Symbol des Tourismus in Mecklenburg und Vorpommern, vor allem an der Ostseeküste (hier Ahlbeck auf Usedom). Es gibt zahlreiche Seebäder, Kur- und Erholungsorte im Land.

    Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste innerdeutsche Reiseziel.[54] Seit dem Jahr 2012 hatte Mecklenburg-Vorpommern jeweils das größte Wachstum an internationalen Übernachtungsgästen in Deutschland.[55]

    Die Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen Seebäder wie z. B. Heiligendamm, Graal-Müritz oder Kühlungsborn mit ihrer Bäderarchitektur. Zudem sind die historischen Hansestädte Stralsund, Greifswald, Rostock (mit Warnemünde) und Wismar mit ihren bedeutenden Altstädten sowie die mecklenburgischen Residenzstädte Güstrow, Ludwigslust und Schwerin mit ihren Schlössern, und Hauptorte des Seenlandes wie Neustrelitz, Neubrandenburg, Malchow, Mirow, Röbel und Waren (Müritz) wichtige Anziehungspunkte. Die historischen Altstädte von Stralsund und Wismar sind seit 2002 UNESCO-Welterbe. Daneben gibt es zahlreiche weitere sehenswerte historische Stadtkerne mit backsteingotischen Kirchen, Bürgerhäusern, Wehranlagen und Stadttoren sowie weiteren Baudenkmalen. Durch das Land führen mehrere Ferienstraßen.

    Für Naturliebhaber, Angler und Wassersportler sind im Landesinneren das Mecklenburger Seenland und der dortige Müritz-Nationalpark bedeutend. Entlang der Küste locken unter anderem der Nationalpark Jasmund mit der berühmten Kreideküste vor Rügen und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit seinen Lagunen. Des Weiteren gibt es unzählige verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

    In Mecklenburg und Vorpommern gibt es mehr als zweitausend Gutshäuser, Schlösser und Burgen (z. B. Jagdschloss Granitz, Schloss Basedow, Schloss Bothmer, Burg Stargard), die u. a. für kulturelle Veranstaltungen oder als Hotels genutzt werden. Daneben gibt es im ländlichen Raum viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie historische Dorfkerne, Kirchen, Klöster, Windmühlen, Leuchttürme, Zeugnisse der Slawenbesiedlung, Denkmäler und Aussichtspunkte.

    Rostocks Stadtteil Warnemünde ist der passagierstärkste Kreuzfahrthafen in Deutschland.[56] Die jeden Sommer in Warnemünde stattfindende Warnemünder Woche und die Hanse Sail ziehen jährlich über eine Million Touristen nach Rostock. Daneben hat sich die Müritz Sail in Waren (Müritz) als Veranstaltung auf dem Binnengewässer etabliert.

    Auch außerhalb der Sommersaison ist der Tourismus in MV von großer Bedeutung, das Geschäft in der Nebensaison und im Winter wächst beständig. An kühlen Tagen werden häufig Innenangebote wie die zahlreichen Museen, Theater, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitbäder wahrgenommen. In den Wintermonaten sind Besuche der traditionellen Weihnachtsmärkte (vor allem in Rostock, Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg und in den Seebädern) sowie Silvester- und Wellness-Arrangements populär.

    Kennzahlen der Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner betrug 2015 in Mecklenburg-Vorpommern mit 22.817 Euro knapp 83 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (EU-28: 100; Deutschland: 124), was etwa dem Wert von Slowenien entspricht und im deutschen Vergleich den letzten Platz bedeutet.[57] Im Jahr 2015 konnte ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von rund 39,9 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.[58] Auch beim Kaufkraftindex liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 83,3 (2016) im Deutschlandvergleich auf dem letzten Rang.[59]

    Der Landeshaushalt weist seit dem Jahr 2006 eine ausgeglichene oder positive Bilanz auf, d. h., es wurden zehn Jahre in Folge keine neuen Schulden aufgenommen.[60] Das Land plant einen ausgeglichenen Haushalt bis ins Jahr 2020 und von 2006 bis 2015 konnten insgesamt 900 Millionen Euro an Schulden zurückgezahlt werden.[61]

    Die Arbeitslosenquote im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern stieg ab 1990 an auf bis zu 20 Prozent (September 2004) und sank anschließend kontinuierlich auf 9,0 % im August 2016 auf den niedrigsten Stand seit 1990.[62] Regionale Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen den westlichen Landkreisen Ludwigslust-Parchim (6,6 %), Rostock (7,0 %) und Nordwestmecklenburg (7,2 %) einerseits und den südöstlicheren Landkreisen Vorpommern-Greifswald (10,5 %), Mecklenburgische Seenplatte (11,1 %) und Vorpommern-Rügen (9,6 %) andererseits (Stand: August 2016).[62]

    Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[63]

    Stadt sozialvers.
    Beschäftigte
    30. Juni 2012
    Pendlersaldo
    30. Juni 2012
    Arbeitsplatzdichte1
    Rostock 80.934 +10.245 620
    Schwerin 47.197 +14.471 826
    Neubrandenburg 32.323 +8.972 770
    Greifswald 24.163 +5.047 628
    Stralsund 23.023 +4.647 653
    Wismar 15.713 +1.615 590
    Güstrow 12.000 +2.323 679
    Waren (Müritz) 9.798 +2.233 757
    Neustrelitz 8.488 +1.690 676
    Parchim 8.462 +2.587 783
    1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[64]

    Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Karstadt-Stammhaus, 1871 in Wismar gegründet
    Geburtsstätte des Kaufhauses

    Historisch entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die Mutterhäuser der ersten großen deutschen Kaufhausketten wie Karstadt (gegründet 1871 in Wismar), Kaufhof (gegründet 1879 in Stralsund) und Wertheim (gegründet 1875 in Stralsund).

    Kreativwirtschaft

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt heute in Mecklenburg-Vorpommern einen zunehmenden Stellenwert ein, also die unternehmerische Kulturschöpfung z. B. durch Filmschaffende und andere Künstler (u. a. zu sehen auf dem Filmkunstfest), Festivals und Konzerte und weitere Veranstaltungen, Theater (z. B. Störtebeker-Festspiele), Mode und Design (z. B. Fashion Week Warnemünde[65] und LOOK Schwerin[66]).

    Immobilienwirtschaft

    Der Immobilienmarkt und die Bauwirtschaft haben in Mecklenburg-Vorpommern lokal eine große Bedeutung. Es gibt eine hohe Nachfrage in landschaftlich reizvollen Lagen wie an den Küsten und in Seengebieten, sowie in den historischen Altstädten und Dörfern.[67] Dabei soll laut Landesentwicklungsprogramm die Entwicklung auf die Innenbereiche der Gemeinden konzentriert werden, um vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Insgesamt gab es im Land 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge als Fortzüge.[68] Orte mit guter Infrastruktur verzeichnen häufiger Zuwanderung, insbesondere in den Randgebieten der Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin[69] sowie in der Regiopolregion um Rostock.[70][71] Auch die zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser des Landes stehen seit einigen Jahren im Fokus der Regional- und Immobilienentwicklung.[72]

    Lebensmittelindustrie

    Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Beispiele aus der Lebensmittelindustrie sind die Kartoffelveredelung durch Pfanni in Stavenhagen, das Nestlé-Werk in Schwerin und die Tiefkühlproduktion der Oetker-Gruppe in Wittenburg. Auch die Trolli-Süßwaren aus Hagenow und die Grabower Süsswaren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

    Es gibt im Land mehrere kleine und einige große, in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannte Brauereien, die größten und bekanntesten sind die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund, die Hanseatische Brauerei Rostock und die Darguner Brauerei. Zudem gibt es kleinere Spezial- und Handwerksbrauereien mit überregionalem Renommé, wie das mecklenburgische Vielanker Brauhaus, die Barther Spezialitätenbrauerei, die Brauerei im Wasserschloss Mellenthin auf Usedom und die Rügener Insel-Brauerei in Rambin.[73]

    Landesmarketing

    Seit 2004 wirbt die Landesregierung mit dem Motto „MV tut gut.“ für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Beim Passieren der Landesgrenzen mit dem Auto wird für Mecklenburg-Vorpommern als „Land zum Leben“ geworben.[74] Ziel der Landes-Marketingkampagne ist, die Stärken und Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter zu machen und mit den für das Land wichtigen Kernbereichen Gesundheit, Ernährung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Bildung zu verknüpfen.[75]

    Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Berlin-Hamburger Bahn führt durch den Südwesten des Landes.

    Durch die südwestliche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns verläuft die Berlin-Hamburger Bahn. Von dieser Strecke abzweigend bestehen Verbindungen über Schwerin und den Eisenbahnknoten Bad Kleinen nach Wismar und wiederum von Bad Kleinen nach Rostock (Fortführung in Richtung Stralsund–Rügen). Weitere Hauptstrecken verlaufen in Nord-Süd-Richtung von Berlin über Neustrelitz nach Rostock/–Neubrandenburg–Stralsund und von Berlin über Pasewalk–Anklam–Greifswald nach Stralsund. Eine fast 200 km lange West-Ost-Querverbindung im Landesinneren bildet die Bahnstrecke Bützow–Stettin. Hinzu kommen verschiedene von den Hauptstrecken abgehende Nebenstrecken und in Rostock ein S-Bahn-Netz.

    In den letzten Jahren wurden eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele Nebenbahnen und kleinere Bahnhöfe sowie Nebengleise) stillgelegt und meist abgebaut. Umfangreiche Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erfuhr das Land zum Beispiel im Dezember 2012, als eine größere Zahl an Linien abbestellt oder ausgedünnt wurde[76]. Auch an größeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen Gleise zurückgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Erhebliche Personaleinsparungen wurden durch Automatisierung (u. a. von Bahnübergängen) durchgeführt. Es gibt mittlerweile Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (z. B. bei dem RE 5), da dort nur noch langlaufende Regional-Express-Linien (RE) verkehren.

    Größtes und leistungsstärkstes Eisenbahnverkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ist die DB Regio AG, die den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu großen Teilen erbringt[77]. Auf einigen Nebenstrecken im Landesteil Vorpommern wird der SPNV erfolgreich vom Deutsche-Bahn-Tochterunternehmen UBB betrieben. Als ein nicht-bundeseigenes Eisenbahnunternehmen ist die ODEG zu nennen, die drei SPNV-Linien im Raum Westmecklenburg betreibt.[78]

    Bekannte historische Schmalspurbahnen im Land sind der Rasende Roland auf Rügen und die Bäderbahn Molli im Landkreis Rostock. Als weitere touristische Schmalspurbahnen existieren in Galenbeck-Schwichtenberg die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn sowie bei Boltenhagen der Klützer Kaffeebrenner.

    Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das VVW-Liniennetz im Nahverkehr im Rostocker Ballungsraum (2017). Neben S-Bahnen und Straßenbahnen verkehren weitere Verkehrsträger.

    Den am stärksten ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr im Land gibt es in der Hansestadt Rostock. Dieser wird über den Verkehrsverbund Warnow (VVW) koordiniert.

    Im Land gibt es sowohl kommunale Verkehrsgesellschaften mit eigenen Bussen – wie die MVVG – als auch private Betreiber. Das Liniennetz ist in den Oberzentren und Mittelzentren meist gut ausgebaut, in kleineren Orten fahren die Busse insgesamt seltener. Neben den Nahverkehrsbetrieben gibt es auch Reisebusanbieter, und seit der Öffnung des Marktes 2013 auch mehrere Fernbuslinien. Dazu gehören die Verbindung „schnurstracks“ der VVG zwischen Greifswald und Neubrandenburg sowie mehrere Linien zwischen Berlin, Hamburg, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und den Urlaubsorten von Anbietern wie der UBB und Flixbus, die in viele Großstädte Deutschlands führen.[79] Der Südosten des Landes ist durch Buslinien der VVG mit Stettin verbunden. [80]

    Normalspurige Straßenbahnnetze gibt es in der Hansestadt Rostock und in der Landeshauptstadt Schwerin. Von 1900 bis 1966 wurde die Stralsunder Straßenbahn betrieben.

    Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Autobahnkreuz Wismar als Verbindung von A 14 und A 20

    Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Autobahn A 20 von Lübeck über Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die A 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss über die A 14 nach Schwerin und Wismar sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im äußersten Südosten von der A 11 (Berlin-Stettin) erschlossen.

    Verschiedene Bundesstraßen durchziehen das Land, wobei die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung die B 96 ist, in Ost-West-Richtung sind es die B 104, B 105 (der einstigen Hansischen Ostseestraße folgend), die B 110 und die B 192.

    Zur touristischen Nutzung sind mehrere Ferienstraßen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen.

    Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wichtige Seehäfen befinden sich in Rostock, Wismar und Sassnitz auf Rügen, weitere sind in Stralsund, Greifswald, Wolgast, Lubmin, Ueckermünde und Vierow. Vom Überseehafen Rostock und vom Fährhafen Sassnitz führen Fährlinien nach Dänemark, Schweden, Finnland, Polen und ins Baltikum. Im Jahr wurden 2013 gut 1,9 Mio. Fährpassagiere über die Rostocker Häfen befördert.[56] Im Jahr 2015 wurden in den Häfen von Mecklenburg-Vorpommern 39,52 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen (gut 3 % mehr als im Vorjahr), davon 15,3 Mio. t im RoRo-Verkehr (+ 2 %) und 4,1 Mio. t Stückgut (+ 20 %).[81]

    Rostocks Stadtteil Warnemünde ist mit seinem Cruise Port bei 181 Kreuzfahrtanläufen mit über 766.000 abgefertigten Passagieren im Jahr 2016 der größte Kreuzfahrthafen in Deutschland.[82]

    In vielen Küstenorten gibt es Segel- und Sportboot-Marinas. Die größten Sportboothäfen befinden sich neben den größeren am Wasser gelegenen Städten in Lubmin, Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude und Ueckermünde. Die vielen Seen im Hinterland sind über die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene Kanäle für die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden. Besonders im Mecklenburger Seenland gibt es eine Vielzahl von Sportboothäfen. In Greifswald gibt es einen Museumshafen mit historischen Schiffen.

    Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Flughäfen und Landeplätze in Mecklenburg-Vorpommern

    In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich ein größerer Flughafen, vier mittlere Regionalflughäfen (auf denen Flugzeuge bis zur Größe des Airbus A320 landen können), sowie zahlreiche kleinere Flugplätze und Landebahnen. Der mit Abstand größte und passagierreichste Flughafen ist der Flughafen Rostock-Laage. Er gewinnt in den letzten Jahren u. a. als Zubringer für den Kreuzfahrttourismus an Bedeutung, für Urlaubsflüge, sowie für Geschäftsflüge im deutschsprachigen Raum.[83]

    Regionalflughäfen sind der Flughafen Heringsdorf auf Usedom, der Flughafen Neubrandenburg, der Ostseeflughafen Stralsund-Barth und der Flughafen Schwerin-Parchim. Sie sind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten der NVA und der Luftstreitkräfte der Sowjetunion entstanden. Der Schwerin-Parchimer Flughafen wird ab 2014 zu einem Logistik-Drehkreuz ausgebaut[84] und soll zudem ab 2016 Linienflüge von und nach China anbieten.[85][veraltet]

    Weiterhin gibt es zahlreiche kleinere Flugplätze, zum Beispiel den Flugplatz Rügen bei Bergen, Flugplatz Anklam, Müritz Airpark bei Röbel, Flugplatz Wismar, Flugplatz Peenemünde auf Usedom, Flugplatz Rerik, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Tutow, Flugplatz Waren/Vielist, Flugplatz Purkshof bei Rostock, Flugplatz Schmoldow bei Greifswald, Flugplatz Pinnow bei Schwerin, Flugplatz Güstrow oder den Flugplatz Neustadt-Glewe, auf denen vorrangig die Sportfliegerei betrieben wird. Diese wird durch den Luftsportverband MV koordiniert.

    Für das Land spielen auch die grenznahen internationalen Flughäfen Stettin-Goleniów, Hamburg und die Berliner Flughäfen eine Rolle.

    Fahrrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Radinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern wurde nach 1990 stark erweitert, ist aber weiterhin sehr lückenhaft. Gut ausgebaut sind häufig nur die großen Ferienrouten, darunter der Radweg Berlin–Kopenhagen, der Radfernweg Berlin–Usedom, die Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte, der Radfernweg Hamburg–Rügen, der Mecklenburgische Seen-Radweg, der Oder-Neiße-Radweg, die Ostsee–Oberbayern-Route (D11) und die Ostseeküstenroute (D2).

    Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bildung in MV, 2000–2009

    Daten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge gab es im Jahr 2015 im Land insgesamt 143.146 Schüler an allgemein bildenden Schulen, 32.545 Schüler an beruflichen Schulen und 12.429 hauptberufliche Lehrkräfte.[86]

    Mecklenburg und Vorpommern haben einige der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum auf ihrem Gebiet. Die älteste unter ihnen ist die Domschule Güstrow, die 1236 als Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses gegründet wurde, und 1552 als Lateinschule, später als Gymnasium neu gegründet wurde. Auch das Lilienthal-Gymnasium Anklam (1535), die Große Stadtschule Wismar (1541), das Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg (1553), das Fridericianum Schwerin (1553), das Jahn-Gymnasium Greifswald (1561), das Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium (1564), die Große Stadtschule Rostock (1580), die Niels-Stensen-Schule Schwerin (1735), das Gymnasium Carolinum Neustrelitz (1795) und das Pädagogium Putbus (1836) können auf eine außergewöhnlich lange Historie verweisen. Das humanistische Gymnasium Stralsund, 1560 gegründet, wurde nach der Einnahme Stralsunds durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 wurde nicht wieder eröffnet.

    Im Sekundarbereich gibt es neben dem klassischen Gymnasium die Schulform Regionale Schule (ehemals Haupt- oder Realschule). Es existieren darüber hinaus insbesondere in den größeren Städten auch einige wenige Gesamtschulen. Um eine spätere Schullaufbahnentscheidung und ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, wechseln Schüler nach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und der Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die mittlere Reife erlangt werden. Seit 2008 ist das Abitur nach zwölf Jahren, das vor 2001 bereits die Regel war, wieder an allen Gymnasien eingeführt worden. Darüber hinaus wurde die Erhöhung der Entscheidungsautonomie der einzelnen Schulen kontinuierlich mit Modellversuchen (z. B. Selbstständige Schule) erprobt und mit Gesetzesreformen erhöht. Das Modell der Europaschule fördert die interkulturelle Zusammenarbeit, ein Beispiel dafür ist das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz.

    Neben den staatlichen Schulen gibt es auch mehrere Schulen in privater Trägerschaft durch private gemeinnützige Träger, die zum Teil auch konfessionell gebunden sind, wie beispielsweise die katholische Bernostiftung, oder sonstige Privatschulen wie das Internatsgymnasium Schloss Torgelow bei Waren.

    Die Schülerzahlen sind insgesamt seit dem Jahr 2000 zurückgegangen. Im Jahre 2009 kamen in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 Einwohner etwa acht Schüler. In den städtischen Zentren wie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Wismar, Neubrandenburg und weiteren für Familien attraktiven Orten nimmt die Zahl der Schüler in den letzten Jahren wiederum stetig zu, was eine Folge steigender Geburtenraten und Zuzüge ist.

    Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Daten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge gab es im Jahr 2015 im Land insgesamt 38.541 Studenten an Hochschulen, darunter 24.625 an den Universitäten, sowie insgesamt 15.576 Hochschulmitarbeiter.[86]

    Staatliche Hochschulen neben den Universitäten sind die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die praxisorientierte Fachhochschule Stralsund und die Hochschule Wismar, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie ein Campus der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin. Die private Fachhochschule des Mittelstands (ehemals Baltic College) hat Standorte in Schwerin und Rostock. Studienangebote gibt es auch an der privaten Designschule Schwerin.

    Universitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Volluniversitäten. Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (gegründet 1456) und die Universität Rostock (gegründet 1419) sind die beiden ältesten Universitäten in Nordeuropa und gehören zu den ältesten Hochschulen der Welt. In die Exzellenzinitiative des Bundes wurde noch keine der beiden aufgenommen.

    Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Es gibt zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Land, die sich hauptsächlich in und um die Universitäten in Greifswald und Rostock konzentrieren und sich vorwiegend mit Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit, Agrarwissenschaften und Demografie beschäftigen.[87] Zu den bedeutenden Instituten zählen das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, das Fraunhofer IGD, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung, das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik und das Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit Zweigstellen in Neustrelitz.

    Im Land sind mehrere bedeutende Institute der Medizinforschung, wie das DZNE für Nervenkrankheiten, das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie und das Herz- und Diabeteszentrum MV am Klinikum Karlsburg. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut befindet sich auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems ein nationales Forschungsinstitut. Zu den bekannten Forschungsergebnissen aus MV gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet, oder die erste künstliche Leber für Kinder.

    Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Mecklenburg-Vorpommern leben heute rund 1,6 Millionen Menschen (Stand: 2014).[88] Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, überwiegend aus dem östlichen Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Die größte Gruppe der Bürger ausländischer Herkunft kam bis 2014 aus Polen (15,8 Prozent), gefolgt von Russland (9,3 Prozent), der Ukraine (6,7 Prozent) und Vietnam (Stand: November 2013).[89] Seit 2015 ist aufgrund der Flüchtlingswellen durch den Syrischen Bürgerkrieg die größte Gruppe aus Syrien (20,7 Prozent). Der polnische Anteil liegt seither bei 14,6 Prozent. Der Anteil der gesamten ausländischen Bevölkerung an der Landesbevölkerung liegt bei 4,0 Prozent (Stand September 2016).[90]

    Der Bevölkerungsgipfel von über 2,1 Millionen 1945/46 – trotz kriegsbedingter Verluste – ist auf den starken Zustrom von Heimatvertriebenen zurückzuführen, die in der SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen. Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 ist eine Folge der Westabwanderung und eines Einbruchs bei den Geburtenzahlen. Diese Trends haben sich in den 2010er Jahren verlangsamt bzw. wurden gestoppt, es wandern wieder mehr Leute zu und es werden mehr Kinder geboren. Zum Jahr 2008 etwa hatte das Land deutschlandweit den höchsten Geburtenanstieg, die Geburtenrate legte von 1,36 auf 1,41 zu.[91] Zudem ist im Jahr 2015 eine Entwicklung zu Mehrkindfamilien abzusehen, die Gebärwahrscheinlichkeit ist bei Familien höher, die bereits ein Kind haben.[92] Die Anstiege werden vonseiten der Politik u. a. auf die gute Kita-Versorgung, gesteigerte Anstrengungen in der frühkindlichen Bildung, die bessere Arbeitsmarktlage und die allgemein verbesserte Lebensqualität im Land zurückgeführt.[93] Insgesamt zeichnet sich ab, dass der periphere ländliche Raum mit schlechter Infrastruktur dünn besiedelt bleibt, während die städtischen Zentren sowie landschaftlich und infrastrukturell attraktive Orte wieder Einwohner gewinnen. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge ins Land als Fortzüge.[68]

    Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte und am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der Ostseeküste, während besonders der Süden und das Binnenland im Osten des Landes dünn besiedelt ist. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 203.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land und gilt als Regiopole. Rostock ist ebenfalls das größte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet 114.000 Einwohner), der Landeshauptstadt Schwerin (rund 92.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg (rund 64.000 Einwohner). Alle anderen Städte haben weniger als 50.000 Einwohner, die bedeutendsten Städte dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und Güstrow, sowie Waren (Müritz), Neustrelitz und Parchim. Die über 400.000 Einwohner starke polnische Hafenstadt Stettin wirkt heute als ein Wachstumsmotor für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, vor allem im Bereich ihrer Metropolregion. Für die südlichen Landesteile wirkt sich die Nähe zu Berlin vorteilhaft aus, Westmecklenburg ist in die Metropolregion Hamburg und den Verflechtungsraum mit Rostock und Lübeck eingebunden und verzeichnet ebenfalls Zuwächse.

    Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Evangelische Kirche St. Marien in Stralsund
    Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Demmin

    Der überwiegende Teil der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns ist konfessionslos. Etwa 254.400 Einwohner (15,8 Prozent; Stand 12/2015) sind Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (kurz: „Nordkirche“).[94] Die evangelischen Kirchgemeinden in der Nordkirche sind unterteilt in den „Kirchenkreis Mecklenburg“ und den „Kirchenkreis Pommern“.

    Die römisch-katholische Kirche spielt seit der Reformation in Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 54.800 Mitgliedern (3,4 Prozent; Stand 12/2015)[94] eine zahlenmäßig geringere Rolle. Mecklenburgs Katholiken gehören zum Erzbistum Hamburg, während die Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

    Daneben bestehen Gemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche in der EKD, der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der evangelischen Freikirchen wie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten oder den Siebenten-Tags-Adventisten. Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen wie die Neuapostolische Kirche oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).[95]

    In Mecklenburg-Vorpommern gibt es je eine jüdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, der Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist. Über historische Synagogen informiert die Liste der Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern.

    Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Heutige Verbreitung des Ostniederdeutschen

    In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der älteren Generation auch Niederdeutsch („Plattdütsch“) mindestens verstanden und oft auch gesprochen. Die Jüngeren beherrschen es seltener. Heute gibt es diverse Initiativen, mit vielfältigen Schulprojekten, Vereinsarbeit, Wettbewerben und Festivals den nachwachsenden Generationen die regional gefärbte Sprache ihrer Heimat nahezubringen.

    Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschem Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drücken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine Isoglossenbündel vor.

    Für die Dokumentation beider Sprachräume etablierten sich das Pommersche Wörterbuch und das Mecklenburgische Wörterbuch. Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller aus der Region sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow. Zu den bedeutendsten historischen Schriftstücken der Region zählt die mittelniederdeutsche Barther Bibel.

    Neben dem Niederdeutschen gibt es vor allem im östlichen Landesteil Vorpommern durch die lange Zugehörigkeit zu Preußen und den „uckermärkischen Zipfel“ um Strasburg auch mark-brandenburgische Dialekte, die dem Berliner Dialekt nahe sind.

    Für die Pflege der mecklenburgisch-vorpommerschen Variationen des Niederdeutschen engagieren sich u. a. die Sprachgesellschaften der Fritz Reuter Gesellschaft mit Sitz in Neubrandenburg, die Johannes Gillhoff Gesellschaft mit Sitz in Ludwigslust-Glaisin und die John Brinckman Gesellschaft mit Sitz in Jürgenstorf. Daneben gibt es in vielen Orten Heimatvereine und niederdeutsche Kulturgruppen, die sich um den Erhalt des Niederdeutschen kümmern.

    Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Burg Stargard mit Burgmuseum, nördlichste erhaltene Höhenburg Deutschlands

    Bemerkenswerte Museen in MV sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald und das Phantechnikum in Wismar. Das Darwineum im Rostocker Zoo verbindet museale Erlebnis-Ausstellung mit zoologischer Sammlung. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum und dem Nautineum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Das Müritzeum in Waren (Müritz) wartet mit Europas größten Süßwasseraquarien für heimische Fischarten auf.

    Bedeutende Kunstausstellungen neben der Schweriner Galerie Alte & Neue Meister sind u. a. die Kunsthalle Rostock und das Kunstmuseum Ahrenshoop, zudem gibt es an wechselnden Orten wertvolle Exponate, etwa in der Kunstsammlung Neubrandenburg.

    Das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum. Im Kloster zum Heiligen Kreuz befindet sich das Rostocker Pendant. Das Regionalmuseum Neubrandenburg und Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz sind bedeutende Kulturmuseen im Südosten des Landes. Daneben gibt es in vielen weiteren Orten kleinere Kultur- und Regional- bzw. Heimatmuseen, etwa das Heimatmuseum Warnemünde, das Volkskundemuseum in Schönberg, das Grimmener Mühlentor und die Heringsdorfer Villa Irmgard. Daneben gibt es größere Spezialausstellungen wie im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten oder im Niederdeutschen Bibelzentrum in Barth.

    Auch die Freilichtmuseen im Land sind beliebte Besuchsziele, z. B. in Groß Raden, Klockenhagen und Schwerin-Mueß, die Slawendörfer Passentin und Neustrelitz, das Steinzeitdorf Kussow, das Hanse-Viertel in Demmin sowie das Torgelower Ukranenland. Ebenfalls im Freien befinden sich mehrere Miniaturenparks.

    Zu besichtigen sind auch viele der mehr als 2000 Schlösser, Burgen und Gutshäuser im Land – einige von ihnen werden als Museen geführt, neben den Herzogsresidenzen z. B. die Burgen in Burg Stargard, Penzlin, Plau, Dömitz und Neustadt-Glewe, oder auch die Schlossinsel Mirow, das Schloss Hohenzieritz, das Schloss Ueckermünde, das Jagdschloss Granitz auf Rügen und das Barockschloss Bothmer zwischen Wismar und Lübeck.

    Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die größten öffentlichen Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Volkstheater Rostock, das Theater Vorpommern mit Spielstätten in Greifswald, Stralsund und Putbus und die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit Spielstätten in Neubrandenburg und Neustrelitz. Alle vier Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Orchestermusik.

    Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, die Vorpommersche Landesbühne Anklam und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele meist privat betriebene saisonale Theater und Freilichtbühnen in größeren Städten, an der Ostseeküste und in Künstlerdörfern sowie Kurorten. Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel Rügen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Freilichttheater. Auch die Vineta-Festspiele auf Usedom, das Piraten-Open-Air in Grevesmühlen und die Müritz-Saga in Waren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

    Theater Besucher
    2010/2011[96]
    Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin 168.177
    Vorpommersche Theater- und Sinfonieorchester GmbH Greifswald/Stralsund 147.990
    Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg 93.634
    Volkstheater Rostock 111.174
    Vorpommersche Landesbühne Anklam 65.947
    Mecklenburgisches Landestheater Parchim 15.904

    Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Alle zwei Jahre findet der MV-Tag als offizielles Landesfest statt, im Jahr 2018 in Rostock, zum 800-jährigen Jubiläum der Hansestadt.[97]

    Zu den überregional bedeutenden Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern gehören:

    Musikfestivals

    Die jährlich im Sommer stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind ein Festival für klassische Musik. Die Festspielorte sind über das ganze Bundesland verteilt, häufig in Gutshäusern, Schlössern, Kirchen, Scheunen, Industriebauten und auch in Parks. An der Ostseeküste und an den Seen gibt es kleinere Festspiel-Reihen, die mit Musik und Theater das kulturelle Angebot in den Urlaubsorten ergänzen, so z. B. der Schönberger Musiksommer und das Usedomer Musikfestival im Herbst. Sie sind wie die Festspiele Teil der Veranstaltungsreihe „Musikland MV“.[98]

    Weitere renommierte Musikveranstaltungen sind:

    Jährliches Fusion Festival in Lärz
    • Fusion Festival: Ein Festival für junge Kunst auf dem Flugplatz Lärz südlich der Müritz. Es findet seit 1997 jährlich statt und ist ein Schaufenster für alternative Musik, Kunst und Theater mit weltweiter Strahlkraft. Es kommen dazu u. a. Künstler des avantgardistischen Burning Man Festivals ins Mecklenburger Seenland.
    • Greifswalder Bachwoche: Seit 1946 stattfindende Musikreihe für klassische Musik in Greifswald.
    • Honky Tonk: Jährlich in den Innenstädten von Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar stattfindendes Kneipen-Musikfestival.
    • Immergut Festival: Indierock-Musikfestival in Neustrelitz, das seit 2000 jährlich Ende Mai stattfindet.
    • Studentenfestivals: Im Land finden mehrere große Musikveranstaltungen statt, die von studentischen Organisationen durchgeführt werden. Dazu gehören der Hochschultag in Neubrandenburg, das Campus Spektakel in Stralsund und das Campus Open Air in Wismar. In Rostock gibt es u. a. das Campuserwachen, die Campus Explosion und das Campus Sommerfest. In Greifswald gibt es neben den erwähnten Veranstaltungen im Sommer das International Students Festival (Gristuf) mit der Fête de la Musique.
    • Zappanale: Musikfestival in Bad Doberan, das seit 1990 stattfindet. Es widmet sich mit verschiedensten Künstlern und Interpretationen dem Erbe des Komponisten und Musikers Frank Zappa.
    Film
    Theater
    Volksfeste und Kulturfeste
    • Erntedankfeste: Das Landeserntedankfest findet seit 1990 jeweils am ersten Oktoberwochenende statt. Höhepunkt sind die Festlichkeiten am Sonntag mit ökumenischem Gottesdienst, Festumzug und Übergabe der Erntekrone. Das 26. Landeserntedankfest fand 2016 in Brüsewitz statt,[99] 2017 ist Siedenbollentin der Veranstaltungsort.[100] Regional finden im Herbst weitere Erntedankfeste statt, etwa in Stralsund.[101]
    • Karneval bzw. Fasching: Es gibt in vielen Gemeinden des Landes Karnevalsvereine, die Veranstaltungen wie Umzüge, „Rathausbesetzungen“, Büttenreden und Tanzabende organisieren.[102] Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband von 80 Karnevalsvereinen im Land, in denen rund 5000 Karnevalisten aktiv sind.
    • Kulturpark-Feste: Im Neubrandenburger Kulturpark finden regelmäßig Volksfeste statt, die eine Anziehungskraft über die Landesgrenzen hinaus haben, wie das Pfingstfest, der Nordlichtzauber und das Mecklenburger Oktoberfest.
    • Martensmann: Die Tradition der November-Reise des Martensmannes von Lübeck nach Schwerin zum Martinstag besteht seit 1520. Sie führt über Schönberg und wird in Rehna und Schwerin als Volksfest bzw. Martensmarkt begangen.
    • Nordischer Klang: Das größte Festival für nordeuropäische Kultur außerhalb Skandinaviens. Es findet jährlich im Mai in Greifswald statt.
    • polenmARkT: Das bedeutendste Festival für polnische Kultur außerhalb Polens. Es findet an meist zehn Tagen im November in Greifswald und umliegenden Orten statt.
    • Schwedenfest: Jedes Jahr im Spätsommer wird bei dieser Veranstaltung in Wismar der langen Zugehörigkeit zur schwedischen Krone gedacht, die nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 begann.
    • Tanzbälle: Herausragende festliche Ballveranstaltungen sind der jährliche Landespresseball MV, der Theaterball im Mecklenburgischen Staatstheater zu Schwerin und der Festball der Neubrandenburger Philharmonie.
    • Wallensteintage: Seit 1825 begangenes Volksfest in Stralsund, bei dem jedes Jahr im Juli der Abwehr der Belagerung der Stadt durch Wallenstein im Jahr 1628 gedacht wird. Es ist das größte historische Volksfest Norddeutschlands.

    Sportveranstaltungen werden im Abschnitt Sport behandelt.

    Feiertage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Neben den bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Mecklenburg-Vorpommern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag. Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sind in vielen Orten Feierlichkeiten angedacht.

    Seit dem Jahr 2002 ist der 8. Mai im Land Mecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag, als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

    Münzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Seit 2006 erscheinen jährlich 2-Euro-Gedenkmünzen mit einem Motiv des Landes, das den Präsidenten des Bundesrates stellt. 2007 war dies Mecklenburg-Vorpommern, somit wurden rund 30 Millionen 2-Euro-Münzen mit dem Schweriner Schloss als Motiv geprägt, die als offizielles Zahlungsmittel im Umlauf sind.

    Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) ist das rechtsgültige Organ gemäß dem Landesrundfunkgesetz, das zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beiträgt und die Aktivitäten privater und offener Medienstationen überwacht, sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2006 wird durch sie der Medienkompetenzpreis verliehen, mit dem herausragende Leistungen von engagierten Erwachsenen und Kindern gewürdigt werden.[104]

    Printmedien/Zeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostsee-Zeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, die Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Keine der Zeitungen besitzt eine eigene Vollredaktion.[105] Daneben gibt es verschiedene regionale Anzeigenblätter wie den Blitz.

    Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Radio steht zum analogen und digitalen Empfang zur Verfügung. Es gibt auch diverse Offene Kanäle, auch bekannt als Bürgerfunk oder Bürgerrundfunk.

    Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender und deren Empfangsmöglichkeiten:

    Antenne MV, ehemaliges Funkhaus in Plate bei Schwerin

    Private Radiosender:

    Offene Radiosender:

    Internetradio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu den Webradios aus Mecklenburg-Vorpommern zählen in alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie aus Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP aus Neustrelitz, Radio Nordland aus Leopoldshagen und Webradio Powerplay aus Rostock. Daneben verfügen die meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen über Streams, die auf den jeweiligen Internetpräsenzen übertragen und empfangen werden können.

    Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Es können alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender über Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch über DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der überregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin. Im September 2012 ging mit MV1 das erste landesweite Privatfernsehen auf Sendung.

    Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit über Kabel und teilweise über Internet im Stream als Internet TV empfangen werden:

    Studio von tv.rostock in der Südstadt

    Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Capitol Schwerin, jeden Mai Hauptspielstätte des Filmkunstfestes MV

    Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Panorama für deutsche und internationale Filmproduktionen. Die Filmland M-V gGmbH ist der Ansprechpartner und zugleich Koordinator für die Filmbranche. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises beim FiSH u. a. junge Filmproduktionen. Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist das wichtigste Filmfest des Landes und ist eines der größten Publikumsfestivals Deutschlands, bei dem der Fliegende Ochse als Hauptpreis verliehen wird (siehe auch Filmveranstaltungen).

    Bekannte Schauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern sind u. a. Matthias Schweighöfer (gebürtiger Anklamer), Nadja Uhl (Stralsunderin), Charly Hübner (Neustrelitzer), Katrin Sass (Schwerinerin), David C. Bunners (Neubrandenburger), Tim Wilde (Stralsunder), Jule Böwe (Rostockerin), Devid Striesow (Rüganer), Hinnerk Schönemann (Rostocker) und Anne-Catrin Märzke (Parchimerin).

    MV als Filmkulisse

    Ein Filmklassiker ist der 1922 veröffentlichte Horrorfilm Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, in dem der Hauptort durch Wismar dargestellt wird.[106] Die Insel Usedom diente dem Loriot-Film Pappa ante Portas als Kulisse. Die Fernsehserien Ein Bayer auf Rügen und Hallo Robbie! machten das Land und die Insel Rügen in ganz Deutschland bekannt. Der mit der Goldenen Palme prämierte Kinofilm Das weiße Band von 2009 spielt zum Teil in MV, ebenso wie der vielfach ausgezeichnete Thriller Der Ghostwriter von 2010. Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze von 2010 spaltet sich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen von radikalen Linken regiert, von der Bundesrepublik Deutschland ab und existiert als „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ als unabhängiger Staat weiter. Auch die Filme Die Gustloff und Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen spielen zum Teil an Standorten in Mecklenburg und Vorpommern. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Krimi-Filme und -Reihen, die Schauplätze in Mecklenburg-Vorpommern verwenden, u. a. der Polizeiruf 110 aus Rostock, der ZDF-Samstagskrimi aus Stralsund, Mörderhus von der Insel Usedom und SOKO Wismar.[107]

    Programmkino

    Neben Multiplexkinos mit mehreren Sälen in den größeren Städten und vereinzelten privaten Kinos gibt es den in Europa einmaligen Verband der kulturellen Kinos und Filmklubs, den Filmkommunikation-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, in dem fast alle Programmkinos (wie das Li.Wu Rostock im Frieda 23, das Latücht Neubrandenburg oder die BasisKulturfabrik Neustrelitz) und Filmklubs des Landes organisiert sind. Durch seine Struktur mit Abspielringen und mobilem Kino ermöglicht er selbst kleinen Orten anspruchsvolles Kino, häufig ehrenamtlich organisiert und als eine der wenigen Kulturstätten vor Ort.

    Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Zahl der Vereinssportler ist in MV seit 1991 stetig angestiegen.

    Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin ist seit 1990 der Dachverband des organisierten Sports in Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportjugend MV ist seine Jugendorganisation. Das Land hat eine Reihe von Weltmeistern und Olympiasiegern in verschiedenen Sportarten hervorgebracht, etwa die erfolgreichen Fußballvereins- und Nationalspieler Toni Kroos und Tim Borowski, die Radfahrer Jan Ullrich und André Greipel, den Triathleten und Ironman Andreas Raelert, sowie Sportler des SC Neubrandenburg wie den Kanuten Andreas Dittmer, die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss und die Sprinterin Katrin Krabbe. Der FC Hansa Rostock spielte über 13 Jahre in der 1. Fußball-Bundesliga und ist die bislang erfolgreichste Mannschaft aus dem ehemaligen Ostteil Deutschlands. Daneben hat das Land u. a. erfolgreiche Sportler und Vereine im Volleyball, Handball, Reiten, Motorsport, im Boxen und in weiteren Sportarten vorzuweisen. Historisch wirkte im Land u. a. Friedrich Ludwig Jahn, 1802 bis 1804 Sport- und Hauslehrer in Neubrandenburg und Begründer der Turnbewegung. Der TSV 1814 Friedland ist der älteste Sportverein Deutschlands.[108]

    Ballsportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Fußball
    Ostseestadion, Heimstätte von Hansa Rostock

    Der FC Hansa Rostock spielt in der Saison 2016/17 in der 3. Liga im Profifußball der Herren. Die 1965 gegründete Mannschaft ist mit zwölf Bundesligasaisons die erfolgreichste Mannschaft nach der Wende aus der DDR und hat eine der größten Fangemeinden unter allen deutschen Teams.[109]

    In der Saison 2017/18 spielt zudem die TSG Neustrelitz in der Regionalliga („4. Liga“). In der Oberliga spielen 2017/18 der Malchower SV, Hansa Rostock II, der FC Mecklenburg Schwerin, der Torgelower FC Greif und der FC Anker Wismar. Der Landesfußballverband MV organisiert die Verbandsliga MV und richtet alljährlich den MV-Pokal aus, der Sieger nimmt am DFB-Pokal teil.

    Im Beachsoccer (Strandfußball) sind die Rostocker Robben erfolgreich, sie wurden 2014 erster Landesmeister bei der MV-Beachsoccer-Tour und gewannen mehrere deutsche und internationale Turniere. Seit 2013 findet in Rostock-Warnemünde der bundesweite DFB-Beachsoccer-Cup statt.[110] Zudem gibt es im Land Hallenfußball nach den Regeln des Futsal.

    Volleyball

    Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Frauen-Bundesliga vertreten und zehnfacher deutscher Meister, zuletzt 2013. Die Frauen des 1. VC Stralsund und des VC Olympia Schwerin spielen in der Zweiten Frauen-Bundesliga. Bei den Herren spielt der SV Warnemünde in der Dritten Liga Nord. Der jährliche Usedom-Beachcup gilt als weltweit teilnehmerstärkster Wettkampf im Beachvolleyball.

    Handball

    Der HC Empor Rostock , der SV Mecklenburg Schwerin, der Stralsunder HV und der HSV Insel Usedom spielen in der 3. Liga. Auch in der Handball-Oberliga spielen mehrere Teams aus MV mit Erfolg, wie der SV Fortuna ’50 Neubrandenburg und der Bad Doberaner SV.

    Basketball

    Im Basketball spielen die Rostock Seawolves seit der Saison 2014/2015 erfolgreich in der 3. Bundesliga, der ProB.

    Hockey

    Die Eishockeymannschaft Rostock Piranhas spielt seit der Saison 2010/2011 in der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga). Die Ostseeliga ist eine niedrigschwellige regionale Eishockey-Liga (5. Liga), in der u. a. die NB Blizzards, die Malchower Wölfe und die Klink Wikinger antreten.[111]

    Im Hallenhockey ist das jährliche Höcker-Turnier in Güstrow von bundesweiter Bedeutung.

    Golfclub Balmer See auf Usedom
    Golf

    Golf erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem durch die Schaffung neuer Plätze auch für Anfänger. Der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern[112] hatte 2011 rund 13.500 Mitglieder, darunter etwa die Hälfte aus anderen Bundesländern und dem Ausland.[113] Bedeutende Turniere finden u. a. auf dem WINSTONopen in Vorbeck bei Schwerin statt.

    Weitere

    Im Tischtennis richtet der TTSV 90 Neubrandenburg alljährlich das „Tischtennis-Turnier der Tausend“ aus.[114] Das Team UWR 071 Rostock spielt seit der Saison 2013/14 in der 1. Bundesliga im Unterwasserrugby. Der Demminer Radballverein spielte von der Saison 2008/2009 bis 2014 in der 2. Radball-Bundesliga. Die DBU koordiniert den Bereich Billard, MV gehört innerhalb dessen zum Norddeutschen Billard-Verband.

    Wassersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Segeln

    An der Ostseeküste und auf den zahlreichen kleineren Gewässern wird Segelsport betrieben. Auf den meisten größeren Gewässern werden Regatten abgehalten. Große jährliche Sportereignisse um den Segelsport sind die Hanse Sail und die Warnemünder Woche in Rostock. In Stralsund findet jeden Sommer das Hafenfest statt, in Wismar gibt es die Hafentage und in Sassnitz auf Rügen Sail Sassnitz. In Ueckermünde wird jährlich die Haff Sail ausgerichtet. Im Binnenland ist die Müritz Sail in Waren populär, auf dem Tollensesee in Neubrandenburg wird um das „blaue Band“ gesegelt.[115] Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock-Warnemünde betreut die meisten örtlichen Segelvereine.[116]

    Surfen

    Der Surfsport ist sowohl an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern beliebt, als auch an den ruhigeren Buchten und Binnenseen, vor allem in Form von Windsurfen und Kitesurfen. Über 50 Surfspots sind mittlerweile im Land etabliert,[117] zudem zahlreiche Surfschulen.[118]

    Kanusport

    Der Paddelsport ist im ganzen Land populär – Kanu-, Kajak- und Drachenbootvereine sind überall präsent. Auch die Trendsportart Stehpaddeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Landeskanuverband MV hat seinen Sitz in Neubrandenburg.[119] Dort findet auch alljährlich die Outrigger-Regatta im Kanusport statt.

    Schwimmen

    Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljährlich von über tausend Schwimmern der Strelasund durchschwommen. Das Müritzschwimmen ist ein Wettbewerb, der seit 1969 ausgetragen wird. Der Schwimmverband MV ist in Rostock angesiedelt und betreut neben den Schwimmern auch die Wasserspringer und Wasserballer.[120]

    Weitere Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Motorsport

    Im Motorsport sind jährlich wiederkehrende Höhepunkte das Internationale Bergringrennen auf dem Teterower Bergring zu Pfingsten, mit dem abendlichen Speedwayrennen um den Auerhahn-Pokal in der Bergring-Arena, das internationale Speedwayrennen um den Pfingstpokal in Güstrow im Stadion an der Plauer Chaussee und in Stralsund die Speedway-Bundesliga und der Internationale Speedway-Ostseepokal. Die jährlichen Stockcar-Rennen im „Hexenkessel“ von Grimmen, sowie in Sanitz (Wendorf) und Stavenhagen („Basepohler PS-Hölle“) erfreuen sich großer Beliebtheit bei Startern und Zuschauern. Im Motoball („Motorrad-Fußball“) sind der MSC Kobra Malchin und der MSC Jarmen erfolgreich.

    Eine Wettbewerbsrallye ist der sommerliche ADAC Rallyesprint „Rund um den Bergring“ in Teterow.[121] Oldtimerrallyes finden im ganzen Land statt, populär sind u. a. die Kaiser Classic Tour über die Insel Usedom[122], die über Rügen führende Rügenclassics und die von vielen Old- und Youngtimer-Fahrern genutzte ADAC Sunflower Rallye im Westen Mecklenburgs.[123] Im Land gibt es mehrere Motorsport-Rennstrecken und Kartbahnen.[124] Der Landes-Motorsport-Fachverband MV (LMFV) mit Sitz in Rostock koordiniert vor allem die Aktivitäten in den Bereichen Motorrad- und Kartsport.[125]

    Kampfsport

    Zu den populärsten Kampfsportarten in MV zählen Boxen und Kickboxen, Judo, Jiu Jitsu und Karate. Der Boxverband MV hat über 1.500 Mitglieder, die Karateunion Mecklenburg-Vorpommern zählt 37 Mitgliedsvereine.[126] Für ein breites Publikum finden im Jahr mehrere Fight Nights mit verschiedenen Kampfsportarten statt. Mehrere Weltmeisterkämpfe im Boxen fanden unter anderem in der Sport- und Kongresshalle Schwerin und im Jahnsportforum Neubrandenburg statt. Einige bekannte Boxweltmeister kommen aus dem Land, dazu gehören Sebastian Sylvester und Jürgen Brähmer. Der wohl berühmteste deutsche Boxer, Max Schmeling († 2005), wurde 1905 im damals uckermärkischen Klein Luckow geboren, das später zum Landesgebiet Mecklenburg-Vorpommerns kam. Bekannt sind auch die erfolgreichen Boxtrainer Fritz Sdunek (1947–2014) und Michael Timm.

    Reiten
    André Thieme, erfolgreicher Springreiter vom Landgestüt Redefin

    Der Reitsport spielt in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle und hat eine lange Tradition. Das Landgestüt Redefin ist für seine Hengstzüchtungen und die dortigen Paraden und Ausbildungen weltbekannt. André Thieme aus Plau am See gehört zu den erfolgreichsten Springreitern der Welt. Die Ostseerennbahn in Bad Doberan ist die älteste auf dem europäischen Festland. Der Pferdesportverband MV hat seinen Sitz in Rostock.[127]

    Radsport

    Der Radsport ist in allen Altersgruppen populär. In Rostock gibt es eine Radrennbahn von 250 Metern Länge.[128] Die Mecklenburger Seenrunde mit Start- und Zielpunkt in Neubrandenburg ist seit 2014 das größte Jedermannrennen in Deutschland[129] und soll in den Folgejahren als europäisches Radrennen etabliert werden, welches Teil der UCI Europe Tour werden könnte.[130]

    Läufe

    Der Rügenbrückenlauf mit Marathon führt die Teilnehmer alljährlich über die Rügenbrücke. Weitere populäre Marathonstrecken führen durch Rostock, um die Müritz, um den Tollensesee,[131] über Usedom, den Darß und am Stettiner Haff entlang.[132]

    Luftsport

    Luftsport ist vor allem außerhalb der Wintermonate populär, z. B. Kunstflug, Ultraleichtfliegen, Paragleiten und Drachensport. Neben den größeren Flugplätzen gibt es zahlreiche kleine Fliegerhorste und Segelfluggelände, bei denen Übungsstunden absolviert werden können. Der Luftsportverband MV organisiert u. a. die jährliche Flugrallye und die deutsche Meisterschaft im Motorflug am Flughafen Neubrandenburg.[133]

    Schützensport

    Über 180 Schützenvereine koordiniert der Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LSV M-V) mit Sitz in Neubrandenburg.[134]

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Um eine vollständige Übersicht landeskundlicher Literatur bemüht sich die Landesbibliographie MV.

    • Thomas Balzer, Siv Stippekohl: Atlas des Aufbruchs. Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern. Ch. Links Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-86153-847-9.
    • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München 2000, ISBN 3-422-03081-6.
    • Ernst Eichler; Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1.
    • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon. Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9.
    • Gerhard Heitz; Henning Rischer: Geschichte in Daten. Mecklenburg-Vorpommern. München u. a. 1995, ISBN 3-7338-0195-4.
    • Wolf Karge; Reno Stutz: Illustrierte Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Hinstorff, Rostock 2008, ISBN 978-3-356-01284-2.
    • Landeskundlich-historisches Lexikon Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg.: Geschichtswerkstatt Rostock und Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern. Red.: Thomas Gallien. Rostock 2007, ISBN 978-3-356-01092-3.
    • Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten, Elektronische Ressource (CD-ROM mit hochauflösenden Bildern), Yorck Project, Gesellschaft für Bildarchivierung, Berlin 2002, ISBN 3-936122-81-4.
    • Michael North: Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57767-3.
    • Gunnar Müller-Waldeck: Der Wilde von den Sandwichinseln. Unterhaltsames über Dichter, Denker, Strategen und Haudegen in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2014, ISBN 978-3-939680-19-2.

    Hörbuch

    • Corinna Hesse: Mecklenburg-Vorpommern hören.erleben.entdecken. Eine Reise durch die Kultur und Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern von der Eiszeit bis in die Gegenwart – mit Musik von Stefan Weinzierl. Silberfuchs-Verlag, 2015, ISBN 978-3-940665-38-6.

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Portal: Mecklenburg-Vorpommern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mecklenburg-Vorpommern

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weitere Inhalte in den
    Schwesterprojekten von Wikipedia:

    Commons-logo.svg Commons – Multimedia-Inhalte
    Wiktfavicon en.svg Wiktionary – Wörterbucheinträge
    Wikisource-logo.svg Wikisource – Quellen und Volltexte
    Wikinews-logo.svg Wikinews – Nachrichten
    Wikivoyage-Logo-v3-icon.svg Wikivoyage – Reiseführer

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet und Slogan „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
    2. Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
    3. Quelle: destatis, Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dezember 2015
    4. Bevölkerung – Mecklenburg-Vorpommern. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 27. April 2016; abgerufen am 10. Mai 2016.
    5. Arbeitslosenquoten im November 2017 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit; abgerufen am 30. November 2017.
    6. Landtags-Fraktion der AfD spaltet sich auf. ndr.de, 25. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
    7. Sitzordnung Landtag Mecklenburg-Vorpommern, PDF-Dokument, abgerufen am 10. Februar 2015
    8. Verfatung von dat Land Mäkelborg-Vörpommern. Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schwerin 1999.
    9. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
    10. Wolfgang Benz: Potsdam 1945: Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, (dtv Reihe Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Bd. 4522), S. 270. ISBN 3-423-04522-1.
    11. Chronik Mecklenburg-Vorpommerns auf dem M.-V.-Landesportal
    12. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2009, S. 25
    13. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.ikzm-d.deNaturräumliche Gliederung: Landschaftszonen und Großlandschaften, IKZM-D Lernen, (PDF – 2,7 MB), 10/2002, abgerufen am 22. Januar 2013
    14. a b Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    15. Landesraumentwicklungsprogramm MV – Fortschreibung von 2005, Beteiligungsverfahren 2015, abgerufen am 9. Juli 2015
    16. Der Spiegel: Ministerpräsident Sellering tritt zurück - Schwesig soll nachfolgen.
    17. Partnerregionen Mecklenburg-Vorpommerns in der Welt – Europaportal MV
    18. Ostseekooperation und regionale Partnerschaften, Regierungsportal MV, abgerufen am 9. Juli 2015
    19. Wirtschaftsminister wirbt in Österreich für MV, Regierungsportal
    20. Außenwirtschaft, Messen, Entwicklungszusammenarbeit – Unterstützungsinstrumente der Landesregierung
    21. EIZ Rostock: Europaabgeordnete für Mecklenburg-Vorpommern
    22. Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU
    23. Investorenportal MV Bio- und Medizintechnik
    24. Branchen und Wachstumsfelder, Landesportal MV, abgerufen am 10. November 2014
    25. a b Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern
    26. IT-Beauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern
    27. Technologie- und Kompetenzzentren in Mecklenburg-Vorpommern Investorenportal Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 14. Januar 2014
    28. Hohe Bedeutung von Technologiezentren im Land – insgesamt 450 Firmen mit 3.000 Arbeitsplätzen, 9. Juli 2015
    29. Entrepreneurs Club Rostock – Gründungslandschaft Mecklenburg-Vorpommern / Startup-Karte
    30. Gründungswerft Greifswald, Gründer-Initiative in Vorpommern
    31. Wismars Entrepreneurs, Gründer-Initiative in Wismar
    32. gruender-mv.de, Webseite für junge Unternehmen in MV
    33. IT-Lagune Vorpommern e.V.
    34. IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern
    35. AG Kreative MV
    36. BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern
    37. Liebherr in Rostock
    38. Die 100 größten Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns 2012, NordLB, abgerufen am 22. Februar 2014
    39. hansegroup.com
    40. Liste von Bootsbauern in MV, abgerufen am 22. Februar 2014
    41. Maritime Wirtschaft – Überblick, Invest in MV, abgerufen am 9. Juli 2015
    42. Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft, IHK zu Rostock, abgerufen am 9. Juli 2015
    43. Wachstumsbranche Luft- und Raumfahrt-Zulieferindustrie (Memento vom 8. Juni 2013 im Internet Archive), Wirtschaftsministerium MV, abgerufen am 12. November 2014
    44. Unternehmen der Luftfahrt und Raumfahrt im Raum Rostock (Memento vom 10. November 2014 im Internet Archive), Rostock Business, abgerufen am 10. November 2014
    45. Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Warnemünde eröffnet, airliners.de, 16. November 2007, abgerufen am 12. November 2014
    46. Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau Pasewalk
    47. Remos AG Leichtflugzeuge Pasewalk
    48. DLR: Standort Neustrelitz
    49. Raumfahrt Concret – Magazin aus Neubrandenburg und Ausrichter der Tage der Raumfahrt
    50. Heinkel He 178, fliegerweb.com, abgerufen am 10. November 2014
    51. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 12
    52. Bundesländer-Vergleichsstudie Erneuerbare Energien 2014, abgerufen am 29. November 2014
    53. Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland, Stand 30. Juni 2016. Internetseite der Deutschen Windguard. Abgerufen am 31. Juli 2016.
    54. Im 25. Jahr ganz vorn: Mecklenburg-Vorpommern erstmals Deutschlands Reiseziel Nummer 1, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., 4. März 2015
    55. Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV – „Von Januar bis September 2012 begrüßte der Nordosten mit knapp 280.000 ausländischen Gästen 13,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – damit ist MV in diesem Jahr Primus in Deutschland. Mit rund 372.000 Übernachtungen allein in den Sommermonaten Juli und August registrierte das Statistische Amt zudem die bisher erfolgreichste Hauptsaison im internationalen Tourismus.“
    56. a b Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S. 68–70
    57. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Pressemitteilung Nr. 07/2016 vom 2. März 2016 ([1])
    58. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Pressemitteilung Nr. 14/2016 vom 30. März 2016 ([2])
    59. Kaufkraft der Deutschen steigt 2016 um 2 Prozent. GfK, 15. Dezember 2015; abgerufen am 1. Dezember 2016.
    60. MV-Haushalt mit 220-Millionen-Euro-Plus, Bericht des NRD vom 16. Februar 2016
    61. Landesregierung: Schulden, Statement des Finanzministeriums MV
    62. a b Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt im Überblick - Berichtsmonat August 2016, Abruf 7. September 2009
    63. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
    64. Zensusdatenbank
    65. Fashion Week Warnemünde
    66. LOOK Fashion Show Schwerin
    67. Immobilien-Kompass, Capital, abgerufen am 3. November 2014
    68. a b Trend umgekehrt: MV wird Zuwanderer-Land (Memento vom 23. Dezember 2014 im Internet Archive), NDR, 6. Februar 2014, abgerufen am 4. November 2014
    69. Eine Stadt bekämpft den Wandel, Nordkurier, Printausgabe: Blickpunkt, 4. November 2014, S. 2
    70. Rostock wächst weiter, Rostock Heute, abgerufen am 4. November 2014
    71. Rostock: Zahlen und Fakten, rostock.de, abgerufen am 4. November 2014
    72. Schloss-Immobilien in MV im Investguide
    73. Brauereien aus Mecklenburg-Vorpommern, bierbasis.de, abgerufen am 13. November 2015
    74. Land zum Leben: MV stellt neue Schilder auf, Ostsee-Zeitung, 9. Juli 2014
    75. MV tut gut. (Memento vom 27. Oktober 2011 im Internet Archive)
    76. Angebotsveränderungen im Schienenpersonennahverkehr ab Dezember 2012
    77. Kleine Anfrage - EVU mit SPNV-Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern mit Marktanteil
    78. Kleine Anfrage - Regionalisierungsmittel für SPNV
    79. Flixbus: Ziele ab/nach Rostock
    80. http://vvg-bus.de/sommerfahrplan-nach-szczecin-stettin/
    81. 39,5 Millionen Tonnen bewegt · Mecklenburg-Vorpommerns Häfen mit Rekordumschlag. In: Täglicher Hafenbericht vom 17. Februar 2016, S. 4
    82. Statistiken: Kreuzfahrtschiffanläufe & Passagiere, Rostock Port Authority, abgerufen am 29. Dezember 2016
    83. Kreuzfahrtpassagiere beleben Flughafen Rostock-Laage, Rostock Heute, 5. Juni 2015
    84. Parchim International Airport
    85. Flughafen Parchim: Terminal wird ausgebaut, Startpunkt für chinesische Europabesucher (Memento vom 28. Mai 2015 im Internet Archive), NDR
    86. a b Bildung & Kultur, Daten 2015 - Landesamt für innere Verwaltung - Statistisches Amt MV, abgerufen am 13. Januar 2017
    87. Auswahl von Forschungsinstituten in Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 20. April 2015
    88. Bevölkerung – Mecklenburg-Vorpommern. Abgerufen am 11. Januar 2015.
    89. Statistik MV, Ausländerquote in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 2,1 Prozent, abgerufen am 8. September 2014
    90. [3], "Statistisches Amt Mecklenburg Vorpommern: Veröffentlichungen Statistische Berichte: Bevölkerung, Haushalte, Familien, Fläche", abgerufen am 5. September 2016
    91. Geburten: Mecklenburg-Vorpommern legt am meisten zu, bild.de, 28. Januar 2010, abgerufen am 4. November 2014
    92. Studie: In MV geht der Trend zum Zweitkind, Ostsee-Zeitung, 15. Juni 2015
    93. Familie und Gesundheit, Landesportal Mecklenburg-Vorpommern
    94. a b Evangelische Kirche in Deutschland - Kirchemitgliederzahlen Stand 31.12.2015 EKD Januar 2017
    95. Mecklenburg-Vorpommern: Kirchen und Konfessionen. Abgerufen am 11. Januar 2015.
    96. Statistisches Jahrbuch 2013
    97. MV-Tag 2016, offizielles Landesfest in Güstrow, abgerufen am 7. März 2016
    98. Musikland Mecklenburg-Vorpommern
    99. Landeserntedankfest mit Festumzug in Brüsewitz, NDR, 23. September 2016
    100. 27. Landeserntedankfest Mecklenburg-Vorpommern
    101. Erntedankfest, stralsund.de, abgerufen am 30. September 2016
    102. Karnevalsveranstaltungen in MV, Ostsee-Zeitung, abgerufen am 7. März 2016
    103. Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern, NDR, abgerufen am 24. November 2014
    104. Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern: Medienkompetenzpreis, abgerufen am 22. Juli 2015
    105. Günter Herkel: Einfalt statt Vielfalt. In: M – Menschen Machen Medien, Ausgabe 8/9 2009, S. 15–16.
    106. Drehorte in Wismar, damals und heute. Seite des Studiengangs Kommunikationsdesign und Medien an der Hochschule Wismar. Abgerufen am 27. Juli 2015.
    107. Stilles Land und großes Kino. Filme, Drehorte und Stars in Mecklenburg-Vorpommern entdecken, Buch von 2015, Hinstorff Verlag
    108. Ein Besuch beim ältesten Sportverein Deutschlands, Boris Herrmann in: Süddeutsche Zeitung Nr. 3 vom 4./5./6. Januar 2014, S. 33.
    109. FC Hansa Rostock Fanclubs
    110. DFB-Beachsoccer-Cup beim Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (Memento vom 23. April 2015 im Internet Archive)
    111. Tabelle der Ostseeliga, nb-blizzards.de, abgerufen am 29. März 2016
    112. Golfverband MV
    113. golfen-mv.de Entwicklung der Mitgliederzahlen im Deutschen Golfverband, 27. Januar 2012, abgerufen am 14. Januar 2014
    114. Tischtennis-Turnier der Tausend in Neubrandenburg
    115. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.svnb.deSegelverein Neubrandenburg: Segelwettbewerb Blaues Band, abgerufen am 17. April 2015
    116. Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
    117. Surfspot.de – Surfspots in Mecklenburg-Vorpommern
    118. Surfmap-MV.de – Surfschulen in Mecklenburg-Vorpommern
    119. Landeskanuverband Mecklenburg-Vorpommern
    120. Schwimm-Verband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
    121. Rallyesprint Rund um den Bergring Teterow
    122. Kaiser Classic Tour – Oldtimer-Rallye auf Usedom
    123. ADAC Sunflower Rallye
    124. Kartbahnen in MV
    125. Landes-Motorsport-Fachverband e.V. Mecklenburg-Vorpommern
    126. Karateunion Mecklenburg-Vorpommern e.V.
    127. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V.
    128. Radsportverband Mecklenburg-Vorpommern
    129. Radsport für alle: Die Mecklenburger Seenrunde, NDR online, 11. Mai 2015
    130. Mecklenburger Seen-Runde
    131. Tollenseseelauf
    132. Haffmarathon
    133. Luftsportverband Mecklenburg-Vorpommern
    134. Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern

    Koordinaten: 53° 37′ N, 12° 42′ O