Dukan-Talsperre

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Dukan-Talsperre
Dukan-Talsperre
Dukan-Talsperre
Lage: as-Sulaimaniya (Gouvernement), Autonome Region Kurdistan, Irak
Zuflüsse: Kleiner Zab
Abfluss: Kleiner Zab
Größere Städte am Ufer: Dukan
Größere Städte in der Nähe: Sulaimaniya, Ranya
Dukan-Talsperre (Irak)
Dukan-Talsperre
Koordinaten 35° 57′ 15″ N, 44° 57′ 9″ OKoordinaten: 35° 57′ 15″ N, 44° 57′ 9″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1954–1959
Höhe des Absperrbauwerks: 116,5 m
Höhe der Bauwerkskrone: 516 m
Bauwerksvolumen: 370.000 m³
Kraftwerksleistung: 400 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 511 m
Wasseroberfläche 270 km²dep1
Speicherraum 6.870.000.000 m³
Einzugsgebiet 11,690 km²

Die Dukan-Talsperre (arabisch سد دوكان, DMG Sadd Dūkān; auch Dukan-See) ist die größte Talsperre in der Autonomen Region Kurdistan. Sie liegt an der Uferstadt Dukan in der Provinz as-Sulaimaniya, etwa 55 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Silêmanî.

Staudamm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konstruktion des Dukan-Staudamms wurde 1954 begonnen und 1959 fertiggestellt. Den Entwurf für den Bau des Staudamms lieferte die britische Firma Binnie and Partners.[1] Zur Stromherstellung wurden fünf Turbinen mit jeweils einem 80 Megawatt-Generator installiert. Der Staudamm hat eine große strategische Bedeutung für die Provinz Silêmanî, da er neben dem Darbandichan-Damm der einzige Staudamm dort ist. Er ist für die Wasser- und Stromversorgung in der gesamten Provinz verantwortlich.[2][3][4]

Stausee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dukan-See hat ein Speichervolumen von 6,87 Milliarden Kubikmeter, bei einer Wasseroberfläche von 270 Quadratkilometer.[5] Er dient zur Wasserversorgung der Bevölkerung, aber auch zum Fischen und als Touristenattraktion.[6] Im Jahr 2013 planten Emaar Properties und die kurdische Faruk Group ein 2-Milliarden-Dollar schweres Projekt, um das Gebiet am See zu einem Resort umzubauen.[7][8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alan Charles Twort, Don D. Ratnayaka, Malcolm J. Brandt: Water Supply. Butterworth-Heinemann, 2000, ISBN 978-0-340-72018-9, S. 182 (google.com [abgerufen am 29. Januar 2016]).
  2. Dokan and Derbandikhan Emergency Hydro Power Project. In: cabinet.gov.krd. Kurdistan Regional Government, abgerufen am 28. Dezember 2015 (englisch).
  3. Mohamed Shwan Husami: Energy Crisis in Kurdistan And The Impact of Renewable Energy. In: Department of Mechanical Engineering. University of Strathclyde, 2007, abgerufen am 28. Dezember 2015 (englisch).
  4. Dukan Lake (S2). In: natureiraq.org. Abgerufen am 28. Dezember 2015.
  5. Weltbank (Hrsg.): Consultancy Services for Dokan and Derbendikhan Dam Inspection Report (Final). 31. Juli 2006, S. 29 (englisch, Online auf der Website der Weltbank (DOC; 4,55 MB)).
  6. Dukan Lake Resort | Unbelievable Kurdistan - Official Tourism Site of Kurdistan. In: bot.gov.krd. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  7. Khalid Al-Ansary, Nayla Razzouk: Emaar to Build $2 Billion Iraq Kurdish Resort, Official Says. In: Bloomberg.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  8. Emaar to build $2bn resort in Iraq's Kurdish region | The National. In: www.thenational.ae. Abgerufen am 29. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dukan-Talsperre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Scinexx.de: Ein dreieckiger See in der Wüste 14. Januar 2019