Durán

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt in Ecuador; für Personen dieses Namens siehe Duran.
Durán
-2.1733333333333-79.8311111111110 - 88Koordinaten: 2° 10′ S, 79° 50′ W
Karte: Ecuador
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Durán

Durán auf der Karte von Ecuador

Basisdaten
Staat Ecuador
Provinz Guayas
Einwohner 212.924 (Ber. 2005)
Stadtinsignien
Escudo de Durán.png
Detaildaten
Fläche 58,6
Höhe 88 m unter dem Meeresspiegel
Zeitzone UTC-5
Stadtvorsitz Dalton Narváez (PSC)
Website www.duran.gob.ec
Blick auf Durán vom Cerro Las Cabras, im Hintergrund der Guayas mit der Brücke der Nationalen Einheit
Blick auf Durán vom Cerro Las Cabras, im Hintergrund der Guayas mit der Brücke der Nationalen Einheit
Blick über den Guayas auf Durán
Blick über den Guayas auf Durán
Häuser auf der Isla Santay
Häuser auf der Isla Santay

Durán (offiziell auch Eloy Alfaro, nach dem früheren ecuadorianischen Präsidenten Eloy Alfaro) ist die zweitgrößte Stadt der Provinz Guayas in der pazifischen Küstenregion Ecuadors. Sie ist Hauptstadt des Kantons Durán und liegt am Fluss Guayas gegenüber der Metropole Guayaquil, zu deren Vorstädten sie gehört. Beim letzten Zensus von 2001 hatte die Stadt, die zu den am schnellsten wachsenden des Landes gehört, 178.714 Einwohner. Schätzungen von 2005 geben die Einwohnerzahl mit 212.924 an. Das Terrain von Durán ist in allgemeinen eben und flach, jedoch sticht aus der Silhouette der Hügel Cerro Las Cabras hervor.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Dorf Durán wurde 1902 zum ländlichen Kirchspiel (Parroquia rural) des Kantons Guayaquil erhoben. Da Durán am Ostufer des Guayas liegt, wurde hier der Bahnhof errichtet, von dem seit 1908 regelmäßig Züge in die ecuadorianische Hauptstadt Quito verkehrten. Heute fahren diese Züge nicht mehr, da durch Naturkatastrophen (El Niño) in den 1990er Jahren zentrale Brücken zerstört wurden. Da darüber hinaus der Busverkehr die Bedeutung der Züge weitgehend verdrängt hatte, verkehren Züge heute nur noch auf Teilstücken zu touristischen Zwecken.

1920 erhielt das Kirchspiel Durán zusätzlich den Namen Eloy Alfaros, des 1912 ermordeten Präsidenten, auf dessen Wirken die Fertigstellung der Eisenbahnlinie und des Bahnhofs maßgeblich zurückgeht.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Auch die wichtigsten Straßenverbindungen Guayaquils mit dem ecuadorianischen Hochland (nach Riobamba und Santo Domingo de los Colorados bzw. Quito) verlaufen von Durán aus. In den 1960er Jahren wurde zwischen Guayaquil und Durán die längste Brücke Ecuadors, die "Brücke der Nationalen Einheit", gebaut, die offiziell Puente Rafael Mendoza Avilés heißt. Heute fahren sehr viele Einwohner Duráns täglich als Pendler über diese Brücke, die 2005/06 verbreitert wurde, nach Guayaquil und zurück.

Kanton Durán[Bearbeiten]

1995 wurde der Kanton Durán eingerichtet, zu dem neben dem Kirchspiel Durán die Insel Santay gehört, die zwischen Guayaquil und Durán im Guayas liegt. Die Insel ist geschütztes Feuchtgebiet (siehe Ramsar-Konvention) und wird nur von etwa 200 Familien bewohnt. Sie ist nur per Boot zu erreichen und verfügt über keinerlei moderne Infrastruktur. Strom kann nur aus Dieselgeneratoren bezogen werden.

Weblinks[Bearbeiten]