Eberhard Alexander-Burgh

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Eberhard Alexander-Burgh (* 22. Dezember 1929 in Berlin; † 21. Oktober 2004 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller und Jugendbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eberhard Alexander-Burgh absolvierte zunächst eine Ausbildung als Bankkaufmann und studierte anschließend Germanistik. Seit 1954 war er als freischaffender Schriftsteller tätig. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag dabei auf der Jugendliteratur. Alexander-Burgh verfasste 25 Bücher sowie über 1500 Radiosendungen für Kinder-, Jugend-, Schulfunk- und Fernsehprogramme (u. a. zahlreiche Geschichten für die westdeutsche Ausgabe des Sandmännchens). Darüber hinaus schrieb er die Vorlagen für mehr als 90 Tonträger. Während die meisten Autoren erst ihre Bücher schreiben und bei kommerziellen Erfolg diese für Funk, Fernsehen und Tonträger bearbeiten, ging Alexander-Burgh den umgekehrten Weg: Zuerst schrieb er seine Geschichten für Funk und Fernsehen. Anschließend wurden einige zu Büchern adaptiert. So ist Alexander-Burgh der erste Medienautor für Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland. Darüber hinaus war er ab 1973 als Mitglied der Neuen Gesellschaft für Literatur (NGL) für mehrere zum Delegierten der Arbeits- und Projektgruppen gewählt worden.

Große Popularität erreichte er durch Die Hexe Schrumpeldei aus dem windschiefen Haus in der Schwarzer-Peter-Gasse 13 sowie das Schlossgespenst Hui Buh, das als „einzig behördlich zugelassenes Gespenst“ dem Schlossherrn von Burgeck, König Julius 111., mit Rat und (Un-)Tat zur Seite steht. Beide Reihen wurden sowohl als Hörspiele als auch als Bücher große Erfolge; Hui Buh kam 2006 unter dem Titel Hui Buh – Das Schlossgespenst in die Kinos. Die Titelrolle übernahm Michael Herbig.

Für seine Hörspiele wurde Alexander-Burgh mit mehreren Goldenen Schallplatten ausgezeichnet und wurde zugleich der erste Jugendbuchautor, der diese Auszeichnung auch in Platin erhielt. Für seine besonderen Verdienste wurde er mit der Bürgermedaille von Berlin-Wilmersdorf geehrt.

Eberhard Alexander-Burgh starb am 21. Oktober 2004 nach längerer Krankheit in Berlin. Den Großteil seines Erbes vermachte er dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zur Förderung von Projekten für Kinder und Jugendliche. Am 1. Dezember 2009 wurde eine der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtbibliotheken nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelhörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967: Der Rattenfänger von Hameln / Die Heinzelmännchen von Köln (Hörspielbearbeitung)
  • 1968: Sindbad der Seefahrer (Hörspielbearbeitung)
  • 1970: Robin Hood
  • 1972: Die Prärie: ein spannendes Lederstrumpf-Abenteuer (Hörspielbearbeitung)
  • 1974: Vati hat gesagt...
  • 1974: Meisterdetektiv Neunmalklug
  • 1974: Das kleine Monster (identisch mit "Das Matschmonster")
  • 1974: Räuberhauptmann Potzblitz
  • 1974: Käptn Buddelrum / Abenteuer auf südlichen Meeren
  • 1975: Peter und die drei großen F's
  • 1975: Das Zauberlaken
  • 1975: Der Zauberer Zackzarack
  • 1976: Schlüsseleddy und Gorillababy
  • 1977: Meuterei auf der Bounty
  • 1978: Das Matschmonster (identisch mit "Das kleine Monster")
  • 1979: Zauberer Zackzarack (Wiederveröffentlichung von "Der Zauberer Zackzarack")
  • 1980: Die Flußpiraten des Mississippi
  • 1980: Moby Dick – Die Jagd nach dem weißen Wal (Hörspielbearbeitung)
  • 1980: Schlüsseleddy und Gorillababy dreh'n ein Super-Ding
  • 1981: Ich und Klara (2 Folgen/Hörspielbearbeitung)
  • 1981: Der unheimliche Phantoll (2 Folgen)
  • 1982: Balduin, der Gepäckträger mit der goldenen 1
  • 1982: Lari Fari Mogelzahn und die Löwenreise
  • 1982: Rumpelmuck, der Poltergeist
  • 1983: Der kleine Muck
  • 1988: Lustige Löwengeschichten von Leo und Simba
  • 1988: Zauberhafte Zaubergeschichten
  • 1994: Simba, der Löwe

Hörspielserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hui Buh, das Schloßgespenst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Hui Buh, das Schloßgespenst (1970)
  2. Hui Buh, das Schloßgespenst in neuen Abenteuern (1973)
  3. Hui Buh, das Schloßgespenst spukt lustig weiter (1974)
  4. Hui Buh, das Schloßgespenst und seine allerneusten Spukereien (1975)
  5. Hui Buh, das Schloßgespenst und die große Spukschau (1977)
  6. Hui Buh, das Schloßgespenst fährt Geisterkarussell (1977)
  7. Hui Buh, das Schloßgespenst und der schaurige Punkt (1977)
  8. Hui Buh, das Schloßgespenst und der Gruseltanz (1977)
  9. Hui Buh, das Schloßgespenst und die Geisterjäger (1977)
  10. Hui Buh, das Schloßgespenst und das verschwundene Spukschloss (1977)
  11. Hui Buh, das Schloßgespenst in der alten Poltermühle (1978)
  12. Hui Buh, das Schloßgespenst und das unheimliche Feuerroß (1978)
  13. Hui Buh, das Schloßgespenst und die geraubte Ahnfrau (1979)
  14. Hui Buh, das Schloßgespenst und die unheilvolle Burgfehde (1979)
  15. Hui Buh, das Schloßgespenst im dunklen Mitternachtswald (1979)
  16. Hui Buh, das Schloßgespenst und die schauerliche Verwünschung (1981)
  17. Hui Buh, das Schloßgespenst und das wilde Geisterheer (1981)
  18. Hui Buh, das Schloßgespenst und der rabenschwarze Dämon (1982)
  19. Hui Buh, das Schloßgespenst und die Schreckensnacht im Burgturm (1982)
  20. Hui Buh, das Schloßgespenst in der Teufelsschlucht (1983)
  21. Hui Buh, das Schloßgespenst in der Gruselgruft (1983)
  22. Hui Buh, das Schloßgespenst und die Irrlichter im Moor (1983)
  23. Hui Buh, das Schloßgespenst und das furchtbare Phantom (1983)[1]

Die Hexe Schrumpeldei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Hexe Schrumpeldei (1973)
  2. Schrumpeldei und Schrumpelmei mit neuen Hexereien (1974)
  3. Die Hexe Schrumpelmei und ihre größte Hexerei (1975)
  4. Die Hexe Schrumpelmei und ihre Wunderbrille (1977)
  5. Die Hexe Schrumpelmei und ihre mißratene Geburtstagshexerei (1977)
  6. Die Hexe Schrumpelmei und der wilde Hexensabbat (1978)
  7. Die Hexe Schrumpelmei und die Walpurgisnachthexerei (1978)
  8. Die Hexe Schrumpelmei und der geheimnisvolle Turm (1979)
  9. Die Hexe Schrumpelmei und der fliegende Teppich (1979)
  10. Die Hexe Schrumpelmei und die Drachenhexerie (1979)
  11. Die Hexe Schrumpelmei und der starke Lukas (1979)[2]
Löwen-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Der schüchterne Löwe (1979)[3]
  2. Der listige Löwe (1981)[4]
  3. Der brüllende Löwe (1981)[5]
  4. Der setsame Löwe (1981)[6]

Bei dem Hörspiel "Simba, der Löwe" von 1994 handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung der ersten beiden Episoden.[7]

Pitje Puck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Pitje Puck der spaßige Briefträger (1984)
  2. Pitje Puck will Fische fangen (1984)
  3. Pitje Puck macht tolle Streiche (1984)
  4. Pitje Puck und sein Hund (1984)
  5. Pitje Puck als Schneider (1984)
  6. Pitje Puck der Held des Tages (1984)
  7. Pitje Puck überlistet den Dieb (1984)
  8. Pitje Puck auf Jagd (1984)
  9. Pitje Puck als Detektiv (1984)
  10. Pitje Puck kann nichts erschüttern (1984)
  11. Pitje Puck sucht einen Schatz (1984)
  12. Pitje Puck die Sportskanone (1984)
  13. Pitje Puck und das große Geheimnis (1984)

Für die Serie Pitje Puck verfasste Burgh ausschließlich die Hörspielskripte. Die Buchvorlagen stammen aus der Feder des niederländische Kinderbuchautoren Henri Arnoldus.[8][9]

Ich und Klara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Ich und Klara und der Dackel Schnuffi (1981)
  2. Ich und Klara und das Pony Balduin (1981)[10]

Für die Serie Ich und Klara verfasste Burgh ausschließlich die Hörspielskripte. Die Buchvorlagen stammen aus der Feder des bulgarisch-deutschen Kinderbuchautoren Dimitier Inkiow.[11]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Die Lügenprinzessin (Neuauflage 1987)
  • 1970: Der Faxenmax
  • 1971: Kapitän Buddelrum spinnt Seemannsgarn
  • 1973: Hui Buh, das Schlossgespenst (Erstausgabe Boje Verlag, Illustrationen von Edith Witt)
  • 1976: Der große Eiertrick und andere Geschichten
  • 1976: Die Hexe Schrumpeldei
  • 1977: Der Räuberhauptmann Kasimir
  • 1977: Die Hexe Schrumpeldei und ihre neueste Hexerei
  • 1978: Die Hexe Schrumpeldei und eine tolle Hexerei
  • 1978: Hui Buh, das Schloßgespenst (Neuauflage Engelbert-Verlag, Einband von Hans Möller, Illustrationen von Ursula Dönges-Sandler)
  • 1978: Hui Buh, das Schloßgespenst und die tausend Geisterstimmen
  • 1979: Hui Buh, das Schloßgespenst und das mitternächtliche Kegelspiel
  • 1979: Hui Buh, das Schloßgespenst und der geheimnisvolle Burgbrunnen
  • 1979: Der schüchterne Löwe
  • 1980: Peter ist Klasse
  • 1980: Hui Buh, das Schloßgespenst und die große Spukschau
  • 1980: Hui Buh, das Schloßgespenst fährt Geisterkarussell
  • 1981: Hui Buh, das Schloßgespenst und der schaurige Punkt
  • 1981: Das Matschmonster
  • 1984: Kapitän Seebär spinnt Seemannsgarn
  • 1985: Schlüssel-Eddy und Gorilla-Baby

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jooce, Carl & Bondi: Die Hörspiel-Kartei der Hörspielforscher. Abgerufen am 29. August 2021.
  2. Jooce, Carl & Bondi: Die Hörspiel-Kartei der Hörspielforscher. Abgerufen am 29. August 2021.
  3. Der schüchterne Löwe • 115 407.9. Abgerufen am 29. August 2021.
  4. Der listige Löwe • 115 435.4. Abgerufen am 29. August 2021.
  5. Der brüllende Löwe (3) • 115 447.8. Abgerufen am 29. August 2021.
  6. Der seltsame Löwe (4) • 115 448.6. Abgerufen am 29. August 2021.
  7. Jooce, Carl & Bondi: Die Hörspiel-Kartei der Hörspielforscher. Abgerufen am 29. August 2021.
  8. Jooce, Carl & Bondi: Die Hörspiel-Kartei der Hörspielforscher. Abgerufen am 29. August 2021.
  9. Pitje Puck Bücher in der richtigen Reihenfolge. Abgerufen am 29. August 2021.
  10. Jooce, Carl & Bondi: Die Hörspiel-Kartei der Hörspielforscher. Abgerufen am 29. August 2021.
  11. Meine Schwester Klara Bücher in der richtigen Reihenfolge. Abgerufen am 29. August 2021.