Meuterei auf der Bounty

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Mutiny on the Bounty ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für die Band siehe Mutiny on the Bounty (Band).

Meuterei auf der Bounty ist der Titel von Verfilmungen, Hörspielen und Büchern, die auf dem geschichtlich belegten Ereignis einer Meuterei auf der Bounty basiert, einem dreimastigen Segelschiff der britischen Admiralität, das 1787 unter Führung von Lieutenant William Bligh zu einer Reise in die Südsee aufbrach, um Stecklinge des Brotfruchtbaums von Tahiti zu den Antillen zu bringen.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Drehbüchern der Verfilmungen lag, mit einer Ausnahme, 1984, der gleichnamige Roman aus der berühmten Bounty-Trilogie von Charles Bernard Nordhoff und James Norman Hall zugrunde. Die Darstellung William Blighs als brutaler Kapitän traf zwar den Geschmack des Publikums, die Korrektheit ist aber historisch strittig.

Roger Donaldson und Dino De Laurentiis bemühten sich 1984 um mehr Genauigkeit, zum einen durch Vermittlung der Emotionen an Bord und der Eskalation, zum anderen durch erstmaligen Nachbau des Schiffes nach Originalplänen und in Originalgröße (in Stahl – aktuellen Sicherheitsvorschriften und dem Bedarf der Filmcrew genügend).

Fünf Spielfilme über die Meuterei sind belegt:

Daneben wurde 1989 ein mehrteiliger Fernsehfilm mit dem Titel Insel der Meuterer unter der Regie von Francois Leterrier produziert. Bei dem Werk handelt es sich um eine Verfilmung des Romans Die Insel von Robert Merle. Auch wenn die Handlung und die Namen der Protagonisten abgewandelt wurden, sind die Parallelen zum Bounty-Geschehen deutlich erkennbar. Der Film versucht eine Antwort darauf zu geben, wie es den Meuterern auf Pitcairn unmittelbar nach der Meuterei ergangen ist und welche sozialen Probleme dabei auftraten.

Außerdem wurde 1988/89 der deutsche Dokumentarfilm Pitcairn – Endstation der Bounty für den WDR mit Mitteln der Bayerischen Filmförderung produziert. Die FSK stufte den Film als „wertvoll“ ein. Es kam zu Aufführungen beim Filmfestival Max Ophüls Preis 1990, im BR 1990, 1998 und 2009.[1]

2007 hat das ZDF den Dokumentarfilm Logbuch Bounty. Das Rätsel der Meuterei von colourFIELD produzieren lassen (Buch und Regie: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus). Darin kommt der Restaurator Antony Zammit von der Mitchell Library im australischen Sydney, wo Blighs Logbücher aufbewahrt werden, zu Wort. Bei der Restaurierung des zweiten Bandes ist ihm aufgefallen, dass der Kapitän nachträglich Seiten ausgewechselt hat, darunter die vom Tag der Meuterei. Welche Gründe er dafür gehabt hat und wann er das getan hat, ist unklar. Der Film versucht in nachgestellten Szenen die tatsächlichen Geschehnisse, die zu der Meuterei geführt haben, zu rekonstruieren.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es entstanden auch Hörspiele über die Meuterei:

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Meuterer von der Bounty (1879, original in Französisch Les Révoltés de la Bounty); Kurzgeschichte des französischen Autors Jules Verne.[5]
  • Der Schiffsjunge (2012; englische Originalausgabe: Mutiny on the Bounty, 2008); Jugendbuch des irischen Autors John Boyne; erzählt die Geschichte aus der Sicht John Jacob Turnstiles, eines Schiffsjungen auf der Bounty.
  • Die Meuterei auf der Bounty (Erstausgabe Göttingen 1959, mehrere Neuauflagen verschiedener Verlage); Jugendbuch des Autors Günter Sachse; Darstellung der Geschichte um die Meuterei in Form eines Abenteuerromans. Sachse bleibt in seiner Schilderung nah an den damals bekannten Einzelheiten um die Geschehnisse.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pitcairn – Endstation der Bounty (Memento vom 9. Mai 2010 im Internet Archive)
  2. Hörspiel: Die Meuterei auf der Bounty (1973), auf hoerspielwelten.de
  3. Hörspiel: Meuterei auf der Bounty (1977), auf europa-vinyl.de
  4. Hörspiel: Meuterei auf der Bounty (2006), auf dg-literatur.de
  5. Die Meuterer von der Bounty. In: www.j-verne.de. Abgerufen am 26. Juni 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]