Ebullioskop

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vidalsches Ebullioskop
prinzipieller Aufbau eines Ebullioskops

Das Ebullioskop (von lat. ebullire = hervorsprudeln) ist ein Messgerät zur Bestimmung des Alkoholgehalts (Alkoholometrie) von Wein. Seine Messgenauigkeit genügt für praktische Zwecke.

Das Ebullioskop wurde von Tabarié, Amagat, François Marie Raoult und Brossard-Vidal angegeben. Seine Einrichtung beruht darauf, dass der Siedepunkt alkoholischer Flüssigkeiten ihrem Alkoholgehalt entspricht (vgl. Raoultsches Gesetz):

  • je mehr Alkohol die Flüssigkeit enthält, desto mehr nähert sich ihr Siedepunkt dem des Alkohols (bei 78 °C) an;
  • je höher der Wassergehalt der Flüssigkeit bzw. je niedriger ihr Alkoholgehalt, desto näher liegt ihr Siedepunkt bei 100 °C (der Siedetemperatur von Wasser).

Das Vidalsche Ebullioskop besteht aus einem kleinen Metallkessel D, der den zum Sieden zu erhitzenden Wein aufnimmt (Heizeinrichtung E). Daran ist ein kleiner Kondensator A angebracht, in dem die verdampfte Flüssigkeit verdichtet wird und in den Kessel zurücktropft. Im Dampfraum befindet sich das mit Quecksilber gefüllte Thermometer C, auf dessen Skala nicht die Temperaturgrade, sondern direkt die Alkoholgehalte abgelesen werden.

Siehe auch[Bearbeiten]