Edward Sizzerhand

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Edward Sizzerhand, auch bekannt als Steady Fingaz, ist ein US-amerikanischer DJ und Musikproduzent.

Biografie[Bearbeiten]

Edward Sizzerhand wurde im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn als Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Zusammen mit seiner Familie zog es ihn in frühster Kindheit nach München, wo er im Alter von ungefähr 13 Jahren mit dem DJ'ing anfing. In dieser Zeit hatte er schon seinen Technics 1210er Plattenspieler. Angespornt und beeinflusst wurde Sizzerhand vom DMC World Champ 1990/91 DJ David.[1] Seinen ersten eigenen Auftritt bei einem Wettbewerb hatte Edward Sizzerhand bei der Süddeutschen DJ Meisterschaft im Jahr 1997, wo er auf Anhieb den ersten Platz belegte. 1999 fand in München die alljährliche ITF German Championships Ausscheidung im Scratchen und Beatjuggeln statt, bei der er hinter DJ Hype aus Berlin und Molematic den dritten Platz belegte.[2]

Im Jahr 1996 traf der ehemalige Backspin Redakteur DJ Edward Sizzerhand dann auf Rasul Allah und Iman Shahidi. Er schließt sich den beiden an, wird ihr DJ und gründete mit ihnen, die heute als legendär geltende HipHop-Gruppe Square One.[3] Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, sowie eine ausgiebige Tour in Europa, Japan sowie Nordamerika.[4] Im Jahr 2002 folgte jedoch ein Split innerhalb der Gruppe und die damit verbundene Auflösung, welche durch interne Streitereien und finanzielle Differenzen verursacht wurde, so Edward Sizzerhand in einem Interview.[5] Ein Jahr später wirkt er auf dem Album Der Tag der Wahrheit (2003) des Rappers One'N'onE mit. Alle Tracks wurden von ihm gemischt und gemastert.[6]

Im Jahr 2005 gab er an der Ingolstädter DJ-Schule als Gastdozent Unterricht im Bereich Mixing.[7]

Nachdem Steady Fingaz bis Ende der 1990er Jahre diverse Mixtapes für unter anderem Marlboro, Phlatline Records und Showdown Records herausbrachte, gründete er 1999 sein eigenes Tapelabel namens OnTheMix Records, auf dem unter anderem namhafte DJ-Größen wie DJ M-Tech und Rob Reece von den Needle Addicts sowie Spill & Sir Cut ihre Mixtapes veröffentlichten. Zudem übernahm er über mit seinem Label auch den Vertrieb weiterer Mixtapes.[8]

Sizzerhand hat bis heute mit unterschiedlichen Künstlern wie zum Beispiel Diggin In The Crates' A.G. und Party Arty, Patrice sowie Fiva MC & DJ Radrum und einigen anderen zusammengearbeitet. 2006 veröffentlichte er über Kickz sein Mixtape Clubsoul, womit er sich als Freund guter Soulmusik nicht nur einen besonderen Wunsch, sondern darüber hinaus auch eine ausgefallene Wette gewann, in der man ihm nicht zugetraut hatte Livedrums mit MPC-Drums zu mixen.[9]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 2001 Square One - Walk of Life (Show Down Records)
  • 2002 Square One - Walk of Life +1 (Japan Import) (MicLife Records)

Singles[Bearbeiten]

  • 1998 Mind.Body.Soul. (Square One - Show Down Records)
  • 1999 State Of The Art (Square One - Show Down Records)
  • 2001 Applause (Square One - Show Down Records)
  • 2001 Can't Mess / Backstabbers (Square One - Show Down Records)
  • 2001 Fallen Angels (Square One - Show Down Records)
  • 2001 Countdown (Square One - Show Down Records)

Mixtapes[Bearbeiten]

  • 1996 The Low Wheels of the Industry (Edward Sizzerhand - BamBam Records)
  • 1999 OnTheMix (Edward Sizzerhand & DJ Man at Arms - OnTheMix Records)
  • 2001 Exhilarating Archive (Edward Sizzerhand & DJ Ray D - Phlatline Records)
  • 2005 ClubSoul (Edward Sizzerhand - OnTheMix Records)
  • 2006 ClubSoul K1X Edition (Edward Sizzerhand - k1x)

Als DJ[Bearbeiten]

  • 1999 Showdown presents Mc Throwdown (VA - Show Down Records)
  • 1999 Marlboro BBQ MixTape (VA - marlboro Rec)
  • 2000 Raw Beauty (Chosen Few - Show Down Records)

Gastauftritte als Produzent[Bearbeiten]

  • 2002 Was du nicht siehst (Fiva Mc & DJ Radrum: Spiegelschrift - Buback Tonträger)
  • 2002 Was du nicht siehst (Fiva Mc & DJ Radrum: Spiegelschrift Instrumental - Buback Tonträger)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edward Sizzerhand Profil auf itf-germany.com
  2. ITF German Championships 1999 Nachbericht
  3. Iman Biografie
  4. Biografie auf sizzerhand.com
  5. News auf mtv.de
  6. FLA Diskografie auf fladaliquid.com
  7. DJ School Ingolstadt
  8. Labelprofil auf MySpace.com
  9. Review auf generation-one.de

Weblinks[Bearbeiten]