Egelsbach Transmitter Facility

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Egelsbach Transmitter Facility
Egelsbach Transmitter Facility.jpg
Basisdaten
Ort: Egelsbach
Land: Hessen
Staat: Deutschland
Verwendung: Fernmeldeanlage/Zahlensender
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: KW-Sender
Sendetyp: Militärische Kommunikation
Positionskarte
Egelsbach Transmitter Facility (Hessen)
Egelsbach Transmitter Facility
Egelsbach Transmitter Facility
Koordinaten: 50° 0′ 14,8″ N, 8° 36′ 40,2″ OVorlage:Infobox Sendeanlage/Wartung/Pflichtparameter fehlt

Vorlage:Infobox Sendeanlage/Wartung/Formatierungsfehler Lagepunkt

Die Egelsbach Transmitter Facility ist eine Kommunikations- und SIGINT-Station der USA in einer Waldlichtung nahe dem hessischen Egelsbach. Besitzer des Geländes ist das Wiesbadener Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in Europa (7. US-Armee).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Waldstück in der Nähe von Egelsbach nahe Frankfurt am Main befindet sich die Egelsbach Transmitter Facility. Das Gelände wird seit Ende des Zweiten Weltkriegs von den US-Streitkräften genutzt. Auf einer ca. 30 Hektar großen Freifläche stehen neben den Antennenanlagen Betriebsgebäude. Bewacht wird das Gelände von der US-amerikanischen Militärpolizei und lokalen Wachdiensten. Das Gelände ist durch Stacheldraht und einen Zaun geschützt.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände befinden sich 20 meist logarithmisch-periodische Kurzwellen-Antennen (horizontal polarisiert) der Firma TCI International.[1] Dazu kommen inzwischen vier Radome. Auf einem Mastaufbau befinden sich Mikrowellenrichtfunk-Anlagen. Zwei Mikrowellenschüsseln zeigen in Richtung der damaligen Rhein-Main Air Base.

Während andere Einrichtungen der US-Militärs in den 2000er-Jahren stillgelegt oder reduziert wurden, fanden auf dem Gelände der Egelsbach Transmitter Facility Ausbauarbeiten statt. 2011 entstand ein weiteres Radom mit geschätzten fünf Metern Durchmesser.

Generatoren zur Energieversorgung sind in unterirdischen Anlagen vorhanden. Zudem hatte die Anlage auf dem benachbarten Areal, das ebenfalls Sperrgebiet war, mehrere Bunker, die mittlerweile abgebrochen wurden. Was dort gelagert wurde, ist bis heute unbekannt.[2]

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sprecherin der US-Landstreitkräfte in Europa sagte zum Zweck der Anlage gegenüber einer Lokalzeitung 2011: „Die Anlage wird vom US-Verteidigungsministerium betrieben. Sie dient der Führung und Steuerung der Kommunikation im militärischen Einsatzgebiet.“[3]

Eine ZDF-Dokumentation erhob 2003 den Verdacht, dass von der Anlage aus Programme des Zahlensenders Cynthia ausgestrahlt wurden. Bestätigt wurde dies durch die US-Militärs nie, jedoch sind die Programme im Umfeld des Geländes mit einem Empfänger ohne Antenne zu empfangen, was auf eine erhebliche Signalstärke des Kurzwellensignals hinweist.[4][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CCC - Die Datenschleuder #88 (PDF; 1,3 MB)
  2. Markus Schaible: Erholung im einstigen Sperrgebiet. Langen/Egelsbach Die Natur arbeitet schnell – und die Spurensuche fällt schwer. Irgendwann stehe ich an einer Wegkreuzung und entdecke einen kleinen Erdwall, ziemlich unbedeutend, aber ich erkenne ihn wieder: Dort war einst das Eingangstor ins Sperrgebiet. 19. April 2011, abgerufen am 9. Mai 2018.
  3. a b Mysteriöse US-Funkstation wird aufgerüstet. In: extratipp.com. 11. Dezember 2011, archiviert vom Original am 22 Jan. 2013; abgerufen am 9. Mai 2018.
  4. Freund hört mit - US-Spionage in Deutschland auf: Phoenix, 2003.