Ehrenfriedhof Bad Bodendorf

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Ehrenfriedhof Bad Bodendorf im Herbst
Eingang zum Ehrenfriedhof Bad Bodendorf
Sinzig Kriegsgraeberstaette tablet.jpg

Der Ehrenfriedhof Bad Bodendorf ist eine Kriegsgräberstätte im Zusammenhang mit dem nahe gelegenen Kriegsgefangenenlager Goldene Meile.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er liegt nördlich der Ahr und östlich von Bad Bodendorf, in Entfernung von ca. 2,5 km zum ehemaligen Lager. Der Abstand war wahrscheinlich aus seuchenhygienischen Gründen gewählt. So war der Friedhof auch ca. 0,5 km vom nächsten Wohnhaus in Bad Bodendorf entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. April 1945 wurde auf Anordnung der Alliierten dieser Friedhof eingerichtet. Es wurden hier überwiegend Tote aus den Lagern Remagen und Sinzig, aber auch aus den Lagern Plaidt/Miesenheim und Andernach begraben.

Bad Bodendorf war zu diesem Zeitpunkt eine eigenständige Gemeinde, die der Bürgermeisterei Remagen zugeordnet war. Heute ist es ein Ortsteil der Stadt Sinzig.

Nach der Räumung der Lager wurden der Friedhof vom 15. Juli 1945 geschlossen. 1090 Soldaten fanden bis dahin dort ihre letzte Ruhe.

Der Friedhof wurde zu Allerheiligen, am 1. November 1945 eingesegnet. Bewohner der umliegenden Orte richteten die Gräber für diesen Feiertag her – bis dahin wurden die Toten einfach im Boden verscharrt.

Beim Ausbau der Kriegsgräberstätte 1957 unter Beteiligung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden weitere 154 Tote zugebettet.[1]

Die Tafel am Eingang gibt hingegen 1212 (statt 1244) Grabstätten an.

Totenbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbewahrungsort Totenbuch

Im Eingangsbereich wurde ein Verzeichnis der Grabstätten ausgelegt. Außerdem ist eine Abschrift online abrufbar – siehe Weblinks.

Gedenkfeier am Volkstrauertag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf ist Ort der zentralen Gedenkfeier des Landkreis Ahrweiler am Volkstrauertag. Prominente Redner waren:[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedhofsinformation bei volksbund.de. Abgerufen am 30. Oktober 2016.
  2. Pressemitteilung Landkreis Ahrweiler. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 30. Oktober 2016; abgerufen am 30. Oktober 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis.aw-online.de

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auflistung der Gefallenen. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher, abgerufen am 30. Oktober 2016.

Koordinaten: 50° 33′ 3″ N, 7° 13′ 34″ O