Eierkocher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Elektrisch betriebener Eierkocher mit Wassermessbecher

Ein Eierkocher ist ein Küchengerät zum Eierkochen, das meist elektrisch betrieben wird. Als Vorgänger können einfache Wasserbehälter gelten, in denen die Eier eine definierte Zeit gekocht werden.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein elektrischer Eierkocher besteht in der Regel aus einem Heizgerät, in dem Wasser erhitzt wird, einem Eieraufsatz, in den die Eier gelegt werden sowie einem Deckel, der auf der Oberseite eine Öffnung zum Entweichen des Wasserdampfes besitzt und als Spritz- und Hitzeschutz dient.

Zur Bestimmung der Kochzeit gibt es zwei Varianten:

  • Durch einen (Dreh-)Schalter lässt sich die Kochzeit so bestimmen, dass man je nach Wunsch ein hartes oder ein weiches Ei erhält;
  • Die Kochzeit und damit der Grad der Eihärte wird über die eingebrachte Wassermenge eingestellt; generell gilt dabei: Je weniger Wasser verdampfen kann, desto kürzer ist die Kochzeit.

Vor allem die Variante, bei der die Kochzeit mittels Wassermenge eingestellt wird, stellt interessante thermodynamische Forderungen: So wird für ein weiches Ei mehr Wasser benötigt als für fünf weiche Eier. Diesen auf den ersten Blick paradoxen Zusammenhang (spontan naheliegend wäre die Vermutung, für mehr Eier benötige man mehr Wasser) kann man sich leicht durch die Kondensationsoberfläche erklären. Je mehr kühle Ei-Oberfläche vorhanden ist, umso mehr Wasser kondensiert und fließt zurück in die Heizzone. Auf der anderen Seite entweicht mehr Wasser, wenn weniger Oberfläche vorhanden ist – es muss von Beginn an mehr Wasser zur Verfügung stehen.

Eierkocher nach diesem Prinzip besitzen unter der Heizschale einen Temperaturschalter, der die elektrische Heizung abschaltet, sobald alles Wasser verkocht ist und somit eine Temperatur über 100 °C erreicht wird. Durch einen Summer, der den Schalter überbrückt, wird dann ein Signalton ausgelöst. Um ein Wiedereinschalten der Heizung nach Abkühlung zu verhindern, ist dann bei vielen Geräten dieses Typs der Netzstecker zu ziehen oder – falls vorhanden – der Netzschalter zu betätigen.

Durch die unterschiedlichen Funktionsweisen ergeben sich einige Unterschiede beim Eierkochen. Bei der Steuerung über die Wassermenge ist die Garzeit kürzer und es wird weniger Energie benötigt. Auch verbleibt nach dem Kochen kein Wasser im Gerät. Durch das thermodynamische Prinzip ergibt sich außerdem ein automatischer Kompensationseffekt bezüglich Ei-Größe und Ei-Temperatur. Bei Geräten mit Zeitsteuerung muss die Wassermenge nicht genau dosiert werden. Sie funktionieren analog wie das Kochen im Topf. Dadurch kann man auch zwischendurch Eier entnehmen wenn man weiche und harte Eier haben will. Nachteilig ist, dass, durch das Restwasser im Gerät, Eier nachkochen können, wenn sie nach Kochzeitende nicht gleich entnommen werden. Darüber hinaus muss die Garzeit an Ei-Größe und Ei-Temperatur gegebenenfalls angepasst werden.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Egg boilers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]