Eierkocher

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Elektrischer Eierkocher aus dem Jahre 2007 für bis zu sieben Eier. Links daneben der zugehörige Wassermessbecher

Ein Eierkocher ist ein elektrisches Küchengerät zum Eierkochen. Daneben gibt es auch nicht-elektrische Kocher, die für den Mikrowelleneinsatz gedacht sind.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilfsmittel zum Eierkochen dienen dazu, Eier im gewünschten Härtegrad zu kochen. Dazu dienen die seit langem bekannten Eieruhren, aber auch halb- und vollautomatische Eierkocher für Spiritusbrenner, für Gasherde oder für das Stromnetz.

Eierkochtopf aus dem Jahre 1932 mit eingebauter Uhr
Automatischer Eierkocher aus dem Jahre 1892 mit Spiritusflamme.

Das dominierende Prinzip sind elektrische Geräte, die das Ei mit der an ihm auftretenden Kondensationswärme einer elektrisch verdampften definierten Wassermenge garen.

Ein elektrischer Eierkocher besteht aus einem Heizgerät, in dem Wasser verdampft wird, einem Eieraufsatz, in den die Eier gelegt werden, sowie einem Deckel, der auf der Oberseite eine Öffnung zum Entweichen des Wasserdampfes besitzt und als Spritz- und Hitzeschutz dient.

Die Kochzeit und damit die Eihärte wird über die eingebrachte Wassermenge in Abhängigkeit von der Anzahl der Eier oder über eine Zeitschaltuhr eingestellt.

Es gilt folgender thermodynamischer Zusammenhang: Für ein Ei wird mehr Wasser und Energie benötigt als für fünf Eier. Dieser auf den ersten Blick paradoxe Zusammenhang (naheliegend wäre die Vermutung, für mehr Eier benötige man mehr Wasser und Energie) kann durch die Kondensationsoberfläche der Eier erklärt werden. Je mehr kühle Ei-Oberfläche vorhanden ist, umso mehr des verdampften Wassers kondensiert und fließt zurück in die Heizzone. Andererseits entweicht mehr ungenutzter Dampf, wenn weniger kalte Ei-Oberfläche vorhanden ist – es muss für das gleiche Ergebnis mehr Wasser zur Verfügung stehen.

Nach diesem Prinzip arbeitende Eierkocher besitzen unter der Heizschale einen Temperaturschalter, der die elektrische Heizung abschaltet, sobald alles Wasser verkocht ist und die Temperatur über 100 °C steigt. Durch einen Summer, der den Schalter überbrückt, wird ein Signalton ausgelöst. Um ein Wiedereinschalten der Heizung nach Abkühlung zu verhindern, muss das Gerät ausgeschaltet werden.

Bei der Steuerung über die Wassermenge ist die Garzeit kürzer und es wird weniger Energie benötigt. Nach dem Kochen verbleibt kein Wasser im Gerät. Das Prinzip führt zu einem automatischen Kompensationseffekt bezüglich Ei-Größe und Ei-Ausgangstemperatur.

Geräte mit Zeitsteuerung verwenden ebenfalls das Dampfgaren, die Wassermenge muss jedoch nicht genau dosiert werden. Man kann zwischendurch Eier entnehmen, wenn man weiche und harte Eier haben will. Die Garzeit muss an die Ei-Größe und dessen Ausgangstemperatur angepasst werden.[2][3]

Besonders Energieeffizient sind Eierkocher, die über die Wassermenge gesteuert werden, da bei ihnen am wenigsten Wasser erhitzt werden muss.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Egg boilers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mikrowellen-Eierkocher: mikrowelle.com
  2. stern.de: Die besten 12 Eierkocher im Vergleich – für das perfekte Frühstücks-Ei – 2019 Test und Ratgeber
  3. etm-testmagazin.de: Stets der gewünschte Härtegrad
  4. Eier energiesparend kochen: Diese Methode ist die beste, Mitteilung der Firma Vattenfall, abgerufen am 19. September 2021