Elektrogerät

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Elektrogerät: Elektrische Kaffeemaschine für Filterkaffee

Ein Elektrogerät ist ein Gerät, welches elektrische Energie zu seinem Betrieb verwendet[1], sie erzeugt oder misst.

Elektrogeräte sind direkt mit dem Stromnetz verbunden (zum Beispiel Wasserkocher, Spülmaschine, Leuchte), mit Akkumulatoren oder Batterien ausgerüstet (zum Beispiel Mobiltelefon, Taschenlampe) oder sie erzeugen selbst Elektroenergie (tragbares Stromaggregat, Plug-In-Photovoltaikmodul). Bewegliche Mess- und Prüfgeräte (z. B. Multimeter, Phasenprüfer) für elektrischen Strom sind ebenfalls Elektrogeräte.

Elektrische Verbraucher sind Elektrogeräte, sofern sie beweglich sind.

Begriffsabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrogeräte für den Privathaushalt im engeren Sinne sind elektrische Haushaltsgeräte, die von überwiegend gewerblich genutzten Geräten bzw. Maschinen zu unterscheiden sind.[2] Eine klare Grenzziehung ist jedoch zumindest bei einigen Produktgruppen, beispielsweise Heimwerkergeräte, schwer möglich. Auch privat genutzte Geräte für den Außenbereich (siehe Gartengerät) gehören nicht zu den Haushaltsgeräten.

Geräte für den Privathaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei elektrischen Geräten für die private Nutzung wird, besonders im Bereich der Küchengeräte, zwischen Elektrogroßgeräten (z. B. Kühlschrank) und Elektrokleingeräten (z. B. Föhn) unterschieden.

Des Weiteren existiert die Einteilung in

Diese ist in der Umgangssprache inzwischen veraltet, findet sich jedoch noch häufig in der Verkehrssprache von Industrie, (Einzel-)Handel und Entsorgungswirtschaft sowie gelegentlich in Statistiken. In Österreich sind eher die Bezeichnungen Weißware, Braunware, Rotware und Grauware gebräuchlich. – Die Ausdrücke leiten sich insbesondere von den ursprünglichen Gehäusefarben der Geräte ab: weiße Email bei Haushaltsgroßgeräten (z. B. Waschmaschinen), braune Holzrahmen bei Rundfunkgeräten, Heizwendeln geben rote Strahlung ab, und in der IKT waren die Gehäuse (z. B. Computergehäuse) überwiegend grau.

Technische Einzelheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Elektrogerät gelten dem Landkreis Friesland zufolge[3] Geräte, die zu ihrem Betrieb elektrische Ströme oder elektromagnetische Felder benötigen, und Geräte zur Erzeugung, Übertragung und Messung solcher Ströme und Felder und für den Betrieb mit Wechselstrom von höchstens 1.000 Volt bzw. Gleichstrom von höchstens 1.500 Volt ausgelegt sind.

Mithin sind das alle eigenständig betreibbaren elektrischen Baugruppen, vom Nachtlicht bis zur Kühltruhe. Das Elektrogesetz regelt, welche Elektrogeräte beim In-Verkehr-Bringen registriert werden müssen und deren Entsorgungsquote sowie die Beteiligung der Inverkehrbringer an der Entsorgung. Hintergrund ist das ständig steigende Aufkommen von Elektroschrott und die damit verbundenen Gefahren (Gefahrstoffe) und Chancen (Recycling der enthaltenen Wertstoffe) bei der Entsorgung.

Auch die Mindestanforderungen an die Sicherheit von Elektrogeräten (Brandschutz, Schutz gegen Berühren spannungsführender Teile, Verbrennungsgefahr, Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile) ist gesetzlich geregelt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.duden.de/rechtschreibung/Elektrogeraet Dudeneintrag
  2. Gerät In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.), 2003.
  3. Information des Landkreises Friesland