Schiffermütze

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Hamburger Jollenführer mit Mütze, 1885
Elbsegler

Die Schiffermütze ist eine Schirmmütze aus Tuch, Leder oder Kunstleder, die ursprünglich gerne von Seeleuten getragen wurde.

Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbsegler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Elbsegler ist eine schlichte, niedrige Seemannsmütze aus schwarzem oder dunkelblauem Marinetuch. Sie hat einen ca. drei Zentimeter hohen Rand und ist mit einem ledernen Sturmriemen vorne am Mützensteg versehen. Heutzutage wird hierbei oft Kunststoff statt Lackleder verwendet.[1]

Altstädter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine etwas höhere Variante des Elbseglers ist der Altstädter. Er hat statt eines Riemens über dem Mützenschirm eine Kordel.[1][2]

Fleetenkieker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fleetenkieker ist dem Elbsegler ähnlich, jedoch etwas größer und weicher. Benannt ist diese Form der Schiffermütze nach den Hamburger Fleetenkiekern.

Elblotsen-Mütze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Elblotsenmütze oder der Elblotse, auch Helgoländer Lotsenmütze wird extra für die Hamburger Lotsen angefertigt. Die Mütze hat einen hohen Mützensteg und einen kleinen Mützendeckel, der Mützenschirm ist mit Eichenlaub besetzt. Die Mützenkordel kann gedreht oder geflochten sein. Die Elblotsen-Mütze ähnelt der Prinz-Heinrich-Mütze.[2]

Populär wurde die Elblotsen-Mütze als „Schmidtmütze“, dem „Markenzeichen“ des Bundesministers und späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner: Das Hamburg Lexikon. Ellert & Richter Verlag GmbH, Hamburg 2000, ISBN978 3 8319 0373 3, S. 202
  2. a b Elbsegler - Mütze für die Küste. Auf: abendblatt.de am 25. Juni 2002