Elefantenjunge (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Elefanten-Boy (ARD); Elefantenjunge (Kabel eins, ARTE)
Originaltitel Elephant Boy
Produktionsland Sri Lanka
Originalsprache Englisch
Jahr(e) –1973
Produktions-
unternehmen
Portman Productions (Global Television), Bayerischer Rundfunk
Länge 25 Minuten
Episoden 26 in 2 Staffeln
Genre Kinder-/Jugendserie
Produktion James Gatward
Musik Charles Marawood
Erstausstrahlung 1973 auf ITV (GB) / Seven (AUS)
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
1974(?) auf ARD
Besetzung

Hauptdarsteller:

  • Uwe Friedrichsen: Karl Bergen
  • Esrom (Esram Jayasinghe): Toomai
  • Peter Ragell: Ranjit
  • Janet Kingsbury: Sue Fraser
  • Kevin Miles: Padam

Nebendarsteller:

  • Isobel Black: Kay Stevens
Synchronisation
  • Andreas Faulstich: Toomai
  • Georg Wondrak: Ranjit

Elefantenjunge (auch: Elefanten-Boy; Originaltitel: Elephant Boy) ist eine 26-teilige britisch-australisch-deutsche Kinder-/Jugendfernsehserie, basierend auf der Erzählung Toomai von den Elefanten aus dem Dschungelbuch von Rudyard Kipling. Die Handlung wurde dabei örtlich vom nordöstlichen Indien nach Ceylon (Sri Lanka) und vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart verlegt. Im Umfeld der Fernsehserie entstanden auch eine Hörspiel- und eine Buchreihe.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Waisenjunge Toomai lebt mit seinem kleinen Bruder Ranjit im Wildreservat von Namanpur (sin. නාමන්පුර්, wie auf den Fahrzeugen zu lesen). Er ist Wärter (Mahut) des Elefanten Kala Nag (dt. Schwarze Schlange), wie vor ihm schon sein Vater (siehe Folge 18) und sein Großvater. Zu Beginn der Serie erhält das Reservat einen neuen Verwalter, Karl Bergen. Ihm zur Seite steht die Tierärztin Sue Fraser (ab Folge 4). „Gegenspieler“ ist Padam, der ehemalige Maharaja der Region (insbesondere Folgen 1, 2, 8, 11, 15, 20, 25), der – jedenfalls anfangs – Bergen vertreiben möchte.

Vor diesem Hintergrund bilden Tier- und Artenschutz sowie Wilderei (insbesondere Folgen 2, 5, 10, 17, 20, 22) einen thematischen Schwerpunkt. Weitere Themen sind etwa das Aufeinandertreffen von Orient und Okzident bzw. alter und neuer Ordnung (Folgen 4, 8, 14, 19, 25, 26), das Abschiednehmen von Mensch und Tier (Folgen 4, 6, 16) oder Intrigen unter den Mahuts (Folgen 3, 7, 12)[1]. Toomai wächst im Laufe der Serie vom Kind zum Jugendlichen heran (allein schon bedingt durch das Größenwachstum des Darstellers Esrom zwischen der ersten und zweiten Staffel; siehe auch Folge 23).

Ein Grundanliegen der Serie ist neben der Unterhaltung die Darstellung des ethisch richtigen Umgangs mit Tier und Mensch, auch wenn selbst Toomai zugeben muss: „Wenn du älter wirst, Ranjit, wirst du lernen, dass Gerechtigkeit nicht jedermanns Sache ist“ (Folge 5).

Episodenübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Originaltitel Deutscher Titel[2]
1 The Tyrant Wer hat Angst vorm neuen Mann?
2 Fishing Cat Die Wildkatze
3 The Great Mahout Die gestohlene Kamera
4 Child of Ganesa Der Elefantengott
5 Leopard Skin Coat Die Leopardenfalle
6 Elephant Dance Der tanzende Elefant
7 Place of Honour Der Ehrenplatz (Desara-Fest)
8 Year of the Birds Die Glücksvögel
9 Surani Surani
10 Rogue Bull Der letzte Großwildjäger
11 Horn of Plenty Der Elefant im Maisfeld
12 Key Witness Elefant vor Gericht
13 Big Fish Der fliegende Wal
Nr. Originaltitel Deutscher Titel[2]
14 Chance in Life Eine Chance für Ranjit
15 The Gamblers Das Elefantenrennen
16 Small One Der kleine Hirsch
17 Double Dealer Doppeltes Spiel
18 Elephants Never Forget Dschungelfeuer
19 Return Journey Reise in die Vergangenheit
20 Tiger Hunt Die letzte Tigerjagd
21 River Crossing River Crossing
22 The Stringer Der Vogelfänger
23 Pygamy Pic Die Lady aus Oxford
24 Conservation Man Der tapfere Lügner
25 Dogs Of Death Die Hunde des Todes
26 Grave Robbers Die Archäologen

Weitere Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Vorspann ist der Sigiriya-Felsen zu sehen, im Abspann die Buddha-Statue von Aukana.
  • Bei den Dreharbeiten kamen nur weibliche Elefanten zum Einsatz (Ausnahme: Folge 10).
  • Toomais meistgebrauchte Kommandos beim Umgang mit Kala Nag sind „Bila“ (Anheben des Beins)[3] und „Daha“ (Vorwärtsgehen).[4]
  • Die fremdländische Schrift in der Serie ist teilweise Singhalesisch, teilweise Tamil (z. B. Folge 15, ஆரம்பம் = Start).
  • Anders als für Sabu Dastagir (The Elephant Boy, 1937) gab es für Esram Jayasinghe nur eine weitere Rolle (in Chandar, the Black Leopard of Ceylon, 1972).

TV-Ausstrahlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde ursprünglich 1973 in Großbritannien auf ITV und in Australien auf The Seven Network, 1974(?) in Deutschland im regionalen Vorabendprogramm der ARD[5] ausgestrahlt.

Wiederholungen gab es für Deutschland in der ARD, 2003/2004 auf Kabel eins[6], 2010 auf ARTE.

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine deutschsprachige DVD-Fassung erschien 2009 bei UIG Entertainment, ergänzt u. a. um ein Interview mit Uwe Friedrichsen und einige Folgen der Hörspiel- und der Buchreihe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kritisch J. Becker, Communication and conflict (2005), S. 37 in der Google-Buchsuche
  2. a b in der ARD-Fassung vermutlich enger an die englischen Originaltitel angelehnt
  3. eigentlich „Höhle“, vgl. B. Clough, Sinhala-English dictionary in der Google-Buchsuche
  4. vgl. N. D. Wijesekera, The people of Ceylon (1965), S. 145 f. in der Google-Buchsuche; GAJAH: Journal of the Asian Elephant Specialist Group, 21 (January 2002) (PDF; 7,5 MB), S. 49
  5. vgl. http://www.tvprogramme.net/70/1974/19740420.htm
  6. http://www.kabeleins.de/serien_shows/serienlexikon/ergebnisse/index.php/serial/details/825