Eleve

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Als Eleve [e'le:və] und Elevin werden die Schüler an Schauspiel- und Ballettschulen, an der Spanischen Hofreitschule und angehende Land- und Forstwirte während ihrer praktischen Ausbildung bezeichnet. Früher war der Begriff ein allgemeines Synonym für Schüler.[1]

Gebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort gehört zur Fachsprache künstlerischer Berufe. Wer einen Lehrling oder Schüler als Eleven bezeichnet, wertet die Fertigkeit, die dieser erlernt, als Kunst.

Herkunft und Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das französische Wort élève bedeutet „Schüler, Schülerin“ und leitet sich vom Verb élever her, welches „emporheben“ bedeutet: jemanden auf ein höheres Niveau des Wissens und Könnens heben. Der deutsche Begriff Zögling ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich und bezeichnete zunächst nur einen Land- und Forstwirtschaftsgehilfen in der Ausbildung. Der Begriff beinhaltet das Verb ziehen im Sinne von erziehen.[2] Zunächst wurden Zögling und Eleve gleichwertig verwendet. Später benutzte man Zögling im Deutschen hauptsächlich für Absolventen von Schulen mit militärischer Ausrichtung sowie für Jugendliche in Heimen und Internaten. Gängig sind die Begriffe Anstalts-, Fürsorge- und Heimzögling.[3]

Auf Dänisch, Norwegisch und Schwedisch bedeutet elev (Pl. elever) bis heute ganz allgemein „Schüler“.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Eleve, der von der Schauspielschule kommt, ist bei den Schauspielern meistens eine lächerliche oder verachtete Figur.“[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eleve, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts (DWDS).
  2. Duden 7, Etymologie, 1963, Seite 784.
  3. Zögling, DWDS.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Eleve – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Elevin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen