Elisabethenbrunnen

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Der Elisabethenbrunnen in Bad Homburg
Elisabethenbrunnen, Colonade und Neues Gewächshaus; Darstellung von Thomas William Gaspey 1866

Der Elisabethenbrunnen ist einer der bekanntesten Brunnen der Kurstadt Bad Homburg vor der Höhe. Er fasst eine Quelle, die 1834 vom Arzt Eduard Christian Trapp als Heilquelle zur Linderung von Magen- und Darmerkrankungen wiederentdeckt wurde. Bereits Isaac von Sinclair erwähnte die Quelle in einem 1799 erschienenen Werk über die Salzgewinnung in Homburg. Das Interesse an medizinisch nutzbaren Quellen war spätestens nach der Erschließung des Ludwigsbrunnens 1809 in Homburg gegeben. Trapp ließ die Quelle fassen und überzeugte den Landgrafen Ludwig dazu, eine Analyse des Wassers durch Justus von Liebig in Auftrag zu geben. Das Gutachten kostete 400 Gulden und ergab erfreuliches:

„Es möchte wohl in Deutschland schwer sein, ein Mineralwasser zu finden, welches gleichen Reichtum an wirksamen Bestandteilen mit dem Homburger Mineralwasser darzubieten vermöchte.“

Gutachten von Justus von Liebig

Quelle und Brunnen sind nach der Prinzessin Elisabeth benannt, der Gemahlin des Landgrafen Friedrich VI. von Hessen-Homburg und Tochter des englischen Königs Georg III.

Der Brunnen wurde mehrfach umgestaltet. Seine heutige Form mit Rundtempel und Marmorskulptur der griechischen Göttin Hygieia erhielt er 1918 unter Kaiser Wilhelm II. durch den Bildhauer Hans Dammann. Die Kosten von 100.000 Mark wurden durch einen Krefelder Kurgast gespendet.

Öffentliche „Zapfstelle“

Für die Öffentlichkeit gibt es in Sichtweite – am Rande des Kurparks – eine einfach gestaltete Zapfstelle in unmittelbarer Nähe der Straße.

Das Wasser des Brunnens ist ein Natrium-Chlorid-Säuerling. Die Wassertemperatur beträgt 10,5 Grad. Es wurde zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 13′ 34,5″ N, 8° 37′ 45,44″ O