Emil Konopinski

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Emil Konopinski (auch Emil John (Jan) Konopinski) (* 25. Dezember 1911 in Michigan City (Indiana); † 26. Mai 1990 in Bloomington (Indiana)) war ein US-amerikanischer Physiker.[1]

Konopinski war polnischer Herkunft und Sohn von Joseph Konopinski und Sophia Sniegowska. Er erhielt 1934 den PhD für Physik an der University of Michigan und wurde später Professor für Physik an der Indiana University. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er zusammen mit Enrico Fermi am ersten Kernreaktor an der University of Chicago.

Um seine Forschungsarbeit und die allgemeine Theorie der Spaltungsreaktionen begutachten zu lassen, veranstaltete Robert Oppenheimer im Juni 1942 an der University of California in Berkeley einen Forschungssommer. Die Teilnehmer Hans Bethe, John H. van Vleck, Edward Teller, Felix Bloch, Richard C. Tolman und Emil Konopinski kamen dabei zu dem Schluss, dass eine Bombe auf Basis der Kernspaltung möglich sei, und vermuteten, dass zum Starten der Kettenreaktion eine kritische Masse vorhanden sein müsse. Konopinski war damit bereits zu Beginn am Manhattan-Projekt beteiligt.

Konopinski zeigte zusammen mit C. Marin und Edward Teller, dass eine thermonukleare Explosion nicht die Erdatmosphäre entzünden und somit die Erde zerstören würde.[2]

Von 1946 bis 1968 war Konopinski Berater der Atomic Energy Commission.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Emil Konopinski, 78, Atomic Bomb Scientist. Abgerufen am 19. August 2013 (englisch).
  2. E. J Konopinski, C. Marvin; Edward Teller: Ignition of the Atmosphere with Nuclear Bombs. (PDF) In: Los Alamos National Laboratory. Nr. LA-602, 1946, declassified Feb. 1973. Abgerufen am 19. August 2013.