Emscherkunst

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Eröffnung der Emscherkunst 2013 auf der Emscherinsel in Oberhausen

Die Emscherkunst (Eigenschreibweise EMSCHERKUNST) ist eine internationale Kunstausstellung im öffentlichen Raum des nördlichen Ruhrgebiets, etabliert seit 2010.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walking House. Emscherkunst 2010.

Ihren Auftakt hatte sie während der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 mit der Emscherkunst.2010. Als Triennale wurde sie im Jahr 2013 fortgesetzt. Die Emscherkunst.2013 wurde von der Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung als Beitrag zur UN-Dekade ausgewählt. Damit ehren die Vereinten Nationen Initiativen und Projekte, die sich für die Vermittlung nachhaltigen Denken und Handelns einsetzen. Die Ausgabe 2013 der Kunstschau lief vom 22. Juni bis zum 6. Oktober 2013.

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ausstellung Emscherkunst.2010 war ein Projekt der drei Kooperationspartner Emschergenossenschaft, Kulturhauptstadt Ruhr.2010 und Regionalverband Ruhr (RVR). Die Ausstellung Emscherkunst.2013 hat die Partner Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und RVR.

Finanziell gefördert wurden und werden die Ausstellungen durch das Land Nordrhein-Westfalen.[1] sowie durch private und öffentliche Sponsoren.

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zauberlehrling, eine 35 Meter[2] hohe Stahlskulptur, die an einen tanzenden Strommast erinnert. Emscherkunst 2013.

Thematisch soll die Kunsttriennale dem Gedankengut der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989–1999) folgen und den Strukturwandel dieser Region sowie den EmscherUmbau, das größte Renaturierungsprojekt Europas, bis 2020 begleiten.[3] Der offene Abwasserkanal Emscher wird dann wieder in einen natürlichen Flusslauf umgewandelt.

Jede Ausstellung soll daneben auch auf aktuell relevante Themen eingehen; bei der Emscherkunst 2013 spielten Klimawandel, Ökologie und nachhaltige Zukunftsenergien eine Rolle. Kurator beider Ausstellungen war Florian Matzner.

Künstlerisch legen die Ausstellungen Wert auf einen Mix aus internationalen, nationalen sowie lokalen Künstlern aus den unterschiedlichen Kunstbereichen der Bildenden Kunst, Architektur, Design und visuellen Kunst. Unter anderem hatte sich der chinesische Künstler Ai Weiwei 2013 mit seinem Projekt The Dragons Tail beteiligt, der Installation einer Zeltstadt. Besucher konnten hier in 1.000 Zelten direkt an der Emscher übernachten.[4]

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungsraum der Emscherkunst sind ungewöhnliche Orte entlang der Emscher, wie beispielsweise ehemaliges industrielles Brachland, einstige Kläranlagen oder unentdeckte Naturräume. Diese vorher oft unzugänglichen Orte werden erst durch Kunst für die Bevölkerung geöffnet. Räumlich weitet sich das Ausstellungsareal dabei Stück für Stück aus. 2010 stand die Emscherinsel zwischen Oberhausen und Castrop-Rauxel im Mittelpunkt der Ausstellung. 2013 ging sie dann weiter westwärts in Richtung Duisburg und Dinslaken mit der Emschermündung.[5] Bis 2020 soll das gesamte Neue Emschertal durch teils dauerhafte, teils temporäre Kunstinstallationen aus einem neuen Blickwinkel zu erleben sein. Ziel ist es, ein Gebiet von insgesamt 865 km² für die Bevölkerung neu zu erschließen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus-Peter Busse, Jörg Grütjen, Ansgar Schnurr (Hrsg.): EMSCHERKUNST.2013 – Bildung und Vermittlung im Wandel des öffentlichen Raums, ATHENA-Verlag, Oberhausen 2014, ISBN 978-3-89896-552-1.
  • Karl-Heinz Petzinka, Jochen Stemplewski, Florian Matzner (Hrsg.), mit Texten von Katja Aßmann, Florian Matzner, Karl-Heinz Petzinka, Jochen Stemplewski, Simone Timmerhaus: EMSCHERKUNST.2010 – Eine Insel für die Kunst (anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010) (deutsch/englisch), Hatje Cantz, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7757-2663-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ministerin Schäfer: 1,25 Millionen Euro für Emscherkunst bewilligt. Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 20. Januar 2012, abgerufen am 6. Juli 2013.
  2. EMSCHERKUNST – Inges Idee Zauberlehrling. (Nicht mehr online verfügbar.) Emschergenossenschaft, archiviert vom Original am 18. August 2014; abgerufen am 30. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.emscherkunst.de
  3. Florian Matzner/Simone Timmerhaus: EMSCHERKUNST.2010, Ein Ausstellungsrundgang, In: Ausstellungskatalog EMSCHERKUNST.2010, Eine Insel für die Kunst, 2010, S. 38, 41.
  4. Ai Weiwei steuert Projekt zur „Emscherkunst“ in Bottrop bei. WAZ, 6. November 2012, abgerufen am 6. Juli 2013.
  5. Emscherkunst geht 2013 in die nächste Runde: Pläne wurden heute dem RVR-Kulturausschuss vorgestellt. Regionalverband Ruhr, 9. März 2011, abgerufen am 6. Juli 2013.