Enantiostylie

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Bei vielen Nachtschatten-Arten (hier: Solanum spegazzinii) neigt der Griffel (der später als die Staubblätter reif werdenden Fruchtblätter) zur Seite und verhindert, dass eigener Pollen auf die Narbe gelangt.

Unter Enantiostylie (zu deutsch: Schiefgriffligkeit) versteht man in der Botanik das Phänomen, dass bei manchen Arten die Griffel in der weiblichen Blühphase von den Staubblättern weg zur Seite neigen und somit eine Selbstbestäubung verhindern.

Die Enantiostylie ist eine Form der räumlichen Trennung von männlichem und weiblichem Geschlecht in einer Blüte (Herkogamie) und ist häufig gekoppelt mit einer zeitlichen Trennung (Dichogamie).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jesson, Linley K.; Barrett, Spencer C. H.: Solving the puzzle of mirror-image flowers In: Nature 417/2002, Nature Publishing Group, S. 707–760, ISSN 0028-0836