Entzündungsmediator

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Entzündungsmediatoren sind körpereigene Stoffe, die eine Entzündungsreaktion des Körpers einleiten oder aufrechterhalten.

Zu den Entzündungsmediatoren gehören sowohl niedermolekulare Verbindungen, wie Histamin, Serotonin, Prostaglandine und Leukotriene als auch höhermolekulare peptidische Substanzen oder Proteine, wie Bradykinin, Substanz P, Calcitonin Gene-Related Peptide, Komplementfaktoren und Zytokine.

Die von Entzündungsmediatoren vermittelten Effekte schließen insbesondere Wirkungen auf Zellen des Immunsystems, wie chemotaktische Rekrutierung von Leukozyten, Zellproliferation und Degranulation von Mastzellen und basophilen Granulozyten, ein. Darüber hinaus können sie Wirkungen auf Blutgefäße (z. B. Dilatation und Permeabilitätserhöhung), verbunden mit Ödembildung, zeigen[1] und spielen in der Regulation von Fieber die zentrale Rolle.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Mutschler, Hans-Georg Schaibel, Peter Vaupel: Grundzüge der Pathologie. In:Thews, Mutschler, Vaupel - Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Deutschland 2007, ISBN 978-3-8047-2342-9, S. 99-128.