Erkrath-Unterfeldhaus

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Haus Unterbach – Vorderseite
Rückseitiger Wachturm von Haus Unterbach

Unterfeldhaus ist der kleinste der drei Stadtteile Erkraths im Kreis Mettmann. Erst seit 1970 gibt es Unterfeldhaus in seiner heutigen Form.

Unterfeldhaus war bis 1975 Teil des Erkrather Stadtteils Unterbach, das im Zuge der kommunalen Neugliederung Nordrhein-Westfalens in die Stadt Düsseldorf eingegliedert wurde. Diese Trennung hat sich aber nie kulturell und kirchlich manifestiert. Das praktizierte Leben gestaltet sich immer noch wie in einem einheitlichen Stadtteil. Zumal Unterbach sich durch eine gewisse räumliche Abgeschiedenheit zu Düsseldorf einen dörflichen und eigenständigen Charakter erhalten hat und mit Unterfeldhaus durch ein gemeinsames und reges Vereins- und Karnevalsleben gekennzeichnet ist, welches auch heute noch bis nach Alt-Erkrath hineinragt. So ist der traditionelle Karnevals-Sonntagsumzug in Unterbach auch immer ein Umzug für den Erkrather Bürger gewesen (und ist es immer noch, obwohl sich in Alt-Erkrath seit einigen Jahren ein eigenständiger Karnevalsumzug etabliert hat, der regelmäßig am Samstag der Vorwoche stattfindet). Zudem besuchen die Unterbacher Schüler die weiterführenden Schulen von (Alt-)Erkrath, auch der Sportverein SC Unterbach hat seine Heimspielstätte im benachbarten Unterfeldhaus.

In Unterfeldhaus befindet sich auch das größte Industrie- und Gewerbegebiet Erkraths, welches an den Bundesautobahnen 3 und 46 liegt. Der restliche Stadtteil ist vorwiegend durch Einfamilien- und Reihenhäuser sowie durch Eigentumswohnungen geprägt und hat mit dem Neuenhausplatz ein kleinstädtisches Zentrum.

Die Stadt Erkrath betreibt in Unterfeldhaus eine Grundschule und einen Kindergarten. Die römisch-katholische Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt aus dem benachbarten Unterbach unterhält eine Dependance in Unterfeldhaus. Sie bildet zusammen mit St. Johannes der Täufer in Erkrath seit dem 1. Januar 2010 eine Seelsorgegemeinschaft[1] im Dekanat Hilden, Kreisdekanat Mettmann[2] des Erzbistums Köln. Das katholische Gemeindezentrum wird auch für Veranstaltungen und Gottesdienste von der evangelisch-lutherischen Kirche genutzt, seitdem diese ihre eigenen Räumlichkeiten in Unterfeldhaus aus finanziellen Gründen 2011 schließen musste.[3] Auch die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde betreibt im Stadtteil einen Raum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel Erkrath

Ursprünglich gehörte die Flurfläche Unterfeldhaus (der Name leitet sich vom Hof Velthusen, erstmals erwähnt 1218, ab) zum Rittergut Haus Unterbach (erstmalige Erwähnung 1169). Dieses befindet sich allerdings nicht im (Düsseldorfer) Unterbach, sondern vis-à-vis auf der anderen Straßenseite im (Erkrather) Unterfeldhaus.

Bis 1960 bestand Unterfeldhaus vornehmlich aus Ackerland, das zum größten Teil den Besitzern von Haus Unterbach gehörte. Eine lockere Bebauung hatte sich lediglich entlang des Millrather Weges gebildet, der ursprünglich den Verbindungsweg von Unterbach nach Millrath, heute Hochdahl, darstellte und seinerzeit noch entlang der heutigen Straßen Maiblümchen und Max-Planck-Straße führte. Dazu kamen einzelne Häuser in drei kurzen Nebenstraßenstummeln. Ansonsten entstand nahezu der gesamte Stadtteil innerhalb des 1960er Jahrzehnts. Für diese Entwicklung stand der damalige Erkrather Stadtdirektor Albert Peters, weshalb Unterfeldhaus im Volksmund auch Petershausen genannt wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 29. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.katholisch-erkrath-unterbach.de
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erzbistum-koeln.de
  3. https://www.wz.de/nrw/kreis-mettmann/erkrath/evangelisches-zentrum-wird-geschlossen_aid-30684497

Koordinaten: 51° 12′ N, 6° 55′ O