Ewelina Hańska

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Ewelina Hańska (* 6. Januar 1801 in Pohrebyschtsche; † 10. April 1882 in Paris), geboren als Ewelina Rzewuska, war eine polnische Adlige, die durch ihre Beziehung zu Honoré de Balzac bekannt geworden ist.

Ewelina Hańska

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die junge Ewelina Rzewuska hatte den rund zwanzig Jahre älteren polnischen Baron Wacław Hański geheiratet. In den späten 1820er-Jahren hatte sie begonnen, die Romane Balzacs zu lesen. Am 26. Februar 1832 erhielt Balzac einen anonymen Brief von Hańska, unterzeichnet mit „L'Etrangère“ (Die Fremde), der den Auftakt zu einer jahrzehntelangen Korrespondenz darstellte.

Im September 1833 kam es im schweizerischen Neuchâtel zu einer ersten Begegnung zwischen Hańska und Balzac, im Dezember zu einem weiteren Treffen in Genf und dann 1835 in Wien. Nach dem Tod von Graf Hański 1841 hielt sie Balzac mit der von ihm angestrebten Eheschließung noch mehrere Jahre hin;[1] diese erfolgte erst am 14. März 1850 bei einem Besuch des bereits schwer kranken Balzac in Berdyczew, in der heutigen Ukraine.[2] Das Paar fuhr im April 1850 zurück nach Paris, wo Balzac am 18. August 1850 starb. Nach seinem Tod verwaltete Eveline Hańska Balzacs Nachlass. In ihren letzten 30 Lebensjahren war Hańska mit dem französischen Maler Jean-François Gigoux liiert. Sie starb am 11. April 1882 in Paris.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • André Maurois: Prometheus oder das Leben Balzacs. Econ, Wien und Düsseldorf 1966 (auch als Das Leben des Honoré Balzac. Eine Biographie. Diogenes, Zürich 1985 ISBN 3-257-21297-6)
  • Stefan Zweig: Balzac. Eine Biographie. Taschenbuchausgabe: Fischer, Frankfurt 1994 ISBN 3-596-22183-8
  • Juanita Helm Floyd: Les femmes dans la vie de Balzac. avec 17 lettres inédites de Madame Hanska. Übersetzung der Briefe ins Französische und Vorwort von Catherine Radziwill. Paris : Plon, 1926

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ewelina Hańska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Zweig: Balzac. Eine Biographie. S. 413ff
  2. Stefan Zweig: Balzac. Eine Biographie. S. 509