Exposé (Immobilien)

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Als Exposé oder Exposee wird in der Immobilienwirtschaft eine Beschreibung einer Immobilie bezeichnet. Zumeist wird ein Exposé vom Verkäufer/Vermieter oder einem seiner Beauftragten wie Makler, Architekt oder auch der Bank/Sparkasse angefertigt. Ziel ist in der Regel die Vermarktung des Objektes in Form von Vermietung und/oder Verkauf.

Insofern gehören neben Lageplan, Fotos und Grunddaten zum Objekt wie der Fläche, Kaufpreis/Miete, Baujahr, eine kurze Beschreibung des Objektes. Seit dem 1. Mai 2014 sind Angaben über den Energieverbrauch vorgeschrieben.

Ob und inwiefern es hier zu einer Prospekthaftung des Exposé-Erstellers ähnlich dem Wertpapierrecht kommt, ist oft fraglich. Profis wie Makler drucken daher zur Sicherheit einen Haftungsvorbehalt oder gar Haftungsausschluss mit in das Exposé.

Zumeist ist das Exposé nur der „Appetithappen“, um Interesse zu wecken. Das zumeist vermarktungstechnisch/werblich aufbereitete Exposé ist i.d.R. auch nie Basis oder Bestandteil eines möglichen späteren notariellen Kaufvertrags der nach deutschem Recht stets auf den neutralen Daten des Grundbuchs, amtlichen Lageplans, des Baurechts, des Baulastenverzeichnisses usw. beruht.

Es gibt innerhalb der Branche kein festgelegtes Format für Exposés, jedes Unternehmen entscheidet selbst, welche Informationen in einem Exposé abgedruckt werden.

Exposés werden zunehmend über das Internet oder E-Mail versandt.

Umgangssprachlich wird auch oft noch der Begriff Prospekt verwendet, z. T. findet man diesen auch in immobilienwirtschaftlicher Literatur in Abgrenzung zum Exposé wie folgt: Geplante Immobilien (Exposé) und fertiggestellte Immobilien (Prospekt), aber diese Abgrenzung setzt sich im Alltagsgebrauch nicht durch.