Extraprovinzielle anglikanische Kirche

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Als extraprovinzielle anglikanische Kirchen (engl. extra-provincial Anglican churches) bezeichnet man eine Reihe von kleineren anglikanischen Kirchenverbänden mit halbautonomem Status, die innerhalb der Anglikanischen Gemeinschaft keine eigene Kirchenprovinz (d.h. Landeskirche) bilden und damit über keinen eigenen Primas verfügen, sondern dem Metropoliten einer anderen Kirchenprovinz, im Normalfall dem Erzbischof von Canterbury, untergeordnet sind. Da abgesehen von der Church of Ceylon sämtliche dieser Kirchen nur aus einer einzigen Diözese bestehen, spricht man auch von extraprovinziellen Diözesen (extra-provincial dioceses).

Extraprovinzielle Kirchen, deren Metropolit der Erzbischof von Canterbury ist, sind die Anglican Church of Bermuda, die Church of Ceylon, das Parish of the Falkland Islands, die Lusitanische Kirche von Portugal und die Reformierte Episkopalkirche Spaniens. Daneben existiert die Episkopalkirche von Kuba, der ein Metropolitankonzil, bestehend aus den Primassen der drei anderen nordamerikanischen anglikanischen Kirchen, vorsteht. Gelegentlich werden auch die Diözesen Puerto Rico und Venezuela der amerikanischen Episkopalkirche als extraprovinzielle Diözesen betrachtet.[1][2]

Siehe auch: Liste der anglikanischen Kirchen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. europe.anglican.org - Handbook: Supplement 4: Churches in communion with the Church of England (Internet Archive)
  2. anglicancommunion.org - The Anglican Communion: Provincial Directory